Unsere Aktivitäten zur Landwirtschaftspolitik

Lebhafte Diskussion in Bellin/ Lammershagen
Pestizide reduzieren – biologische Vielfalt erhalten

Bellin, 9. August 2019 - Die Gemeinde Lammershagen lud ein und rund 50 Interessierte aus Bellin und umgebenden Ortschaften kamen am Freitag Abend in das Gemeinschaftshaus. Diskutiert wurde über den Einsatz von Pestiziden und den Erhalt der biologischen Vielfalt. Nach der Eröffnung durch Bürgermeister Bernd Oelke hielten die NaturFreunde S-H einen einführenden Vortrag über die Folgen des Einsatzes von Pestiziden, an den sich eine lebhafte Diskussion anschloss.

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Die unterschiedlichen Ansichten zu Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenbehandlungsmittel führten zu Reibung. Eine Teilnehmerin, deren Grundstück an drei Seiten von mit Pestiziden behandelten Ackerflächen umgeben ist, drückte ihren Kummer über den Rückgang der Insekten in ihrem Garten aus. Die anwesenden konventionell arbeitenden Bauern führten ihren Beitrag gegen den Welthunger ins Feld, der ihrer Meinung nach nur durch die Benutzung von Ackergiften zu leisten ist. Dem wurde entgegen gehalten, dass in Deutschland tonnenweise Lebensmittel im Müll landen. Auch gibt es Berechnungen, dass eine wachsende Erdbevölkerung mit Biolandbau ernährt werden kann, allerdings müsste der Fleischkonsum deutlich reduziert werden. Zur Sprache kam auch die lobbygesteuerte Subventionspolitik der EU und die Rolle, die diese bei der Zerstörung der bäuerlichen Strukturen in Afrika spielt. Albert Teschemacher vom Bioland-Hof Berg sagte, dass es ihm nicht möglich sei, die Erde als lebendigen Organismus mit Gift zu behandeln. Jan Birk vom Umweltamt Preetz schilderte, wie seine Gemeinde pestizidfrei wurde. Einige engagierte Teilnehmende brachten mit kenntnisreichen Beiträgen zusätzlichen Schwung in den Austausch. Am Ende stand der Wunsch diese Veranstaltung im nächsten Jahr fortzusetzen - nach Möglichkeit auch in benachbarten Dörfern.

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Gespräche zur Agrarpolitik mit Kandidaten für das EU-Parlament

Ahrensburg, 15. Mai 2019 - Auf Einladung des NABU diskutierten die NaturFreunde S-H auf dem ökologisch bewirtschafteten Gut Wulfsdorf mit Delara Burghardt, die auf Platz 5 der Bundesliste der SPD für das Europaparlament kandidiert, über anstehende Reformen bei der EU-Landwirtschaftspolitik.

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Man war sich einig, dass die Subventionen, allein in Schleswig-Holstein jährlich rund 250 Millionen Euro, nicht länger für das bloße Eigentum an landwirtschaftlichen Flächen gezahlt werden sollten, sondern für Leistungen der Landwirte für die Allgemeinheit, so für Knicks und deren Pflege, Ackerrandstreifen mit Blühwiesen, extensive Grünlandbewirtschaftung, den Erhalt von Biotopenund für das Tierwohl. Seitens der NaturFreundewurden auch die europäischen Direktzahlungen für den Tabakanbau und die Verwendung von Pestiziden angesprochen. Schade nur, dass Martin Schulz nicht wie angekündigt kommen konnte, sondern eine halbe Stunde vor dem Termin aus persönlichen Gründen absagen musste.

 

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Gespräche über den Einsatz Pestiziden auf der "New Energy" in Husum

Husum, 21. bis 24. März 2019 - Drei Tage lang haben der Landesverband sowie unsere Regionalgruppe Gelting-Angeln-Flensburg anhand unserer Wanderausstellung "Pestizide - Gefahr für Mensch, Tier und Umwelt" über die Gefahren des Pestizideinsatzes informiert.

Einladung zur Diskussion mit Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht

Kiel, 22. Februar 2019 - Unsere Dialog-Veranstaltung „Pestizide reduzieren“ im Wissenschaftszentrum Kiel zusammen mit dem Öko-Anbauverband Bioland war mit knapp 140 Teilnehmenden aus Verbänden, Landwirtschaft, Politik, Wissenschaft und Verwaltung bestens besucht. Nach Grußworten auch von der Fernsehköchin Sarah Wiener und zwei Expertenvorträgen stellte Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht die Grundzüge seiner Pestizidpolitik vor. Mit dem Netzwerk Öko-Landbau, dem Netzwerk blühende Landschaft, der Verbraucherzentrale S-H, dem NABU S-H, dem Bauernverband S-H sowie den Teilnehmenden folgte eine kontroverse, aber sachlich geführte Diskussion.

Programm

Videobotschaft Sarah Wiener, Fernsehköchin und Betreiberin eines Öko-Betriebes in der Uckermarck

Vortrag Dr. Peter Clausing, Toxikologe und Vorstand von PAN Germany

Vortrag Lars Neumeister, Gutachter und Autor aus Stuttgart

Baumrindenstudie - Biomonitoring der Pestizidbelastung der Luft

Vorschläge Minister und Diskussion

 

Berlin, 21. Januar 2019 - Zusammen mit anderen Verbänden haben die NaturFreunde das Positionspapier "Agrarökologie stärken" veröffentlicht.

Download Positionspapier

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Für Rückfragen: naturfreunde@naturfreunde-sh.de

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Pestizidbelastungen im Bier? Besuch der Destille Dollerup

Dollerup, 8. Juni 2018 - Pestizide wie das Herbizid Glyphosat im Bier haben im letzten Jahr Schlagzeilen produziert. Wir wollten es genau wissen und haben die Destille in Dollerup nahe Flensburg besucht und uns umfassend informiert

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Wir haben erfahren, dass in der kleinen Destille ausschließlich garantiert pestizidfreie Rohstoffe verwendet werden. Analysen seien bislang stets negativ gewesen, d. h. frei von jeglichen Pestizidbelastungen. Bio ist in Dollerup seit Jahren Programm. s Mitglied von Feinheimisch - Genuss aus Schleswig-Holstein e. V. und der Stiftung Naturschutz liegt der Firma die Herstellung regionaler Produkte am Herzen. Wir haben auch erfahren, dass Kunden seit dem letzten Jahr verstärkt nach Rückständen wie Pestiziden fragen. Am Ende des Besuchs konnten wir einer kleinen Verkostung der Bio-Liköre nicht widerstehen.

Photo: Dr. Axel Hartwig, Inhaber der Destille Dollerup (1. v. r), erklärt den drei NaturFreunden S-H den Destillationsprozess

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NaturFreunde S-H demonstrieren in Berlin für eine Agrarwende

Januar 2018 - "Wir haben es satt" - auch die  NaturFreunde S-H demonstrierten mit in Berlin. Der Verlust an biologischer Vielfalt schreitet ungebremst voran – internationale Vereinbarungen zum Erhalt der Biologischen Vielfalt werden nicht eingehalten. Wir beklagen ein Insektensterben von bislang ungekanntem Ausmaß. Der Rückgang betrifft sogar Naturschutzgebiete. Unsere Gewässer sind seit Jahrzehnten belastet mit zu hohen Nährstoffeinträgen, mit chemisch-synthetischen Pflanzenbehandlungsmitteln und Antibiotika – EU-Richtlinien wie die EG-Wasserrahmenrichtlinie und die Nitratrichtlinie werden nicht eingehalten. Die landwirtschaftliche Tierhaltung ist vielfach ethisch und ökologisch nicht vertretbar.

 

         Für eine Trendwende muss die Politik handeln, wir brauchen

  • ein Pestizid-Reduktionsprogramm und eine Pestizid-Abgabe,

  • ein Verbot von Neonicotinoiden auch in Gewächshäusern,

  • eine Förderung vielfältiger Fruchtfolgen und innovative mechanische Verfahren zur Unkrautbeseitigung,

  • einen Umbau der Tierhaltung, dazu vollständige Transparenz beim Tierwohl,

  • eine verpflichtende staatliche Tierhaltungskennzeichnung nach Vorbild der Kennzeichnung von Eiern (0-1-2-3).

  • eine Reduktion der Tierbestände in Regionen mit Gülleüberschüssen bis eine regionale, flächengebundene Tierhaltung erfüllt ist.

  • Fördergelder, die konsequent an einen maximalen Viehbesatz von maximal zwei Großvieheinheiten pro Hektar und Jahr gebunden werden,

  • eine Abschaffung der pauschalen Direktzahlungen nach dem Gießkannenprinzip

  • eine Umsetzung des 20 Prozent Ökolandbau-Ziel aus der Nachhaltigkeitsstrategie

  • eine landwirtschaftliche Forschung, die sich vorrangig umweltgerechten Produktionsmethoden widmet. Derzeit werden lediglich 1,5 Prozent der Agrar-Forschungsmittel für Bio verwendet.

  • Gentechnische Verfahren wie CRISPR-CAS müssen auch als Gentechnische Verfahren eingestuft werden.

 

 

NaturFreunde-Tagung zur Pestizidpolitik mit Verbänden und Politik im Landeshaus Kiel zusammen mit PAN Germany


Dezember 2017 - Diskussion über den Einsatz von Pestiziden im Landeshaus mit rund 150 Interessierten

Ausstellung "Pestizide - Gefahr für Mensch, Tier und Umwelt"

Mai 2017 - Unsere Ausstellung stellt die Risiken des Pestizid-Einsatzes kurz und prägnant dar. 24 Rollups stehen zum Verleih zur Verfügung. Hier die Themen:

Pestizide - Gefahr für Mensch, Tier und Umwelt

Mittel und Mengen

Vom Winde verweht

Unfälle - und es passiert doch

Keine Bienen, keine Bestäubung

Sag mir wo die Blumen sind

Und die Vögel bleiben stumm

Fehlanwendungen - leider keine Einzelfälle

Risiko Kontrolldefizite

Risiko Privatanwender

Pestizide gehören nicht in Lebensmittel

Vom Acker in den Bach

Unter Verdacht - Gesundheit in Gefahr

Besser kein Bett im Kornfeld

Importiertes Gift - Schmuggel von Pestiziden

Gefahr aus dem Nebel

Bärenklau - auch ohne Pestizide gefährlich genug

Noch immer Pestizide in Dorf und Stadt

So sollte es sein - Landwirtschaft ohne Pestizide

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https://www.dropbox.com/s/k2qrlb6fy5pcmr6/Ausstellung%203.pdf?dl=0

Für Rückfragen:
Dr. Ina Walenda
mobil 0176 20508116

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