Landwirtschaft


Die landwirtschaftliche Produktion steckt zugleich in einer tiefen gesellschaftlichen Akzeptanzkrise. In der Kritik stehen insbesondere die Art und Weise der Tierhaltung, deren Auswirkungen auf Umwelt und Natur, aber auch die Einseitigkeit der Pflanzenproduktion und somit die Verarmung unserer Kulturlandschaft.
 Die Ausrichtung großer Teile der Landwirtschaft auf zunehmende Exportmengen und Weltmarktanteile der europäischen Agrar- und Ernährungsindustrie sind als die Hauptgründe dieser Krise zu benennen. Immer mehr und immer billiger zu produzieren ist ein Irrweg.

Als NaturFreunde Schleswig-Holstein setzen wir uns für einen grundlegenden Wechsel in der Agrarpolitik ein. Ziel muss die Ausrichtung der Bewirtschaftungsweisen hin zu einer Qualitätsproduktion sein, die Umwelt und Natur schont und den Bedürfnissen der Nutztiere gerecht wird - hin zu bäuerlich-ökologisch wirtschaftenden Betrieben.  Dies wird ohne gesellschaftliche Transferleistungen kaum möglich sein. Deshalb unterstützen wir Instrumente, die eine Honorierung gesellschaftlicher Leistungen und eine Ausweitung von Qualitätsmärkten möglich machen.

Die jetzigen Flächenzahlungen aus Steuermitteln allein für Landbesitz und eine Einhaltung gesetzlicher Minimal-Standards gehören abgeschafft. Der anzustrebende grundlegende Umbau der Landwirtschaft bedeutet für bestimmte Regionen eine deutliche Reduzierung des Tierbestands. Darüber hinaus bedarf es  Obergrenzen für Stickstoffüberschüsse. Wir unterstützen die Initiativen für Steuern/ Abgaben auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Mineraldünger. Wir teilen Aufrufe zur Halbierung des Fleischkonsums bis 2050 und befürworten die Erhöhung des Flächenanteils des Öko-Landbaus auf 20 Prozent bis 2030 und dessen finanzielle Förderung.


2017/02: "Für Ende spekulativer Geschäfte mit Nahrungsmitteln"

2017/02: "Gülle darf Mensch und Umwelt nicht belasten"
2016/09: "Klimaschutz durch Ökologisierung der Landwirtschaft"

2016/07: "Pestizide - Gift für Mensch, Tier und Umwelt"

2016/05: "Europäischer Gewässerschutz gescheitert"

2016/04: "Wir brauchen ein ökologische Wende"

2016/04: "Glyphosat - Totalverbot statt Totalherbizid"

2015/12: "Gesucht: Eine Steuer für Pestizide"

2015/10: "Milch-Aufruf der Verbände"

 

 

Anprechpartnerin
Dr. Ina Walenda
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