Pressemitteilungen aus 2016

PM 20/ 11. Oktober 2016

Sparda-Bank Hamburg Award 2016:
NaturFreunde S-H gewinnen Preis

Für ihr Projekt „Natura-Trails an der Trave“ haben die NaturFreunde Deutschlands, Landesverband Schleswig-Holstein, den dritten Platz beim „Sparda-Bank Award 2016“ in der Kategorie Publikumsbewertung beim Umweltschutz erreicht.

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Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert. „Das ist eine tolle Anerkennung für unser Trave-Projekt als Flusslandschaft der Jahre 2016/ 2017“, freut sich Dieter Neumann, Landesvorsitzender der NaturFreunde Schleswig-Holstein. „Das Geld können wir für unsere Natura-Trails gut gebrauchen“. Die feierliche Preisverleihung fand am Montag im Stage Club in Hamburg statt. Das Land Schleswig-Holstein hat im Bereich der Trave verschiedene Schutzgebiete für das europäische Naturschutznetz Natura 2000 ausgewiesen. Für diese Schutzgebiete wollen die Naturfreunde sogenannte Natura-Trails auf Infotafeln und mit weiteren Medien vorstellen und beschreiben. Natura-Trails verlaufen auf vorhandenen Straßen und Wegen. Sie sollen der Bevölkerung die schutzwürdigen Tiere, Pflanzen und Lebensräume im Bereich der Trave nahe bringen und erklären. Entsprechend der Leitlinie "Man schützt nur, was man kennt" wollen die Naturfreunde Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildungsarbeit leisten, um der Bevölkerung den Wert dieser Schutzgebiete aufzuzeigen und für ein naturund umweltverträgliches Verhalten in diesen Gebieten zu werben. Damit soll die Ausweisung dieser Schutzgebiete durch das Land Schleswig-Holstein unterstützt werden.
Photos in Druckqualität sind über die Sparda Bank Hamburg erhältlich

Medienkontakt: Dr. Ina Walenda, mobil 0178 1309350, ina.walenda@naturfreunde-sh.de

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PM 19/ 30. September 2016

Schwerpunkt Hochwasserschutz
„IG NaturFreunde Gelting“ gegründet

Auf ihrer gestrigen Gründungsversammlung, in Anwesenheit des Landesvorsitzenden der NaturFreunde Dieter Neumann, wurde die „IG NaturFreunde Gelting“ gegründet und ein vorläufiges Programm für die inhaltliche Arbeit der kommenden Monate beschlossen.

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Damit haben die NaturFreunde Schleswig-Holstein eine neue Untergliederung für Gelting und Umgebung ins Leben gerufen. „Wir werden das Planfeststellungsverfahren zum Bau eines Polders in Gelting mit Stellungnahmen und Öffentlichkeitsarbeit begleiten“, kündigte Hans-Peter Buchholz, Gründungsmitglied und Sprecher der neuen Gruppe, an. „Wir setzen uns für einen nachhaltigen Hochwasserschutz mit dem Bau eines neuen naturnahen Bachlaufs zur Ableitung der Hochwasser ein.“ Darüber hinaus gibt es erste Überlegungen für die zukünftige Zusammenarbeit. Einheimische und Touristen möchte die Gruppe durch Hinweise und Erklärungen weiter an die Natur heranführen. Grundsätzlich wollen sich die neuen NaturFreunde neben dem Schwerpunkt einer Begleitung des Planfeststellungsverfahrens auch um weitere Belange des Umwelt- und Naturschutzes vor Ort kümmern und hierbei ein Ansprechpartner für alle Bürger und Bürgerinnen sein. Weitere Gründungsmitglieder sind Francesca Tischler, Matthias Brehmer, Cord Petersen und Jürgen Klose, Leiter des bisherigen NaturFreunde Stützpunktes. Weitere Mitstreiter werden gesucht und sind herzlich willkommen.

Photos in Druckqualität von der Gründung können auf Wunsch versendet werden

Medienkontakte:
Gelting: Hans-Peter Buchholz. Tel. 0172 5190006
Kiel: Dr. Ina Walenda, mobil 0178 1309350, ina.walenda@naturfreunde-sh.de

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PM 18/ 21. September 2016

LNV und NaturFreunde S-H fordern Reduzierung der Nitrat-Belastung:
Auch das Land ist in der Pflicht

Nach dem Bekanntwerden ansteigender Nitrat-Werte bei immer mehr Meßstellen im Norden appellieren der Landesnaturschutzverband (LNV) und die NaturFreunde S-H an Umweltminister Habeck, weitere Maßnahmen im eigenen Land umzusetzen.

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Auch wenn wesentliche Handlungsoptionen in Berlin oder Brüssel lägen, müsse das Land seine Spielräume voll ausschöpfen. Beide Vereine unterstützen zwar die Initiative des Umweltministers gegenüber der Bundesregierung - so bei der Novellierung der Düngeverordnung, mit Vorschlägen zur Einführung von Abgaben auf Nährstoffüberschüsse und mit Änderungen beim Baurecht für Ställe. „Umweltminister Habeck steht aber auch selbst in der Verantwortung, landeseigene Maßnahmen zur Verringerung der Nitratbelastung umzusetzen“, fordert Dieter Neumann, Landesvorsitzender der NaturFreunde S-H. „In Schleswig-Holstein ist die Hälfte der Landesfläche übermäßig mit Nitrat belastet. Das Land hat hier noch längst nicht alles getan, was es tun könnte.“ Das „Freiwilligkeitsprinzip“, so bei der Dünge-Beratung der Landwirte müsse nach Ansicht von LNV und NaturFreunde S-H durch eine Beratungspflicht ersetzt werden. Der Kreis der zu beratenden Landwirte müsse auf Betriebe ausgedehnt werden, die in Gebieten wirtschaften, deren Grundwasserkörper die bereits knapp unterhalb des gesetzlichen Grenzwertes von 50 Milligramm Nitrat pro Liter lägen. Dies sei auch in anderen Branchen nicht ungewöhnlich und stelle ein für die Landwirte kostenloses Weiterbildungsangebot dar, das die meisten auch gern annehmen würden wie die Nachfrage in der Grundwasserschutzberatung des Landes zeige. Erhebliche Defizite sehen LNV und NaturFreunde bei den Kontrollen zur GülleAusbringung. Diese lägen de facto bei unter einem Prozent der Betriebe und müssten dringend intensiviert werden. Dafür müssten die Behörden mit genügend Personal ausgestattet werden. „Was nützt ein Gesetz, wenn es nicht kontrolliert wird“, fragt Volkher Loft, Vorsitzender des LNV. „Kritik an den Kosten für mehr Personal lassen wir nicht gelten. Mehr Geld für Personal ist gut investiertes Geld, wenn man bedenkt, wie teuer die Trinkwasseraufbereitung für die Verbraucher im Falle überhöhter Nitratwerte sein kann.“ Beide Vereine fordern den Minister auf, jetzt einen Erlass zum Landesnaturschutzgesetz auf den Weg zu bringen, wie dieses es vorsieht. Die gute landwirtschaftliche Praxis müsse im Gesetz an verschiedener Stelle konkretisiert und an den aktuellen Stand angepasst werden. Auch die „Allianz für Gewässerschutz“ beim Bauernverband sehen LNV und NaturFreunde S-H in der Pflicht neue Vorschläge zur Lösung der Nährstoffproblematik vorzulegen. Hierfür bieten beide Vereine Ihre Mitarbeit an diesem Runden Tisch an.

Medienkontakte:
NaturFreunde S-H: Dr. Ina Walenda, mobil 0178-1309350, ina.walenda@naturfreunde-sh.de
LNV: Jörg Bargmann, mobil 0160-4030240, j.bargmann@gmx.de
 (LNV)

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PM 17/ 15. September 2016

NaturFreunde S-H laden zum Landeswandertag an der Trave ein

Der Landesverband der NaturFreunde lädt Mitglieder, Urlauber und Interessierte zum Landeswandertag an der Trave bei Bad Segeberg ein. Parallel angeboten werden drei geführte, unterschiedlich lange Wanderungen – 3, 9 bzw. 13 Kilometer lang. Eine verläuft rund um den Großen Segeberger See, die zweite führt entlang am Ihlsee und durch das Travetal. Tour 3 führt zu „Noctalis“ und erläutert die Welt der Fledermäuse.

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Wann? Samstag, 24. September 2016 um 10.15 Uhr
Treffpunkt? Parkplatz VITALIA Seehotel, Kurpark 3, 23795 Bad Segeberg
Programm? www.naturfreunde-sh.de unter „Termine“
Anmeldung? Dieter Neumann, Tel. 04331-32588, neumann@naturfreunde-sh.de

Die naturschutzfachlich begleiteten Wanderungen durch die schöne Landschaft an der Trave sind äußerst abwechslungsreich und finden im Rahmen unseres Projektes „Trave – Flusslandschaft der Jahre 2016/ 2017“ statt.

Medienkontakt: Dr. Ina Walenda, mobil 0178 1309350

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PM 16/ 9. September 2016

NaturFreunde S-H rufen zur Demo gegen CETA und TTIP auf

Die NaturFreunde Schleswig-Holstein rufen für den 17. September 2016 zur Demo in Hamburg gegen CETA und TTIP auf. Sie wollen ein starkes Signal des Widerstands aus dem Norden senden. Treffpunkt zum Demo-Start mit den NaturFreunden am 17.9. ab 10:00 Uhr im Ballindamm in Hamburg ist der NaturFreunde-/ attac-Wagen (dritter Lautsprecherwagen) - fußläufig etwa zehn Minuten vom Hauptbahnhof.

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Auf der Hauptbühne wird Helene Hohmeier ab 12.40 Uhr für die NaturFreunde sprechen. Der Demo-Start ist für 13.00 Uhr mit folgender Route geplant: Rathausmarkt, Hermannstraße, Bergstraße, Jungfernstieg, Valentinskamp, Dragonerstall, Johannes-Brahms-Platz, Holstenwall, Ludwig-Erhard-Straße, Willy-BrandtStraße, Deichtorplatz, Klosterwall, Steintorwall, Mönckebergstraße Rathausmarkt. Wenn die EU-Handelsminister sich am 22. und 23. September in Bratislava treffen, planen sie den Weg für die Unterzeichnung von CETA und die weiteren Verhandlungen zu TTIP zu ebnen. Davor soll kurz vor diesem Termin gewarnt werden. „Wir rufen für einen gerechten und werteorientierten Welthandel mit sozialen und ökologischen Leitplanken für die Globalisierung auf. CETA und TTIP gehen in die falsche Richtung“, stellt Dieter Neumann, Landesvorsitzender der NaturFreunde fest. „Konzerninteressen dürfen nicht über den Schutz der Umwelt und das Wohl der Bürgerinnen und Bürger gestellt werden.“ Sonderklagerechte für Investoren müssten ausgebremst werden, denn sie gefährdeten demokratische Handlungsfreiheiten. Die NaturFreunde gehören zum Trägerkreis der Demonstrationen und sind in allen sieben Städten dabei. Sie stellen die Räumlichkeiten für das Büro des hauptamtlichen DemoTeams und haben Redebeiträge in Berlin (Michael Müller), Stuttgart (Regina SchmidtKühner), Leipzig (Tilmann Schwenke), Frankfurt (Arno Enzmann) und Hamburg (Helene Hohmeier).

Medienkontakte:
Kiel: Dr. Ina Walenda, mobil 0178 1309350
Hamburg: Helene Hohmeier, mobil 0176 57124231

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PM 15/ 23. August 2016

Gemeinsame Pressemitteilung
Großdemonstrationen am 17. September in sieben Städten
Bündnis „CETA & TTIP stoppen! Für einen gerechten Welthandel!“

Mit sieben parallelen Großdemonstrationen will ein breites gesellschaftliches Bündnis den immer lauter werdenden Protest gegen die umstrittenen Handelsabkommen CETA und TTIP am 17. September bundesweit auf die Straße bringen. Unmittelbar vor dem SPD-Parteikonvent zu CETA sowie dem entscheidenden Treffen des EU-Handelsministerrats markiert der bundesweite Demonstrationstag den bisherigen Höhepunkt der Proteste.

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Die mehr als 30 Trägerorganisationen fordern heute in der Bundespressekonferenz den sofortigen Stopp der Verhandlungen über TTIP und die Aussetzung der Ratifizierung von CETA. Für sie sind die Abkommen ein demokratiepolitischer Skandal – ebenso wie das Vorhaben der EU-Kommission, CETA noch vor der Ratifizierung durch die nationalen Parlamente vorläufig anzuwenden. Das Bündnis umfasst Gewerkschaften, Globalisierungskritiker, Wohlfahrts-, Sozial- und Umweltverbände, kultur-, demokratie- und entwicklungspolitische Organisationen, Initiativen aus Kirchen und von kleinen und mittleren Unternehmen sowie für Verbraucherschutz und nachhaltige Landwirtschaft. Es kritisiert, dass mit CETA und TTIP eine Paralleljustiz für Investoren verankert und rechtsstaatliche Prinzipien außer Kraft gesetzt werden. Es drohe die Aushöhlung der demokratischen Gestaltungsspielräume. Staaten würden auf Investitionsschutz zu Lasten der Gemeinwohlorientierung verpflichtet, soziale und ökologische Errungenschaften der Gewinnerwartung von Großunternehmen untergeordnet. „Ein demokratisch bestimmtes Gemeinwesen mit hohen sozialen Standards muss Vorrang vor Sonderrechten für grenzüberschreitend tätige Investoren und Unternehmen behalten!“, so Frank Bsirske, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, ergänzt: „Wo es um Erziehung, Pflege oder soziale Arbeit geht, haben Profitinteressen nichts zu suchen. CETA und TTIP bedrohen soziale Standards, gefährden unsere gemeinnützigen sozialen Dienste und hebeln die Bürgergesellschaft aus. CETA und TTIP müssen deshalb sofort gestoppt werden. Wir brauchen bei beiden Verträgen einen Neuanfang.“ Zu den Leidtragenden der durch die Abkommen forcierten Handelspolitik – insbesondere im Agrarsektor – gehören weltweit „die Ärmsten der Armen“, so Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt. „CETA und TTIP stehen im Gegensatz zu einer werteorientierten Handelspolitik und den Nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen. Mit CETA und TTIP vergrößern die führenden Industriestaaten die globale Schere zwischen reichem Norden und armen Süden. Damit Handel zum Motor für Nachhaltige Entwicklung und ein gutes Leben für alle wird, brauchen wir faire Abkommen mit höheren, nicht niedrigeren sozialen und ökologischen Standards.“ Michael Müller, Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands, begründet das Engagement aller großen Umweltverbände in der Bewegung gegen die Abkommen: „Wer den Schutz der Natur ernst nimmt, darf keine neoliberale Politik der Deregulierung verfolgen. Die geplanten Freihandelsabkommen versündigen sich an kommenden Generationen, sie sind organisierte Verantwortungslosigkeit.“ Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats Olaf Zimmermann sieht die „kulturelle Vielfalt“ durch CETA gefährdet: „Weder die öffentliche Förderung von Kultureinrichtungen noch der öffentlichrechtliche Rundfunk sind ausreichend gesichert. CETA und TTIP sind ein kulturpolitischer Sündenfall, der negative Auswirkungen auf die Künstler, die Kultureinrichtungen und die Kulturwirtschaft in Europa haben wird. Der Kulturbereich arbeitet international, gerade deshalb ist es notwendig, dass die Spielregeln nicht einseitig zu Gunsten weniger Kulturkonzerne verschoben werden.“ Die Organisatoren unterstreichen den transatlantischen Charakter ihres Protestes und distanzieren sich deutlich von nationalistisch motivierter Freihandelskritik. Christoph Bautz, geschäftsführender Vorstand bei Campact: „Am 17.9. gehen Menschen aus allen Schichten und Teilen der Gesellschaft zeitgleich in sieben Städten auf die Straße. Es ist eine Bürgerbewegung, in der alle willkommen sind – außer von rechts außen. Diese Menschen verbindet in all ihrer Vielfalt etwas sehr Grundsätzliches: die Sorge um unsere Demokratie und unseren Rechtsstaat.“

Alle unterstützenden Organisationen auf der Netzwerkseite des Trägerkreises: http://ttip-demo.de/home/netzwerk/
Der Aufruf zu den Demonstrationen: www.ttip-demo.de/home/aufruf

Kontakt:
TTIP-Demo-Büro Kathrin Ottovay (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
Tel: 030 810560257
Mobil: 01520 6788920
Email: ottovay[aet]ttip-demo.de


Diese Pressemitteilung wird von mehreren Organisationen versendet. Wir bitten, Doppelsendungen zu entschuldigen.

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PM 14/ 21. Juli 2016

Nachhaltiger Hochwasserschutz für Gelting/ Ostsee gefordert:
700 Unterschriften an Umweltminister Habeck überreicht

Vertreter der IG Land & Wasser aus Gelting und der NaturFreunde Schleswig-Holsteins haben am Donnerstag rund 700 Unterschriften von Bürgern und Bürgerinnen aus Gelting an Umweltminister Robert Habeck überreicht. Die Unterzeichner sprechen sich für einen nachhaltigen Hochwasserschutz in Gelting aus. Berücksichtigt werden sollen insbesondere auch Naturschutzbelange und die Lebensqualität für die Bürger und Bürgerinnen.

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Der vom Wasser- und Bodenverband geplante Polder erfülle diese Kriterien nach Ansicht beider Vereine nicht. „Wir fordern für Gelting eine sogenannte Umgehungslösung mit einem natürlichen Bachlauf“ erläuterte Immo Buchholz für die IG Land & Wasser. Die benötigten landwirtschaftlichen Flächen für den Bach stünden zu einem fairen Preis zur Verfügung. Dieter Neumann, Landesvorsitzender der NaturFreunde S-H, kündigte an: „Wir werden im Planfeststellungsverfahren eine Alternativenprüfung einfordern. Dies wurde bisher versäumt.“ Umweltminister Habeck nahm die Unterschriftenlisten entgegen, machte aber deutlich, dass über den Hochwasserschutz vor Ort zu entscheiden sei. Er versprach, die Einwendungen im Planfeststellungsverfahren, auch die Frage nach der Variantenprüfung genau unter die Lupe zu nehmen.
Auf Wunsch kann ein Photo in Druckqualität versendet werden

Kontakt für die Medien: Dr. Ina Walenda, mobil 0178 1309350

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PM 13/ 20. Juli 2016

Einladung an die Medien
Donnerstag, 21. Juli 2016, 11.00 Uhr, Kiel, Landeshaus

Sehr geehrte Damen und Herren, die IG Land & Wasser aus Gelting und der Landesverband der NaturFreunde Deutschlands laden Sie zu einem Phototermin mit Übergabe einer Unterschriftenliste an Umweltminister Robert Habeck ein.

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Beide Vereine wollen kurz vor einem Planfeststellungsbeschluss für einen Polderbau mitten in Gelting auf ökologisch und finanziell geeignetere Alternativen für den Hochwasserschutz hinweisen und auf die Stimmungslage der Betroffenen vor Ort aufmerksam machen.

Zeit Donnerstag, 21. Juli 2016 um 11.00 Uhr
Ort Landeshaus, Düsternbrooker Weg 70, 24171 Kiel
Mit Umweltminister Robert Habeck, Vertretern der NaturFreunde S-H und der IG LAWA Gelting

Für die Kurzfristigkeit der Einladung bitten wir um Entschuldigung.
Hintergrund: Die letzten Überschwemmungen durch das Hochwasser sind in Gelting stets präsent, die Bevölkerung ist verunsichert und erwartet nachhaltige Lösungen. Seitens des Wasser- und Bodenverbandes ist als Lösung ein Polder als Wasserrückhaltebecken geplant. Die IG Land und Wasser Gelting und der Landesverband der NaturFreunde Schleswig-Holstein halten den Polder für keineswegs sinnvoll und sehen darin auch keinen ausreichenden Schutz für die Bürger- und Bürgerinnen vor Hochwasser.Beide Vereine arbeiten an einer zukunftsweisenden, bezahlbaren und nachhaltigen Lösung für die Hochwasser-Problematik in Gelting und Umgebung. Gemeinsam mit den Bürgern und Bürgerinnen vor Ort soll nach der bestmöglichen ökologischen und ökonomischen Lösung gesucht werden. Befürwortet wird deseine eigene Alternativlösung. Danach soll ein neuer Bachlauf von zirka 1200 Metern Länge als Entlastung und Umgehung hergestellt werden. Die Gesamtkosten für den Bürger würden dadurch sogar noch reduziert und das mit einem Mehr an Sicherheit. Die notwendigen Flächen werden vom betroffenen Landwirt zur Verfügung gestellt. Mit dem Aushub für das neue Gewässer könnte ein Knick als Abgrenzung und weiterer Hochwasserschutz angelegt werden. Für die Natur würden dadurch neue Flächen entstehen. Die IG vertritt den Standpunkt, das Wasser nicht im Ort zu speichern, sondern schnellstmöglich in die Ostsee abzuleiten.

Pressekontakt: Dr. Ina Walenda, mobil 0178 1309350

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PM 12/ 10. Mai 2016

Geltinger für Aufschub von Plänen des Landes zum Polderbau – zunächst Alternativen vergleichend prüfen

Geltinger für Aufschub von Plänen des Landes zum Polderbau – zunächst Alternativen vergleichend prüfen
Geäußert wurde die mit Zahlen belegte Besorgnis, der Polder sei für künftig zu erwartende Starkregenereignisse nicht ausreichend dimensioniert, die Berechnungen zur Wirtschaftlichkeit daher nicht realistisch.

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Vor einer endgültigen Entscheidung für eine Investition in einen Polder von über einer Millionen Euro an Steuergeldern müssten alternative Lösungen gleichberechtigt geprüft, von einem unabhängigen Gutachter bewertet und für die Bürger transparent dargestellt werden. Kritisiert wurde insbesondere, dass das zuständige Ministerium in Kiel das einstimmige Votum der eigens von ihr eingesetzten Arbeitsgruppe, dem „Bearbeitungsgebiet 23 Flensburger Förde“, die sich für eine alternative Lösung aussprach, abgelehnt hatte. Wie von den NaturFreunden Schleswig-Holsteins und der IG Land Wasser Gelting vorgestellt und favorisiert, sprachen sich die Geltinger für einen offenen, naturnahen Bachlauf mit Knick östlich entlang der Bebauung in Gelting aus. Damit bestehe für Gelting eine „einmalige historische Chance“ eventuelles Hochwasser sicher und naturverträglich abzuleiten. Diese Variante böte eine höhere Sicherheit, würde den Zielen europäischer Gewässerschutzvorgaben entsprechen, dem Naturschutz dienen und für mehr Wohnqualität sorgen. Dies zu vergleichbaren Kosten, wenn alle Folgekosten der Varianten berücksichtigt würden. Die Frage des Abends „Ist der geplante Polder für die Zukunft geeignet?“, wurde von knapp 150 Geltingern mit einem klaren „nein“ beantwortet. Die Diskussion fand trotz des emotionalen Themas in ruhiger sachlicher Atmosphäre statt.

Kontakte für die Medien:
Dr. Ina Walenda, mobil 0178 1309350
ina.walenda@naturfreunde-sh.de

Immo Buchholz, mobil 01725190006
immo-buchholz@t-online.de

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PM 11/ 6. Mai 2016

Info-Veranstaltung „Hochwasser-Problematik in Gelting“

Die InteressenGemeinschaft Land & Wasser aus Gelting und der Landesverband der NaturFreunde Schleswig-Holsteins laden zum 9. Mai 2016 um 19.00 Uhr in den Gasthof Gelting, Norderholm 28, zu einer Informationsveranstaltung nach 24395 Gelting/ Ostsee ein.

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Beide Vereine arbeiten an einer zukunftsweisenden, bezahlbaren und nachhaltigen Lösung für die Hochwasser-Problematik in Gelting und Umgebung. Gemeinsam mit den Bürgern und Bürgerinnen vor Ort soll nach der bestmöglichen ökologischen und ökonomischen Lösung gesucht werden.

Programm:
19:00 Uhr Begrüßung:
Peter Buchholz, Vorsitzender IG-LaWa-Gelting
19:10 Uhr Moderation, Information zum geplanten Ablauf
Dieter Neumann, Landesvorsitzender NaturFreunde LV S-H
19:15 Uhr Rückblick: Hochwasser 2011
Peter Buchholz, Vorsitzender IG-LaWa-Gelting
19:25 Uhr Die Polderlösung
Hans-Asmus Martensen, Vorsteher WaBoV Geltinger- und Stenderuper Au
19:40 Uhr Die Umgehungslösung
Dr. Ina Walenda, Geschäftsführerin NaturFreunde LV S-H Vertreter IG-LaWa-Gelting, Wasserbau-Ing.-büro (angefragt)
20:00 Uhr Alternative Lösung an Nachbargewässern – Beispiel Lipping Au
Jacob Möllgaard, Gewässer- u. Landschaftsverband Flensburger Förde
20:10 Uhr Die Bürger haben das Wort
21:00 Uhr Diskussion und Verabschiedung einer Resolution
21:30 Uhr Schlusswort
Peter Buchholz, Vorsitzender IG-LaWa-Gelting

Hintergrund:
Die letzten Überschwemmungen durch das Hochwasser sind in Gelting stets präsent, die Bevölkerung ist verunsichert und erwartet nachhaltige Lösungen. Seitens des Wasser- und Bodenverbandes ist als Lösung ein Polder als Wasserrückhaltebecken geplant. Die IG Land und Wasser Gelting hat sich als Ortsgruppe dem Landesverband der NaturFreunde angeschlossen. Diese halten den Polder für keineswegs sinnvoll und sehen darin auch keinen ausreichenden Schutz für die Bürger- und Bürgerinnen vor Hochwasser. Die IG befürwortet deshalb eine eigene Alternativlösung. Danach soll ein neuer Bachlauf von zirka 1200 Metern Länge als Entlastung und Umgehung hergestellt werden. Die Gesamtkosten für den Bürger würden dadurch sogar noch reduziert und das mit einem Mehr an Sicherheit. Die notwendigen Flächen werden vom betroffenen Landwirt zur Verfügung gestellt. Mit dem Aushub für das neue Gewässer könnte ein Knick als Abgrenzung und weiterer Hochwasserschutz angelegt werden. Für die Natur würden dadurch neue Flächen entstehen. Die IG vertritt den Standpunkt, das Wasser nicht im Ort zu speichern, sondern schnellstmöglich in die Ostsee abzuleiten.

Pressekontakt: Dr. Ina Walenda, mobil 0178 1309350

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PM 10/ 4. Mai 2016

Veranstaltung zum „Aktionsmonat Naturerlebnis“:
NaturFreunde Pinneberg laden zur Wanderung entlang der Trave ein

Die NaturFreunde Deutschlands e. V. haben die Trave zur Flusslandschaft der Jahres 2016/ 2017 ausgerufen. Um den Fluss und die Landschaft an der Trave kennenzulernen, laden die NaturFreunde Pinneberg e. V. zu einer naturschutzfachlich geführten Exkursion entlang der Trave ein.

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Die Wanderung führt auch durch Parks und Siedlungsbereiche:

Termin Donnerstag, 12. Mai 2016
Treffpunkt Bahnhof Pinneberg um 9.20 Uhr (bis Bad Oldesloe)
Länge der Wanderung 13,5 Kilometer 13,5 Kilometer
Rückfahrt 16.25 Uhr
Anmeldung/ Rückfragen Tel. 04101/ 34927 oder pinneberg@naturfreundesh.de

Mittags kehren die NaturFreunde zum Essen und zum gemütlichen Beisammensein in eine gemeinsam ausgewählte Gaststätte ein. Im „Aktionsmonat Naturerlebnis“ werden in jedem Mai des Jahres tausende von Besucherinnen und Besucher auch in Schleswig-Holstein durch die Natur geführt. Der Aktionsmonat ist Teil eines Umweltbildungsprojektes des bundesweiten Arbeitskreises der staatlich getragenen Bildungsstätten im Natur- und Umweltschutz (BANU). Die Aktionen finden zeitgleich auch in anderen Bundesländern statt.

Pressekontakt:
Rainer Naujox, Tel. 04101-34927 oder mobil 17692412969

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Positionspapier Gewässerschutz/ 1. Mai 2016

Positionspapier zur Umsetzung der EG-WRRL
Europäischer Gewässerschutz scheitert an der Landwirtschaftspolitik

Die 15jährige Frist, die die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) den einzelnen Ländern zur ihrer Umsetzung vorgeschrieben hatte, ist im Dezember 2015 abgelaufen.

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Die Richtlinie schreibt den guten ökologischen Zustand (biologisch, chemisch, strukturell) aller Gewässer als verbindliches Ziel vor. Doch die Zielerreichung liegt nach wie vor in weiter Ferne. Ursache sind die Nährstoffbelastungen aus der landwirtschaftlichen Tierhaltung, aber auch Rückstände von Pestiziden. Daher hat jetzt, im April 2016, die EU-Kommission gegen Deutschland ein Klageverfahren eingeleitet, weil die Nitratwerte im Grundwasser zu hoch sind. Bundesweit hätten nach der EG-Wasserrahmenrichtlinie rechtsverbindlich Flüsse, Seen, die Küstengewässer von Nord- und Ostsee sowie das Grundwasser im „guten ökologischen Zustand“ sein müssen. Nach den Zahlen des Bundesumweltministeriums verfehlen mehr als 90 Prozent der Oberflächengewässer und 38 Prozent des Grundwassers die vorgegebenen Ziele. Gemäß Umweltbundesamt stammen die Stickstoffeinträge in die Gewässer zu rund 70 Prozent und die Phosphoreinträge zu rund 50 Prozent aus der Landwirtschaft. Derartige Einträge führen in erheblichem Maße zu Verlusten an biologischer Vielfalt. Der Sachverständigenrat für Umweltfragen stellt fest, dass bei etwa der Hälfte der natürlichen und naturnahen Ökosysteme die kritische Grenze für Stickstoffeinträge schon längst überschritten ist. Die NaturFreunde Deutschlands kritisieren das chronische Scheitern der Gewässerschutzpolitik. Die politisch Verantwortlichen wagen es nicht, bestehende verbindliche Vorgaben zur Nährstoffreduktion im Bereich der Landwirtschaft umzusetzen. Seit den 70iger Jahren kommt man gegenüber den Interessen der Agrarlobby kaum einen Schritt voran. Mit dem für die Agrarindustrie bequemen „Prinzip Freiwilligkeit“ muss in Anbetracht der Nichtumsetzung endlich Schluss sein. Die NaturFreunde Deutschlands fordern den Vollzug der EG-WRRL. Um den Gewässerschutz voran zu bringen, muss insbesondere die Intensivtierhaltung begrenzt werden. Denn trotz zu hoher Nitratwerte werden auch in Regionen, in deren Gewässern bereits die verbindlichen Grenzwerte überschritten werden, weiterhin Ställe gebaut. Durch die Ausbringung von Gülle aus der Intensivtierhaltung gelangen große Mengen an Stickstoff, vor allem als Nitrat, über den Boden ins Grundwasser, um von dort in Bäche und die Meere zu gelangen. Zusätzlich zur Gülle-Ausbringung werden auch noch stickstoffhaltige Mineraldünger und Gärreste aus Biogasanlagen, für die es bisher keine Grenzwerte gibt, ausgebracht. Hier muss das Düngerecht novelliert werden. Das Gesetzeswerk WRRL hat gezeigt, dass eine Vielzahl an planerischen Instrumenten und Öffentlichkeitsbeteiligung kein Garant für einen besseren Gewässerschutz ist, wenn der politische Wille zur Umsetzung fehlt. Der Weg zu guten Gewässern kann nur mit einem Richtungswechsel in der Landwirtschaftspolitik gelingen.

Das heißt: neben dem Vollzug des Gewässerschutzrechts insbesondere

  • eine flächengebundene Tierhaltung,
  • weitergehende Vorgaben für die Düngung,
  • die Nutzung fiskalischer Instrumente (Steuern und Abgaben) und
  • die Abschaffung fehlgerichteter ökonomischer Anreize wie pauschale
  • Direktzahlungen (Agrarreform).
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PM 9/ 29. April 2016

Einladung zur Info-Veranstaltung „Hochwasser-Problematik in Gelting“

Die InteressenGemeinschaft Land & Wasser aus Gelting und die NaturFreunde SchleswigHolsteins laden zur Informationsveranstaltung nach Gelting/ Ostsee ein. Beide Vereine arbeiten an einer zukunftsweisenden, bezahlbaren und naturschutzfachlich attraktiven Lösung für die Hochwasser-Problematik in Gelting und Umgebung.

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Diese soll – wie auch die vom zuständigen Wasser- und Bodensverband beschlossene Lösung - vorgestellt werden. Gemeinsam mit den Bürgern und Bürgerinnen vor Ort soll nach der bestmöglichen ökologischen und ökonomischen Lösung gesucht werden.

Zeit Montag, 9. Mai 2016 um 19.00 Uhr
Ort 24395 Gelting/ Ostsee, Gasthof Gelting, Norderholm 28
Mit Wasser- und Bodenverband Geltinger- und Stenderuper Au
Landschaftsverband Flensburger Förde
N. N. Wasserbauingenieurbüro
IG Land Wasser Gelting
NaturFreunde LV Schleswig-Holsteins

Hintergrund:
Die letzten Überschwemmungen durch das Hochwasser sind in Gelting stets präsent, die Bevölkerung ist verunsichert und erwartet nachhaltige Lösungen. Seitens des Wasser- und Bodenverbandes ist als Lösung ein Polder als Wasserrückhaltebecken geplant. Die IG Land und Wasser Gelting hat sich als Ortsgruppe dem Landesverband der NaturFreunde angeschlossen. Diese halten den Polder für keineswegs sinnvoll und sehen darin auch keinen ausreichenden Schutz für die Bürger- und Bürgerinnen vor Hochwasser. Die IG befürwortet deshalb eine eigene Alternativlösung. Danach soll ein neuer Bachlauf von zirka 1200 Metern Länge als Entlastung und Umgehung hergestellt werden. Die Gesamtkosten für den Bürger würden dadurch sogar noch reduziert und das mit einem Mehr an Sicherheit. Die notwendigen Flächen werden vom betroffenen Landwirt zur Verfügung gestellt. Mit dem Aushub für das neue Gewässer könnte ein Knick als Abgrenzung und weiterer Hochwasserschutz angelegt werden. Für die Natur würden dadurch neue Flächen entstehen. Die IG vertritt den Standpunkt, das Wasser nicht im Dorf zu speichern, sondern schnellstmöglich in die Ostsee abzuleiten.

Pressekontakt: Dr. Ina Walenda, mobil 0178 1309350

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PM 8/ 28. April 2016

NaturFreunde Pinneberg laden ein zur Exkursion durch Wald und Moor

Die NaturFreunde Pinneberg e. V. laden in Kooperation mit der Volkshochschule Pinneberg zur geführten Exkursion ein. Auf dem Programm stehen ausführliche naturschutzfachliche Erläuterungen zu Vegetation und Landschaft – so zur moortypischen Vegetation, zu Renaturierungsmaßnahmen sowie zur Entstehung der Dünenlandschaft.

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Die Wanderung führt durch den Wald Klövensteen und durch das Buttermoor und Butterbargsmoor. Anschließend geht es zum Urstromtal der Elbe und den Sanddünen in Holm. Für den Nachmittag ist ein gemütliches Beisammensein im Café Bleibe in Holm geplant.

Termin Samstag, den 7. Mai 2016
Treffpunkt Bahnhof Pinneberg
Uhrzeit 9.30 Uhr
Länge der Wanderung 15 Kilometer
Kosten 3,50 € pro Person
Anmeldung Tel. 04101/ 34927 oder pinneberg@naturfreunde-sh.de

Die Exkursion findet im Rahmen des bundesweiten „Aktionsmonat Naturerlebnis“ statt. Im Aktionsmonat Naturerlebnis werden in jedem Mai des Jahres tausende von Besucherinnen und Besuchern auch in Schleswig-Holstein durch die Natur geführt. Der Aktionsmonat ist Teil eines Umweltbildungsprojektes des bundesweiten Arbeitskreises der staatlich getragenen Bildungsstätten im Natur- und Umweltschutz (BANU). Die Aktionen finden zeitgleich auch in anderen Bundesländern statt.

Pressekontakt: Rainer Naujox, mobil 176 92412969

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PM 7/ 27. April 2016

Novelle des Landesnaturschutzgesetzes für mehr biologische Vielfalt

„Mit der Novellierung des Landesnaturschutzgesetzes hat das Land wichtige Schritte zurück zu einem nachhaltigen Schutz unserer heimischen Natur und dem Erhalt der biologischen Vielfalt getan“, lobt Dieter Neumann, Landesvorsitzender der NaturFreunde, Landesverband Schleswig-Holstein e. V.

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„Jetzt kommt es darauf an, das Gesetz mit Leben zu füllen und es auch in der Praxis durchzusetzen.“ So sind zahlreiche Verbesserungen für den Schutz der biologischen Vielfalt im Land enthalten wie der Erhalt des arten- und strukturreichen Dauergrünlandes durch die Aufnahme in den Kreis der geschützten Biotope, die Verpflichtung zur Vorlage eines Biodiversitätsberichtes, einer Berücksichtigung von Grünordnungs- und von Landschaftsrahmenplänen und das öffentliche Vorkaufsrecht für naturschutzfachlich besonders wertvolle Flächen. Erfreulich sei auch die Erkenntnis, die Aus- und Weiterbildung der Behörden im Naturschutz verstärkt zu fördern, dies müsse über die Fachbehörden hinaus als Querschnittsaufgabe der gesamten Verwaltung implementiert werden, so die NaturFreunde Schleswig-Holsteins. „Besonders haben wir uns gefreut, dass unsere Forderung nach einem 3000 Meter Abstand zu gentechnisch veränderten Organismen zu Naturschutzflächen berücksichtigt wurde. Das ist ganz wichtig für die ungestörte Entwicklung von Rückzugsräumen für viele Arten“„ so Dieter Neumann weiter. Kritik äußern die NaturFreunde an dem weiterhin bestehenden Betretungsverbot der freien Feldmark. „Der freie Zugang zur offenen Landschaft gehört für uns zu einer demokratischen Gesellschaft dazu und darf kein Privileg der Landeigentümer bleiben. Er ermöglicht es allen Erholungssuchenden, die Natur zu erleben. Hier muss nachgebessert werden“, stellt Neumann abschließend fest. „Es kann nicht sein, dass die Kinder in z. B. Bayern ihre Drachen steigen lassen können und in Schleswig-Holstein dürfen sie das nicht.“

Pressekontakt: Dr. Ina Walenda, mobil 0178 1309350

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PM 6/ 22. April 2016

AbL und NaturFreunde fordern Gentechnik-Auskreuzung sicher zu verhindern

Die vom MELUR angeordneten Nachsorge-Kontrollen von fünf Jahren für die versehentlich mit Gentechnik-Raps kontaminierten Flächen in Schleswig-Holstein reichen nicht aus. Zu diesem Schluss kommen die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und NaturFreunde Landesverband Schleswig-Holstein e. V.

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„Um Risiken ausschliessen zu können, müssen die kontaminierten Flächen mindestens 15 Jahre lang beprobt werden“, fordert Dieter Neumann, Landesvorsitzender der NaturFreunde Schleswig-Holsteins. Rapssaatgut habe ein hohes Ausbreitungspotential und könne mindestens 15 Jahre lang keimfähig im Boden überdauern. „Die landwirtschaftliche Erzeugung erfordert Gentechnk freies Saatgut. Jede Verunreinigung birgt unkalkulierbare Risiken für Umwelt, Lebensmittelsicherheit, aber auch ökonomische Risiken für Bäuerinnen und Bauern im Falle einer Kontamination“, so Annemarie Volling von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft. Natürlich dürfe auf diesen Flächen auch kein konventioneller Raps angebaut werden. Darüber hinaus fordern die beiden Verbände AbL und NaturFreunde den Minister auf, die kontaminierten Flächen Flurstückgenau bekannt zu geben. Dazu sei das MELUR laut Umweltinformationsgesetz nach einem Gerichtsurteil aus 2009 sogar verpflichtet (OVG, Az: 4 LA 101/09). Entsprechende Informationen seien für Landwirte, aber auch für den Naturschutz, Gärtner und Imker von Bedeutung.
Hintergrund:
Im Herbst 2015 wurde in acht Bundesländern konventionelles Rapssaatgut mit gentechnischen Rapsverunreinigungen ausgesät. Insgesamt waren in Deutschland 49 Parzellen mit jeweils 10 m² verteilt auf zehn Standorte betroffen. Auf diesen Flächen hatte eine französische Saatzuchtfirma Prüfungen für die Sortenregisteranerkennung ihrer konventionellen Winterrapssorte durchgeführt. Betroffen sind die Länder Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, SchleswigHolstein und Thüringen.

Pressekontakt:
Dr. Ina Walenda, mobil 0178 1309350 (NaturFreunde)
Annnemarie Volling, mobil 0160 96760146 (AbL)

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PM 5/ 16. April 2016

Landeskonferenz der NaturFreunde Schleswig-Holsteins:
Delegierte fordern verbesserten Gewässerschutz und eine umweltverträglichere Landwirtschaft - Neumann wiedergewählt, neue Landesgeschäftsführerin

Auf ihrer zweitägigen Landeskonferenz im NaturFreundehaus auf dem Priwall am Wochenende forderten die NaturFreunde Schleswig-Holsteins mehr Anstrengungen der Politik für saubere Gewässer im Land.

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Hierzu wollen die NaturFreunde selbst mit ihrem Aufgabenschwerpunkt „Trave – Flusslandschaft der Jahre 2016/17“ gemeinsam mit dem Landessportfischerverband beitragen. „Trotz rechtsverbindlicher europäischer Vorgaben zum Gewässerschutz ist in SchleswigHolstein auch nach 15 Jahren des Inkrafttretens der EG-Wasserrahmenrichtlinie aufgrund zu hoher Nitratbelastungen noch immer die Hälfte des Grundwassers in einem schlechten Zustand“, stellte der Landesvorsitzende der NaturFreunde Schleswig-Holseins Dieter Neumann fest. „Leider ist keine Trendwende erkennbar, hier ist der Umweltminister in der Pflicht.“ Als Haupthemmnisse für den „guten ökologischen Zustand“ von Seen, Küstengewässern und dem Grundwasser nannten die NaturFreunde die Konzentration der landwirtschaftlichen Tierhaltung mit ihrer immensen Gülleflut und Stickstoffüberschüsse infolge von chemisch-synthetischer Mineraldüngung. Notwendig sei eine flächenangepasste Tierhaltung, um die Gülleflut zu begrenzen. Die massiven Einträge an Stickstoff über die Gülle belasten alle Gewässer und verhindern die biologische Vielfalt. Ausdrücklich unterstützen die NaturFreunde die von Landwirtschaftsminister Habeck vorgeschlagene Einführung einer Stickstoffabgabe. Zur bevorstehenden Entscheidung über eine Neuzulassung des Breitbandherbizids Glyphosat wurde ein „Totalverbot statt Totalherbizid“ gefordert. Glyphosat stehe für ein falsches landwirtschaftliches System und dürfe nicht wieder zugelassen werden, da die gesundheitlichen Risiken unverantwortbar seien. Glyphosat sei wesentlich für die Verarmung der Kulturlandschaft mitverantwortlich. Einstimmig wurde Dieter Neumann für weitere drei Jahre in seinem Amt wiedergewählt. Bestätigt wurden die weiteren Vorstandsmitglieder Gerhard Bartel als Stellvertreter, Dr. Karlheinz Eckert als Kassierer, Heimke Kohn als seine Stellvertreterin und Ilse Neumann für die Landesjugendleitung. Neu gewählt wurde der Bordesholmer Hans-Jörg Lüth als stellvertretender Vorsitzender für den aus beruflichen Gründen ausgeschiedenen Jörg Lambrecht. Zur Professionalisierung der umweltpolitischen Lobbyarbeit und insbesondere auch zur Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit beschlossen die Delegierten die Einrichtung einer Geschäftsstelle in der Landeshauptstadt Kiel sowie die Berufung von Dr. Ina Walenda zur Landesgeschäftsführerin. Dieter Neumann kündigte an, dass die NaturFreunde sich in den kommenden Jahren auch auf Landesebene in die Umwelt- und Naturschutzpolitik einmischen werden. „Ich sehe da dringenden Handlungsbedarf in der Landespolitik und auch in der Verbandsszene“, erklärte Neumann. „Wir wollen die unsinnige Trennung von „guten“ Naturschützern und „bösen“ Naturnutzern überwinden helfen, indem wir mit allen Verbänden, die sich auch für den Schutz von Natur und Umwelt engagieren, zusammenarbeiten.“ Eine neue Fachgruppe für Umwelt- und Naturschutz habe bereits ihre Arbeit aufgenommen.

Pressekontakt: Dr. Ina Walenda, mobil 0178 1309350

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Resolution Agrarwende/ 16. April 2016

Wir brauchen eine ökologische Wende in der Landwirtschaft

Mit Sorge betrachten die Delegierten der Naturfreunde, Landesverband Schleswig-Holstein e. V., den Verlust an biologischer Vielfalt und wertvollen Lebensräumen in Schleswig-Holstein und die Verarmung unserer Kulturlandschaft zu einer Produktionsfläche für die Agrarindustrie.

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Die Landeskonferenz der NaturFreunde Schleswig-Holsteins fordert die Landesregierung auf, sich neben der Energiewende für eine ökologische Wende in der Landwirtschaft einzusetzen. Hierzu gehören:

  • eine flächenangepaßte Tierhaltung, um die Gülleflut zu begrenzen. Die massiven Einträge an Stickstoff über die Gülle führen zu einer Nivellierung der Standortbedingungen. Sie verhindern die biologische Vielfalt und belasten alle Gewässer. Einen Gülletourismus lehnen die NaturFreunde ab, stattdessen brauchen wir strenge Auflagen für das Einarbeiten der Gülle sowie wirksame Kontrollen der aufgebrachten Mengen;

  • die Durchführung einer Kampagne zur Reduzierung des Fleischkonsums. Dadurch könne der Flächenbedarf für Futtermittel, die Tierbestände und entsprechenden Schadstoffemissionen reduziert werden;

  • Vielfalt auf dem Acker statt Mais-Monokulturen. Dazu gehört, den Anbau von Leguminosen sowohl über die Förderpolitik als auch über entsprechende Züchtungsprogramme zu unterstützen;

  • die Überarbeitung/ Konkretisierung der "guten landwirtschaftlichen Praxis": So muss die Tierhaltung in einem ausgewogenen Verhältnis zum Pflanzenbau stehen. Eine regional maximale zulässige Viehbesatzstärke (Großvieheinheiten pro Hektar) muss verbindlich werden, ebenso Fruchtfolgen statt Monokulturen, darüber hinaus Beschränkungen der Verwendung von Ödland und naturnahen Flächen für intensive landwirtschaftliche Nutzung;

  • Stickstoffüberschüsse infolge von chemisch-synthetischer Mineraldüngung und nicht sachgemäßer organischer Düngung drastisch zu reduzieren. Die Einführung einer Stickstoffabgabe wie vom Landwirtschaftsminister initiiert, wird unterstützt;

  • die Forschung für ökologische Anbaumethoden massiv auszubauen und die landwirtschaftliche Forschung auf Öko ausrichten statt auf ökonomischer Effizienz sowie eine noch stärkere Unterstützung für den Ökologischen Landbau und dessen Vermarktung.

  • sämtliche Agrarzahlungen konsequent auf Gewässerschutz, tiergerechte Haltung und biologische Vielfalt auszurichten. Nicht für den bloßen Grundbesitz darf es öffentliche Fördermittel geben, sondern nur, wenn für die Steuergelder auch gesellschaftliche Gegenleistungen wie der Erhalt der Kulturlandschaft und eine unsere Natur und Umwelt weniger belastende Landwirtschaft erbracht werden.

  • Die Naturfreunde Schleswig-Holstein fordern die Landesregierung und die politischen Parteien des Landtages auf, sich für eine entsprechende Umsetzung im Interesse der Gesamtgesellschaft, aber auch der Landwirte, denen eine dauerhafte Perspektive geboten werden muss, einzusetzen. Weiterhin schlagen sie einen "Runden Tisch" im zuständigen Ministerium mit allen Beteiligten aus Landwirtschaft, Verbraucherschutz, Politik und Umwelt- und Naturschutz vor.

Begründung:
Die Landwirtschaft macht in Schleswig-Holstein etwa 70 Prozent der Landesfläche aus. Davon werden rund 95 Prozent intensiv landwirtschaftlich genutzt. Unbestritten, so steht es auch in den Berichten und Meldungen der Landesregierung, gilt die Intensiv-Landwirtschaft als Artenkiller Nr. 1. Sie ist der Hauptverursacher des Rückgangs der biologischen Vielfalt. Ursache sind auch die viel zu hohen Stickstoff-Belastungen aus der landwirtschaftlichen Tierhaltung bzw. die mit diesen Vorgaben nicht kompatible "gute fachliche Praxis" der Landwirtschaft. Der jüngste Artenschutzbericht des Landes aus 2015 macht zudem deutlich, dass die Biodiversität durch die immer schneller voran schreitende Verarmung der Landschaft leidet.
Die Delegierten fordern eine Trendwende hin zu einem "guten ökologischen Zustand" für alle Gewässer – so wie es die Europäische Wasserrahmenrichtlinie rechtsverbindlich fordert, aber in Schleswig-Holsein nicht umgesetzt ist. Dazu sind regionale Obergrenzen bei der landwirtschaftlichen Tierhaltung, restriktivere verbindliche Maßnahmen und Kontrollen zur Düngung und beim Pflanzenschutz erforderlich. Haupthemmnis für die jetzigen Umsetzungsdefizite ist die fortbestehenden intensive Landnutzung.
Auch der jüngste Nährstoffbericht des Landes aus dem Jahr 2014 spricht eine deutliche Sprache: "Die vorliegende Auswertung der Monitoringergebnisse zeigt, dass in Schleswig-Holstein in allen Gewässerkategorien die Vorgaben für Nährstoffkonzentrationen überschritten werden." Die Ergebnisse des Berichtes belegen, dass die landwirtschaftliche Praxis nicht im Einklang mit den Erfordernissen des Umwelt- und Naturschutzes steht. Damit liegen zudem die Gewässerschutzziele für den "guten chemischen Zustand", wie ihn die EG-Wasserrahmenrichtlinie rechtsverbindlich vorgibt, in weiter Ferne. Eine rechtsverbindliche Ökologisierung der Landnutzung, so durch eine Konkretisierung der "guten fachlichen Praxis" ist überfällig. Das Freiwilligkeitsprinzip hat kläglich versagt.
Mit ihrer Novelle des Landesnaturschutzgesetzes hat die Landesregierung die Artenvielfalt und die Gewässer besser schützen wollen. Neben Verbesserungen wie eine Positiivliste bei Eingriffen, Biotopverbundsystem, Knickschutzbestimmungen und breiterem Küstenschutzstreifen hat sie es nach Auffassung der NaturFreunde versäumt, der intensiven Landwirtschaft als Hauptverursacher für den Artenschwund strengeren rechtlichen Regelungen zu unterwerfen. Die Möglichkeit dafür hätte über § 3 des Landesnaturschutzgesetzes aber durchaus bestanden.

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PM 4/ 16. April 2016

Glyphosat steht für ein falsches landwirtschaftliches System
Glyphosat - Totalverbot statt Totalherbizid

Die NaturFreunde Schleswig-Holstein e. V. wollen das Breitbandherbizid Glyphosat grundsätzlich vom Acker verbannen - unabhängig von den aktuellen Differenzen zwischen den Bundesbehörden, der Weltgesundheitsorganisation und der Wissenschaft über die gesundheitlichen Auswirkungen. Über den Verdacht hinaus krebserregend zu wirken, gibt es weitere gute Gründe:

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  • Glyphosat vernichtet die biologische Vielfalt - das Totalherbizid vernichtet alles Lebendige auf dem Acker. Die Tierwelt findet deshalb keine Nahrung mehr. Glyphosat vernichtet Lebensräume: Auf den behandelten Äckern verschwinden alle Pflanzen – auch solche, die Insekten wie Schmetterlingen oder Bienen Nahrung bieten. Wo die Insekten fehlen, leiden Vögel und andere Wildtiere unter Nahrungsmangel.
  • War Glyphosat einst eine Notfallmaßnahme für schwierige Unkräuter, ist der Umgang mit Glyphosat in der landwirtschaftlichen Praxis zunehmend sorgloser geworden. Es ist das meist verkaufte Unkrautvernichtungsmittel der Welt. Die Agrarchemikalie gelangt deshalb immer häufiger nicht nur in die Umwelt, sondern auch in den Körper von Mensch und Tier. Pestizide gehören grundsätzlich nicht in das Blut oder den Urin von Mensch und Tier und auch nicht in Lebens- und Futtermittel – unabhängig von einer kanzerogenen oder hormonellen Wirkung.
  • In Europa, auch in Schleswig-Holstein, klagen Viehhalter über kranke Kühe und missgebildete Ferkel aufgrund von glyphosathaltigem Futter.

  • Glyphosat steht einer von weiten Teilen der Bevölkerung gewünschten Agrarwende entgegen, denn es fördert und begünstigt industrielle Strukturen im Ackerbau.

  • Solange die Hersteller die Unbedenklichkeit ihrer Produkte weitgehend selbst bescheinigen dürfen, es keine unabhängigen Gutachten gibt, die Nähe zwischen Industrie und Behörden so groß ist wie derzeit, besteht kein Anlass, auf neue behördliche Erkenntnisse zu warten und deren Entscheidungen zu vertrauen.

Diese Resolution wurde vor dem Hintergrund der voraussichtlich Anfang Mai fallenden Entscheidung der EU-Kommission über eine Neuzulassung von Glyphosat einstimmig verabschiedet.

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PM 3/ 19. März 2016

NaturFreunde Deutschlands und Deutscher Angelfischerverband rufen die Trave zur Flusslandschaft 2016-2017 aus

Die feierliche Zeremonie im Kreishaus in Bad Oldesloe nahmen die Präsidentin des Deutschen Angelfischerverbandes, Dr. Christel Happach-Kasan, und der Bundesvorsitzende der NaturFreunde Deutschlands, Michael Müller, vor. Die Trave übernimmt damit die Nachfolge der Argen in Bayern als bisherige Flusslandschaft.

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Eine Delegation von der Argen führte die Übergabe mit Argen-Wasser durch, das feierlich in die Trave geschüttet wurde. Beide Verbände werben für den Schutz der Natur insbesondere in Fließgewässern und die Umsetzung der EUWasserrahmenrichtlinie. Diese hat nicht nur die Verbesserung der Wasserqualität zum Ziel sondern genauso die Struktur der Gewässer, ihren natürlichen Verlauf, die Durchgängigkeit der Fließgewässer, naturnahe Ufer als Voraussetzung für Artenvielfalt und Biodiversität. Angebote zur Umweltbildung, zum Naturerleben haben das Ziel, Wissen zu vermitteln und die in der Region lebenden Menschen einzubeziehen. Hierbei können Umweltbildungsangebote zum Gewässerschutz und neue Natura-Trails dem besseren Umgang mit der Natur dienen. „Wir wollen für einen guten Zustand aller Gewässer werben und mit konkreten Projekten gemeinsam mit den örtlichen Akteuren und Behörden einen Beitrag zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie leisten“, erklärte Dieter Neumann, Landesvorsitzender der NaturFreunde Schleswig-Holstein. „Wir setzen uns mit unseren Aktivitäten für eine sachorientierte Fortentwicklung dieses biologisch ausgesprochen wertvollen Fließgewässer-Lebensraumes ein. Hierbei wollen wir uns neben dem Schutz und der Verbesserung auch für die nachhaltige Nutzung der nachwachsenden Rohstoffe, insbesondere der Fische, engagieren.“, erklärte Peter Heldt, Präsident des Landessportfischerverbandes Schleswig-Holstein. Unter den rund 90 Teilnehmern befanden sich zahlreiche Vertreter aus Politik und Verwaltung wie Heinz Hartmann (stellv. Kreispräsident des Kreises Stormarn), Rainer Fehrmann (Bürgerworthalter Bad Oldesloe), Politiker und Abgeordnete, die Vorsitzende der Stiftung Naturschutz Sandra Redmann, MdL, der Direktor des LLUR Matthias HoppeKossak, Vertreter des Umweltministeriums, von Behörden und Gemeinden, von Umweltorganisationen, örtlichen Vereinen und Verbänden. Bereits seit dem Jahr 2000 führen die NaturFreunde Deutschlands und der Deutsche Angelfischerverband (DAFV) in verschiedenen Bundesländern Aktionen zum Erhalt und zur Förderung von Flusslandschaften durch - mit der Trave jetzt erstmals in SchleswigHolstein (www.flusslandschaft.naturfreunde.de).

Pressekontakte:
Dr. Ina Walenda, mobil 0178 1309350 (NaturFreunde S-H)
Sönke Rother, mobil 0179 1392683 (LSFV)

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PM 2/ 18. März 2016

Die Trave wird Flusslandschaft der Jahre 2016/17

Berlin, 18. März 2016 – Am 19. März wird in Bad Oldesloe die Trave zur Flusslandschaft der Jahre 2016/17 ernannt. NaturFreunde Deutschlands und Deutscher Angelfischerverband rufen alle zwei Jahre eine neue Flusslandschaft aus, um die Bevölkerung für die ökologische, ökonomische und soziokulturelle Bedeutung der Flüsse zu sensibilisieren. Details zur Proklamation: www.naturfreunde.de/proklamation-flusslandschaft-trave

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Der Trave, mit 124 Kilometern der zweitlängste Fluss Schleswig-Holsteins, ist einschließlich anliegender Naturschutzgebiete in das europäische Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 integriert. Für den Naturschutz ist diese Flusslandschaft insbesondere durch ihre weiträumig miteinander verbundenen unterschiedlichen Lebensraumtypen interessant. Das gesamte Gewässersystem hat ein Einzugsgebiet von 2.676 Quadratkilometern. Hier leben zum Beispiel der vom Aussterben bedrohte Fischotter und der streng geschützte Moorfrosch. Eckhart Kuhlwein, umweltpolitischer Sprecher der NaturFreunde Deutschlands, betont, dass die Auszeichnung der Trave nicht nur dem Gewässer dient: „Wir wollen mit der Kampagne ‚Flusslandschaft des Jahres‘ auch darauf hinweisen, dass wir mit dem knappen Gut Wasser sehr viel schonender und sorgsamer umgehen müssen. Das ist eine der großen Zukunftsfragen der Menschheit, die immer mehr über den Frieden entscheidet. Auch die aktuellen Migrationsbewegungen sind eine scharfe Warnung, dass wir die natürlichen Lebensgrundlagen der Menschheit schützen müssen.“ Michael Müller, Bundesvorsitzende der NaturFreunde Deutschlands: „Das Jahr 2016 wird zum Jahr des Anthropozäns, des Menschenzeitalters. Dass der Mensch erstmals zum stärksten Treiber geoökologischer Prozesse wurde, ist ein alarmierender Hinweis. Der Mensch überschreitet die planetarischen Grenzen. Damit steigt unsere Verantwortung für künftige Generationen. Das Thema Wasser gehört dazu. Mit der Flusslandschaft Trave setzen wir ein Zeichen im Anthropozän. Nicht mehr Wachstum um jeden Preis, sondern Schutz und Bewahrung werden über unser Leben entscheiden.“
Mehr Informationen zur Flusslandschaft: www.flusslandschaft.naturfreunde.de

Rückfragen bitte an
NaturFreunde Deutschlands
Verband für Umweltschutz, sanften Tourismus, Sport und Kultur
Michael Müller
Bundesvorsitzender
0172 246 21 25
mueller@naturfreunde.de
www.presse.naturfreunde.de

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PM 1/ 9. März 2016

Einladung an die Medien zum 19. März 2016 ab 11.00 Uhr in Bad Oldesloe
Proklamation: „Die Trave - Flusslandschaft 2016/2017“

Sehr geehrte Damen und Herren,

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der Deutsche Angelfischerverband (DAFV) und die NaturFreunde Deutschlands (NFD) haben die Trave zur „Flusslandschaft der Jahre 2016/2017“ ausgerufen. Zum Start und zur Vorstellung unseres gemeinsamen zweijährigen Projektes laden wir Sie zur Auftaktveranstaltung nach Bad Oldesloe ein. Ab 11:00 Uhr werden Kurzreferate in die Besonderheiten dieses außergewöhnlichen Gebietes einführen. Anschließend stellen wir Ihnen unsere geplanten Aktionen an der Trave vor, bevor um etwa 13.30 Uhr - geeignet als Fototermin - eine Wasserübergabe von der Argen („Flusslandschaft der Jahre 2014/ 2015“) an die frisch gekürte Flusslandschaft stattfindet. Bereits seit dem Jahr 2000 führen NFD und DAFV in verschiedenen Bundesländern Aktionen zum Erhalt und zur Förderung von Flusslandschaften durch - mit der Trave jetzt erstmals in Schleswig-Holstein. Ziel ist es jeweils, die Bevölkerung auf die ökologische, ökonomische und soziokulturelle Bedeutung der Flüsse und der sie umgebenden Landschaften aufmerksam zu machen.

Zeit: Samstag, 19. März 2016 ab 11.00 Uhr
Ort: 23843 Bad Oldesloe, Kreissitzungssaal, Mommsenstraße 13
Mit: dem Landrat des Kreises Storman, Herr Klaus Plöger
dem Bundesvorsitzenden der NaturFreunde Deutschlands, Herrn Michael Müller
der Bundesvorsitzenden des Deutschen Angelfischerverbands, Frau Dr. Christel Happach-Kasan
Vertreter der örtlichen und überörtlichen Verbände
sowie hoffentlich zahlreichen Gästen

Zu dieser Veranstaltung, gern auch zur Wanderung ab 14.00 Uhr, laden wir Sie herzlich ein. Über eine Rückmeldung zur Teilnahme wären wir dankbar. (Anlage Programm) Pressekontakt: Dr. Ina Walenda, (0178-1309350); Sönke Rother (0179-1392683, LSFV)

NaturFreunde Deutschlands
Landesverband Schleswig-Holstein e. V.
Lorentzendamm 16
24103 Kiel
Tel. 01781309350
ina.walenda@naturfreunde-sh.de
www.naturfreunde-sh.de

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