Warum wir eine Agrarwende brauchen

"Wir haben es satt" - auch die  NaturFreunde S-H demonstrierten mit in Berlin, Januar 2018

 

Der Verlust an biologischer Vielfalt schreitet ungebremst voran – internationale Vereinbarungen zum Erhalt der Biologischen Vielfalt werden nicht eingehalten.

Wir beklagen ein Insektensterben von bislang ungekanntem Ausmaß. Der Rückgang betrifft sogar Naturschutzgebiete.

Unsere Gewässer sind seit Jahrzehnten belastet mit zu hohen Nährstoffeinträgen, mit chemisch-synthetischen Pflanzenbehandlungsmitteln und Antibiotika – EU-Richtlinien wie die EG-Wasserrahmenrichtlinie und die Nitratrichtlinie werden nicht eingehalten.

Die landwirtschaftliche Tierhaltung ist vielfach ethisch und ökologisch nicht vertretbar.

 

 

         Für eine Trendwende muss die Politik handeln, wir brauchen

  • ein Pestizid-Reduktionsprogramm und eine Pestizid-Abgabe,

  • ein Verbot von Neonicotinoiden auch in Gewächshäusern,

  • eine Förderung vielfältiger Fruchtfolgen und innovative mechanische Verfahren zur Unkrautbeseitigung,

  • einen Umbau der Tierhaltung, dazu vollständige Transparenz beim Tierwohl,

  • eine verpflichtende staatliche Tierhaltungskennzeichnung nach Vorbild der Kennzeichnung von Eiern (0-1-2-3).

  • eine Reduktion der Tierbestände in Regionen mit Gülleüberschüssen bis eine regionale, flächengebundene Tierhaltung erfüllt ist.

  • Fördergelder, die konsequent an einen maximalen Viehbesatz von maximal zwei Großvieheinheiten pro Hektar und Jahr gebunden werden,

  • eine Abschaffung der pauschalen Direktzahlungen nach dem Gießkannenprinzip

  • eine Umsetzung des 20 Prozent Ökolandbau-Ziel aus der Nachhaltigkeitsstrategie

  • eine landwirtschaftliche Forschung, die sich vorrangig umweltgerechten Produktionsmethoden widmet. Derzeit werden lediglich 1,5 Prozent der Agrar-Forschungsmittel für Bio verwendet.

  • Gentechnische Verfahren wie CRISPR-CAS müssen auch als Gentechnische Verfahren eingestuft werden.

 


NaturFreunde-Tagung mit Verbänden und Politik im Landeshaus Kiel zusammen mit PAN Germany

 

2018/10: Streitschrift Landwirtschaft am Scheideweg

2018/01:  Für eine gesellschaftlich unterstützte Landwirtschaftspolitik 

2017/02: "Für Ende spekulativer Geschäfte mit Nahrungsmitteln"

2017/02: "Gülle darf Mensch und Umwelt nicht belasten"

2016/09: "Klimaschutz durch Ökologisierung der Landwirtschaft"

2016/07: "Pestizide - Gift für Mensch, Tier und Umwelt"

2016/05: "Europäischer Gewässerschutz gescheitert"

2016/04: "Wir brauchen ein ökologische Wende"

2016/04: "Glyphosat - Totalverbot statt Totalherbizid"

2015/12: "Gesucht: Eine Steuer für Pestizide"

2015/10: "Milch-Aufruf der Verbände"

 

Anprechpartnerin
Dr. Ina Walenda
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