Igelhaus aus Holz

Das wird benötigt:

  • unbehandelte Holzplatten (Stärke: 2 cm, z.B. Lärche)
  • Stichsäge
  • Sandpapier (60er)
  • besandete Dachpappe
  • Scharniere oder Klavierband
  • Holzschrauben (Länge: 35 mm, Breite: 4 mm)
  • Nägel oder Handtacker
  • Akkuschrauber
  • Hammer

Außerdem:

  • Bleistift
  • Lineal & Winkel zum Anzeichnen
  • Cuttermesser
  • Trockene Blätter oder Heu/Stroh zum Auspolstern
Schritt 1:   

Mit Lineal, Winkel und Bleistift werden die Maße (siehe PDF Datei) auf die Holzplatten übertragen.

Schritt 2:

Die verschiedenen Teile mit der Stichsäge ausschneiden und die Kanten mit dem Sandpapier glätten, damit sich weder Igel noch andere Kleintiere daran verletzen können.

Schritt 3:

Die Dachpappe wird mit 5 cm Überstand zu allen Seiten passend zur Dachplatte mit dem Cuttermesser zugeschnitten. Die überlappenden Ecken werden ausgeschnitten damit sie später nicht brechen. Anschließend werden die überstehenden Seiten umgeschlagen und entweder mit Nägeln oder dem Tacker befestigt.

Schritt 4:

Die Bauteile für die Hauswände miteinander verschrauben. Angefangen wird mit der Vorderseite, den Seitenteilen und der Trennwand. Anschließend wird die Rückseite angeschraubt. Zum Schluss kommen das Dach und die zugehörigen Scharniere. Wer möchte kann auch noch eine Bodenplatte unter das Haus schrauben, damit der Igel bei starkem Regen auch von unten trocken bleibt. Alternativ kann das Haus aber
auch einfach auf sandigen Boden oder Kies gestellt werden.

Schritt 5:

Jetzt muss nur noch die Schlafkammer mit trockenem Laub, Stroh oder ähnlichen Materialien ausgestattet werden. Natürlich kann man das Haus auch noch bemalen.Dabei sollte man allerdings auf umweltfreundliche Farben achten, die mit dem „Blauen Engel“ gekennzeichnet sind.

Schritt 6:

Das fertige Haus muss jetzt nur noch an einem ruhigen und geschützten Ort aufgestellt werden. Zudem kann das Haus noch mit Naturmaterialien verkleidet werden, damit es sich in die Umgebung besser eingliedert. Zudem dient diese Verkleidung gleichzeitig als zusätzliche Isolation für den Igel.

 

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Igelhaus aus Stein

Das wird benötigt:

  • ausreichend Zoegel-, Beton- oder Natursteine, Holzstücke
  • Eine große Gehwegplatte (50 cm x 50 cm) oder
  • ein entsprechend großes Brett und eine Plastikplane

Außerdem:

  • Zollstock
  • Hammer und Nägel alternativ Handtacker
  • ggf. große Steine zum Beschweren des Dachs

Schritt 1:   

Als Erstes muss ein geeigneter Platz für das Igelhaus gefunden werden. Es sollte keine Kuhle im Inneren des Hauses sein, da sich dort Wasser bei schlechtem Wetter ansammelt. Dem kann entgegen gewirkt werden, indem man entweder den Boden mit einer Mischung aus Sand und Kies oder Holzschnitzeln erhöht, ein Brett auf den Boden legt oder eine Plastikfolie einlegt. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass in der Folie ein paar kleine Löcher sind, damit evtl. eingedrungenes Wasser ablaufen kann und der Igel nicht ertrinkt. Außerdem sollte der gewählte Standort ruhig und geschützt liegen.

Schritt 2:

Nachdem der richtige Standort gefunden ist, geht es an den Bau des Hauses. Hierfür werden die Steine so aufeinander geschichtet, dass der Innenraum des Quartiers 30 cm x 30 cm x 30 cm groß ist, damit eine ausreichende Isolierung möglich ist. Der 10 cm x 10 cm große Eingang bietet auch dem größten Igel Zugang aber lässt größere Räuber nicht hinein. Er sollte zur wetterabgewandten Seite liegen. Wenn das Haus aus Natursteinen und Holzstücken gebaut wird, muss darauf geachtet werden, dass der Bau stabil steht und nicht wieder einstürzt. Als Schutz vor Wind und Regen müssen die Lücken in den Wänden gründlich mit Erde gestopft werden. Zusätzlich können bei allen Varianten die Wände mit Styropor oder Pappe noch weiter isoliert
werden.

Schritt 3:

Als Dach dient entweder eine 50 cm x 50 cm große Gehwegplatte oder ein Holzbrett, das vorher mit einer Plastikplane bedeckt wurde. Damit die Plane bei Wind nicht weg weht, wird sie entweder mit einem Handtacker oder Hammer und Nägeln am Brett befestigt. Überstehende Folie kann hierbei als weiterer Regenablauf dienen. Wenn man sich für diese Möglichkeit entscheidet, sollte das Dach noch zusätzlich mit Steinen beschwert werden, so dass kein Räuber an den Igel heran kommt und es nicht verrutschen kann.

Schritt 4:

Zum Schluss muss das Nest nur noch mit Laub, Stroh oder ähnlichen Materialien ausgepolstert werden. Auch der Eingang sollte noch getarnt werden. Hierfür eignen sich z.B. hohes Gras oder Zweige.

 

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Erdhummelhaus

Das wird benötigt:

  • ein Tontopf mit Loch
  • mehrere größere Steine oder eine Steinplatte (nicht glatt!)
  • mehrere kleinere Steine
  • etwas Stroh

Außerdem:

  • eine Schaufel oder einen Spaten
  • einen Stock

Schritt 1:   

Mit der Schaufel wird ein Loch in möglichst lehmige Erde gegraben, das etwas breiter und tiefer ist als der Tontopfs.

Schritt 2:

Nun werden die größeren Steine oder die raue Steinplatte auf den Boden des Loches gelegt. Diese dienen als Drainage, damit das Hummelnest bei Regen nicht voll läuft.

Schritt 3:

Den Topf locker mit Stroh füllen und kopfüber in das Loch stellen. Das Stroh simuliert ein Mausenest, in dem die Erdhummeln normalerweise überwintern würden.

Schritt 4:

Nun wird um den Topf herum das Loch mit Erde aufgefüllt, bis nur noch das kleine Loch im Topfboden zu sehen ist.

Schritt 5:

 Hummeln mögen es gerne dunkel. Damit sie die Behausung annehmen, sollte man einen ca. 5 cm hohen Hügel als Lichtfang über den Eingang bauen. Hierzu wird der Stock in die Höhlenöffnung gesteckt und mit der restlichen Erde der Hügel um den Stock errichtet und gut fest gedrückt. Dann werden die kleineren Steine an die Seiten des Hügels gedrückt, damit er stabiler wird und nicht einstürzt. Danach kann der Stock wieder herausgezogen werden.

Schritt 6:

 Als Witterungsschutz werden nun noch ein paar der größeren Steine als Dach aus ihnen gebaut. Fertig ist das Hummelhaus.

 

Das Hummelhaus sollte am besten im Herbst oder im ganz frühen Frühjahr, noch bevor es taut, angelegt werden, weil die Hummeln sobald es taut anfangen ein Winterquartier zu suchen. Außerdem sollte das Hummelnest jedes Jahr erneuert werden.

 

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Nisthilfe für Hohlraumbesiedler

Das wird benötigt:

  • Viele grade Röhrchen mit einer Mindestlänge von 6 cm und einem Innendurchmesser von 2-9 mm (z. B. Bambusabschnitte, Schilf, Pappröhrchen, Naturstrohhalme, ...)
  • Lehm, Gips oder frostsicherer Fliesenkleber
  • eine Dose, Kiste, Eimer oder ähnliches
  • Sandpapier

Außerdem:

  • Ein Gefäß zum Anrühren für den Lehm bzw. Fliesenkleber
  • ggf. eine feinzahnige Säge oder scharfe Gartenschere
  • ggf. ein Bohrer

Schritt 1:   

Den Bambus bzw. die verwendeten Röhrchen auf die gleiche Länge wie die Tiefe der der verwendeten Kiste bzw. Dose bringen (Säge) und prüfen ob die Gänge frei sind. Bei Bambus und Schilf muss ggf. die Ganglänge durch Aufbohren eines Stängelknotens angepasst werden (Bohrergröße entspricht Innendurchmesser). Anschließend muss der Stängel dann noch entgratet werden. Egal welches Material benutzt wird, es sollte immer darauf geachtet werden, dass die Eingänge frei von Splittern oder ähnlichem sind, damit sich die Insekten nicht verletzen.
Tipp: Wenn man die Halme über Nacht in Wasser einweichen lässt, lassen sie sich besser schneiden und splittern nicht so leicht. Bevor man sie danach im Insektenhaus einbaut, müssen sie allerdings erst wieder trocknen.

Schritt 2:

Die Dose mit der Öffnung nach oben hinlegen und so viel fertig angemischten Lehm, Gips bzw. Fliesenkleber hineingeben, bis der gesamte Boden (Rückwand) mit einer 2 cm dicken Schicht bedeckt ist.
Tipp: Wem eine einfache Dose zu langweilig ist, kann sich auch einfach selbst ein Gehäuse für sein Insektenhotel bauen. Die Größe richtet sich hierbei nach der Menge der einzusetzenden Röhrchen.

Schritt 3:

Nun werden die Röhren mir der Öffnung nach oben in den Kleber gesteckt und leicht angedrückt. Dadurch sind nicht nur die Röhren hinten verschlossen sondern es wird auch verhindert, dass Spechte sie herausziehen und die Wildbienenlarven in ihnen fressen. Wenn kein Platz mehr für zusätzliche Röhrchen ist, kann der Kleber
aushärten gelassen werden.
Tipp: Man kann Röhrchen mit verschiedenen Durchmessern oder auch Längen in Mustern anordnen. Das sieht nicht nur gut aus sondern hilft auch den Bienen bei Anflug zur richtigen Röhre.

Schritt 4:

Sobald der Kleber hart ist, kann die neue Insektenbehausung aufgestellt werden. Der Standort sollte sonnig und gut sichtbar für die Insekten sein. Außerdem muss das Haus stabil angebracht werden. Wurden Pappröhrchen verwendet, muss zudem darauf geachtet werden, dass es geschützt steht.

 

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Nisthilfe für Marknager

Das wird benötigt:

  • Markhaltige Stängel, mindestens 50 cm lang
  • Schnur, Draht, Kabelbinder oder ähnliches zum Befestigen

Außerdem:

  • bei stacheligen Stängeln sollten Handschuhe benutzt werden
  • eine scharfe Gartenschere zum Zurechtstutzen der Stängel

Schritt 1:   

Die Stängel einzeln und senkrecht an z. B. einem Zaun oder dem Balkon anbringen. Sie sollten nicht einfach in den Boden gesteckt werden, da sie so anfangen zu gammeln. Auch sollte davon abgesehen werden, sie gebündelt und waagerecht anzubringen, da sie so nicht in das „Beuteschema“ der Bienen passen und schlichtweg nicht besiedelt werden.

Geeignete Arten:

  • Brombeere (am häufigsten und stärksten besiedelt)
  • Himbeere
  • Heckenrose
  • Königskerze
  • Distel
  • Klette
  • Beifuß
  • Herzgespann
  • Sonnenblume
  • Holunder (wird eher schlecht besiedelt)

 

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Vogelfutterplätzchen

Das wird benötigt:

  • eine Packung Kokosfett
  • 1-2 Esslöffel Speiseöl
  • Vogelfuttermischung
  • große Ausstechformen
  • Strohhalme
  • Backblech mit Backpapier

Außerdem:

  • einen Topf mit ausreichend Fassungsvermögen
  • einen Löffel
  • etwas Schnur
  • eine Schere

Schritt 1:   

Das Fett in den Topf geben und zergehen aber nicht kochen lassen.

Schritt 2:

Die Vogelfuttermischung mit dem flüssigen Fett zusammen mischen. Achtung: je mehr Körnerfutter in das Fett gemischt wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die fertigen Anhänger brechen können. Daher sollte man etwas Öl untermischen, damit die Plätzchen nach dem Auskühlen geschmeidig bleiben.

Schritt 3:

Die Ausstechformen auf dem Backblech platzieren und mit dem Gemisch befüllen.

Schritt 4:

Die Strohhalme in kleine Stücke schneiden und an die Stelle im Förmchen stecken, wo später die Schnur zum Aufhängen durchlaufen soll.

Schritt 5:

Die Plätzchen über Nacht an einem kalten Ort (z. B. dem Keller) auskühlen lassen.

Schritt 6:

Am nächsten Tag können die fertigen Plätzchen aus den Formen gelöst, die Strohhalmstücke herausgenommen und die Schnur eingefädelt werden.

Tipp: 

Die Vogelfutterplätzchen eignen sich nicht nur um sie im eigenen Garten oder dem Balkon aufzuhängen. Man kann sie auch bei einem Spaziergang aufhängen oder sie mit einem hübschen Band daran verschenken.

 

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Futterglocke oder Meisenknödel

Das wird benötigt:

  • gut 150 g Fett
  • etwa 150 g Vogelfuttermischung
  • 1-2 Esslöffel Speiseöl
  • ein Stück Kordel
  • ein Zweig, gut 10 cm länger als der verwendete Topf
  • ein Tontopf mit Loch im Boden, Mindestdurchmesser 10 cm

Außerdem:

  • ein Kochtopf
  • ein Löffel
  • eine Schere
  • ggf. Frischhaltefolie

Schritt 1:   

Die verschiedenen Zutaten sollte mit Bedacht ausgesucht werden, dies beginnt schon bei der Wahl des verwendeten Fetts. Das muss nämlich auch noch bei +10 °C fest bleiben, da es sonst das Gefieder der Vögel verschmutzt und diesen schadet. Am besten benutzt man Rinder- oder Hammeltalg, welchen man für einen geringen Preis beim Metzger bekommt. Diese Variante ist auch aus ökologischer Hinsicht besser als z. B. das teurere Kokosfett. Zudem bevorzugen Vögel tierisches Fett gegenüber pflanzlichem, da es eine weitaus größere Energiedichte hat. Der Nachteil von tierischem Fett gegenüber Kokosfett ist der stärkere Geruch. Die zum Einsatz kommende Futtermischung sollte Sonnenblumenkerne, Samen, Haferflocken, Nüsse, Rosinen oder auch Mohn enthalten. Dabei spielt es keine Rolle ob im Sommer oder Winter gefüttert wird. Natürlich kann aber auch eine bereits fertige Mischung aus dem Supermarkt benutzt werden.

Schritt 2:

Das Fett wird in den Topf gegeben und so lange vorsichtig erhitzt, bis es weich aber noch nicht flüssig ist. Grade bei tierischen Fetten sollte man darauf achten, es nicht über den Schmelzpunkt zu erhitzen, da es sonst zu einer starken unangenehmen Geruchsentwicklung kommt.

Schritt 3:

Sobald das Fett geschmeidig geworden ist, wird die Futtermischung zugegeben und eingearbeitet. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass nicht zu viele Körner eingemischt werden, da die erkaltetet Masse ansonsten im ausgekühlten Zustand zerfallen könnte. Ein Trick um die Masse geschmeidig nach dem Auskühlen zu halten, ist die Zugabe von etwas Öl.

Schritt 4:

Während die fertige Masse etwas abkühlt, kann die Futterglocke bereits vorbereitet werden. Wer Meisenknödel machen möchte, kann das Folgende überspringen. Der Zweig wird am unteren Ende an die Kordel geknotet. Anschließend wird in die Kordel ein Knoten gemacht, der groß genug ist, dass er nicht durch die Öffnung im Boden des Tontopfes rutschen kann und das freie Ende von innen durch den Topf gefädelt. Der Zweig sollte am Ende etwa 10 cm aus dem Topf herausstehen. Alternativ kann der Tontopf mit Frischhaltefolie ausgekleidet werden, ein Loch über der Bodenöffnung des Topfes geschnitten werden und hierdurch ein grober Strick (z. B. aus Kokosfasern) gesteckt werden. Der Strick sollte etwa 15 cm über stehen.

Schritt 5:

Die lauwarme Masse wird jetzt in den Tontopf gefüllt, wobei darauf geachtet werde sollte, dass sowohl Zweig als Strick mittig im Topf sitzen. Für die Meisenknödel wird die Masse um die Kordel herum zu einer Kugel geformt. Anschließend müssen sowohl die Futterglocke als auch die Meisenknödel auskühlen.

Schritt 6:

Nach dem auskühlen muss die Futterglockenvariante mit Frischhaltefolie aus dem Tontopf genommen und von der Folie befreit werden. Danach kann das Futter an einem gut zu beobachtenden aber schattigem Ort, damit es sich nicht zu sehr erwärmen und evtl. aus dem Topf rutschen, in einer Mindesthöhe von 1,5 m Katze sicher auf gehangen werden.

Tipp: 

Anstatt eines normalen Meisenknödels kann ein Ring geformt und an einer Schnur aufgehängt werden. Auch kann man Baumstämme oder Tannenzapfen mit der Futtermasse bestreichen. Oder man verwendet anstelle des Tontopfes Kokos- oder Orangenschalen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

 

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