Satzung NaturFreunde S-H
(vom 6. Juni 2017)

 

Präambel

Die NaturFreunde verstehen sich als Verband für nachhaltige Entwicklung.
Nachhaltigkeit gilt ihnen als Handlungsmaxime, in der wirtschaftliche Entwicklung dauerhaft mit
sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Verträglichkeit verbunden wird. Sie orientieren ihre Akti-
vitäten als Naturschutz- und Naturerleben-, Umwelt-, Kultur-, Natursport- und Freizeitorganisation
am Prinzip der Nachhaltigkeit.
lhr Ziel ist es, dazu beizutragen, dass die Menschen sich ihrer Einbindung in die soziale und
natürliche Umwelt bewusst werden und erkennen, dass sie nur dadurch in sozialer Gerechtigkeit
und in Frieden leben und sich entwickeln können.
Die NaturFreunde befassen sich mit sozial-, wirtschafts- und kulturpolitischen sowie sport-, natur-
schutz- und umweltpolitischen Fragen und nehmen zu ihnen öffentlich Stellung. Die NaturFreunde
arbeiten mit allen zusammen, die gleiche oder ähnliche Zielsetzungen verfolgen.

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§ 1 Name und Grundlagen

  1. Der Verein führt den Namen NaturFreunde Deutschlands - Verband für Umweltschutz, sanften
    Tourismus, Sport und Kultur - Landesverband Schleswig-Holstein e.V. (Kurzbezeichnung: Natur-
    Freunde Schleswig-Holsteins).
  2. Der Zuständigkeitsbereich erstreckt sich auf das Land Schleswig-Holstein.
  3. Er bekennt sich zu einer demokratischen und sozialistischen Gesellschaftsordnung, ist aktiv im
    Natur- und Umweltschutz und setzt sich für den ökologischen Umbau der lndustriegesellschaft ein.
  4. Der Verein bekennt sich zum Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Er ist partei-
    politisch und religiös unabhängig.
  5. Der Verein ist Mitglied im NaturFreunde-Regionalverband Nord (Arbeitsgemeinschaft der
    norddeutschen NaturFreunde), der Bundesgruppe der NaturFreunde Deutschlands, Verband für
    Umweltschutz, sanften Tourismus, Sport und Kultur e.V. mit Sitz in Berlin und somit der Natur-
    freunde internationale.


§ 2 Zwecke des Vereins

Zweck des Vereins ist es,

  • das Prinzip der Nachhaltigkeit zu fördern in allen Lebensbereichen und dazu beizutragen,
    die natürlichen Lebensgrundlagen für die jetzige und kommende Generationen zu erhalten
    und zu verbessern;
  • vorrangig und nicht nur vorübergehend den Natur- und Umweltschutz und die
    Landschaftspflege zu fördern;
  • sich aktiv für den Erhalt und die Verbesserung der natürlichen Lebensgrundlagen
    einzusetzen; den Schulz und die Erhaltung einer artenreichen l'ıer- und Pflanzenwelt zu
    fördern und zur Sicherung ihrer Lebensgrundlagen beizutragen;
  • das interesse an der Natur zu wecken und naturkundliches und ökologisches Wissen zu
    vermitteln;
  • die Durchsetzung von den Belangen des Natur- und Umweltschutzes in den relevanten
    Planungen und Genehmigungsverfahren fördern;
  • den Tierschutz und die Beachtung des Tierwohls zu fördern;
  • soziale und ökologische Verantwortung Einzelner in Arbeit und Freizeit, in Herstellung und
    Verbrauch zu entwickeln;
  • über umwelt- und gesundheitsrelevante Auswirkungen von Produkten, Dienstleistungen
    und Verhaltensweisen aufzuklären;
  • Verständnis für das Wesen der Demokratie zu wecken und demokratische
    Verhaltensweisen zu fördern und aktiv dafür einzutreten;
  • internationale Gesinnung und Völkerverständigung zu pflegen;
  • Friedensbemühungen und Abrüstung zu unterstützen;
  • kulturelle und künstlerische Tätigkeiten anzuregen und zu unterstützen;
  • umwelt- und sozialverträgliches Wandern, Reisen sowie sportliche Betätigung zu fördern;
  • Wissenschaft und Forschung, Volks- und Berufsbildung mit Jugend-,Ervvachsenen- und
    Familienbildung zu fördern, Kinder- und Jugendgruppenarbeit zu unterstützen;
  • Jugend-, Behinderten- und Altenhilfe zu fördern.

§ 3 Tätigkeiten

Die Vereinszwecke sollen insbesondere erreicht werden durch:

  • Beschäftigung mit dem Natur- und Umweltschutz und der Landschaftspflege, aktiven
    Einsatz für die Erhaltung und Verbesserung der natürlichen Lebensgrundlagen;
  • Maßnahmen zum Schutz und zur Erhaltung einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt,
    Erwerb und Pflege schützenswerter Biotope;
  • die Durchführung modellhafter Projekte des Natur- und Landschaftsschutzes;
  • Projekte und Maßnahmen, die das Interesse an Natur und Umwelt wecken sowie
    naturkundliches und ökologisches Interesse und Wissen vermitteln;
  • die Vertretung und Durchsetzung der Interessen des Natur- und Umweltschutzes durch
    die Beteiligung an Gesetzesvorhaben, Planungen und Verfahren und deren Einbringung
    in Politik, Verwaltung, lnstitutionen und andere Verbände;
  • die Anlage und Unterhaltung von Natura-Trails;
  • Seminare, Exkursionen, Tagungen und Schulungen zur Naturschutz- und
    Umweltbildungsarbeit;
  • Mitarbeit in Gremien, Arbeitskreisen und Fachgruppen wie der Kommission „Bildung für
    nachhaltige Entwicklung“ der Landesregierung;
  • die öffentliche Vertretung und Verbreitung der Ziele des Natur- und Umweltschutzes sowie
    der Landschaftspflege;
  • die Herausgabe von Materialien der außerschulischen Jugendbildung und die Förderung
    oder Durchführung entsprechender Multiplikatorveranstaltungen wie Informations-,tage oder
    Umweltseminare;
  • die Unterhaltung von Naturfreundehäusern als lnformationsstätten für Natur- und
    Umweltschutz sowie als Stützpunkte der Kinder- und Jugendhilfe, des Wanderns und der
    natursportlichen Betätigung sowie als Begegnungs- und lnformationsstätten;
  • Pflege der Natur- und Heimatkunde insbesondere durch fachlichen Austausch bei
    Seminaren und Fachgruppentreffen, die Dokumentation und das Anlegen entsprechender
    Sammlungen in Naturfreundehäusern;
  • Beschäftigung mit den Fragen der geschichtlichen und gesellschaftlichen Zusammenhänge;
    die musische und kulturelle Betätigung, z.B. auf den Gebieten bildender Kunst, Literatur,
    Theater, Foto, Film, Musik, Sprachen und Tanz durch Fachveranstaltungen, Wettbewerbe
    und Unterstützung von Fachgruppen, z. B. von Foto-, Musik- und Tanzgruppen, Orchestern
    und Ausstellungen;
  • naturverträgliche sportliche Betätigung wie Wandern, Reisen, Camping, Bergsteigen,
    Wintersport, Wassersport und Radfahren, die Aus- und Fortbildung von Übungsleitern
    sowie die Entwicklung neuer Ausbildungsgänge für eine sportliche Betätigung in der Natur
    unter besonderer Berücksichtigung des Natur- und Umweltschutzes;
  • die Durchführung von Maßnahmen der außerschulischen Jugendbildung im Sinne des
    Kinder- und Jugendhilfegesetzes sowie von Maßnahmen zur Förderung der Partizipation
    älterer Menschen, z. B. durch Mitwirkung in Seniorenorganisationen und durch die ideelle
    und finanzielle Förderung der Jugendverbandsarbeit der Naturfreundejugend Deutschlands
    sowie die Förderung des Erhaltens und Betreibens von Jugendherbergen,
    Jugendzeltplätzen und Naturfreundehäusern;
  • die Förderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und
    des Völkerverständigungsgedankens durch Mitgliedschaft in der Naturfreunde Internatio-
    nale und Mitwirkung z.B. bei grenzübergreifenden Projekten des Natur- und Landschafts-
    schutzes wie der „Landschaft des Jahres“ und die Förderung und Durchführung internatio-
    naler Jugendbegegnungen;
  • Veranstaltung von Reisen und Fahrten zur Erlangung naturkundlicher, ökologischer und
    historischer informationen sowie zur Völkerverständigung in Form von Freizeiten, Bildungs-
    und Studienaufenthalten, internationalen Begegnungen und Sozialtourismus;
  • die Anlage von Sammlungen und Büchereien, Herausgabe von Zeitschriften und
    Unterstützung von Wissenschaft und Forschung, die sich stärker für ökologische Belange
    Druckwerken, Veranstaltung von Vorträgen, Seminaren, Ausstellungen oder ähnlichem;
  • Verbraucherberatung und Verbraucherschutz mittels Kampagnen der Verbraucherinforma-
    tion und zur Berücksichtigung des Tienıvohls insbesondere in Naturfreundehäusern, z. B.
    zu Themen der Ernährung und des umweltgerechten Verhaltens in allen Lebensbereichen
    sowie die Bereitstellung von Informationsmaterialien zur Verbraucheraufklärung, z. B. auf
    den Gebieten des Klimaschutzes, des sanften Tourismus und des Tierschutzes;
  • Zusammenarbeit mit Organisationen, lnstitutionen, Vereinigungen und Persönlichkeiten, die
    ähnliche Ziele verfolgen und sich zu Demokratie und Völkerverständigung bekennen

§ 4 Gemeinnützigkeit

  1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des
    Abschnittes „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
  2. Er ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
  3. Die Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden.
    Die Mitglieder erhalten keine Zuwendung aus Mitteln des Vereins.
  4. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch
    unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
  5. Bei Auflösung oder Aufltebung des Vereins oder bei Wegfall der steuerbegünstlgten Zwecke
    fällt das Vermögen an die NaturFreunde Deutschlands, Bundesgruppe Deutschland e.V., die es
    unmittelbar und ausschließlich für einen der gemeinnützigen Zwecke im Sinne des § 2 dieser
    Satzung zu verwenden hat.

§ 5 Fachbereiche mit Fachgruppen

  1. Für die in § 3 genannten Aufgaben können Fachgruppen gebildet werden. Diese können
    fachbezogen in Fachbereiche zusammengeschlossen werden. Ihre Tätigkeit wird bestimmt von
    dieser Satzung und den „Richtlinien der Fachgruppen“, die vom Bundeskongress beschlossen
    werden. In der Fachgruppe kann jedes interessierte Mitglied mitarbeiten. Die Fachgruppen können
    sich eine Geschäftsordnung geben und bestimmen eine Leitung.
  2. Der Landesvorstand benennt aus seinen Reihen fürjeden Fachbereich eine*n
    Ansprechpartner*in. Fürjeden Fachbereich können Fachbereichsausschüsse gebildet werden,
    denen die Fachgruppenleitungen und das zuständige Vorstandsmitglied angehören.
  3. Für die Fachbereiche können Fachbereichskonferenzen ausgerichtet werden, denen
    die Mitglieder des Fachbereichsausschusses sowie Mitglieder der Orts- und Interessen-gruppen
    angehören.

§ 6 Hausbetreuungs-, Hausbewirtschaftungs- und Hausverwaltungsvereine

Zur Durchführung der satzungsgemäßen Zwecke kann der Verein die Betreuung, Bewirt-schaftung
und Verwaltung von Naturfreundehäusern und ähnlichen wirtschaftlichen Aktivitäten vertraglich auf
Dritte übertragen:
Zum Beispiel an Hausbetreuungs-, Hausbewirtschaftungs- oder Hausvenıvaltungsvereine, die
vertraglich dazu verpflichtet werden müssen, in ihrer Tätigkeit nicht zu den §§ 1 bis 4 dieser
Satzung in Widerspruch zu geraten.

§ 7 Kinder- und Jugendgruppenarbeit

  1. Der Verein sieht es als eine der wesentlichen Aufgaben an, Kinder und Jugendliche für die
    Ziele der Naturfreundeorganisation zu gewinnen. Deshalb sind die Kinder und Jugendlichen in
    eigenen Gruppen zusammengefasst, damit sie sich in der ihnen angemessenen Form entwickeln
    und entfalten können.
  2. Die Kinder- und Jugendgruppen des Vereins sind zusammengefasst unter der Bezeichnung
    „Naturfreundejugend Deutschlands Landesverband Schleswig-Holstein“ (kurz: „Naturfreunde-
    jugend Schleswig-Holsteins“. Ihre Tätigkeit wird bestimmt von dieser Satzung und den „Richtlinien
    der Naturfreundejugend Deutschlands“.
  3. Die „Richtlinien der Naturfreundejugend Deutschlands“ werden von der Bundeskonferenz der
    Naturfreundejugend Deutschlands beschlossen. Sie bedürfen zu ihrer Gültigkeit der Bestätigung
    durch den Bundeskongress.
  4. Die Kinder- und Jugendgruppen der Naturfreundejugend Schleswig-Holsteins sind Gliederun-
    gen des Vereins. Sie bestimmen ihre Arbeit- ihren Aufgaben entsprechend - selbst. Die Aufgaben
    ergeben sich aus dieser Satzung und den „Richtlinien der Naturfreundejugend Deutschlands“. Sie
    entscheiden auch über die Venıvendung der ihnen zufließenden Mittel in eigener Zuständigkeit.
  5. Die Landeskinder- und -jugendleitung hat einen Haushaltsvorschlag aufzustellen. Vor der
    Annahme durch den Landeskinder- und Jugendausschuss ist der Haushaltsvorschlag dem Lan-
    desvorstand vorzulegen. Einwendungen sind zu berücksichtigen, wenn er der Satzung oder den
    „Richtlinien der Naturfreundejugend Deutschlands“ nicht entspricht oder die Gesamtfinanzierung
    nicht sichergestellt ist.
  6. Über die Kasse der Naturfreundejugend ist eine Jahresabrechnung zu erstellen und dem
    Landesvorstand vorzulegen. Die Kassenführung unterliegt der Prüfung durch die Revision des
    Vereins.

§ 8 Mitgliedschaft

  1. Mitglieder können sein:
    - Orts- oder Interessengruppen,
    - Direkt- oder Fördermitglieder sowie
    - korporative Mitglieder.
  2. Mitglieder des Vereins sind die im Land Schleswig-Holstein bestehenden Orts- und lnteressen-
    gruppen mit ihren sämtlichen Gliederungen und Einzel- bzw. Familienmitgliedern. Solange in dem
    Bundesland Schleswig-Holstein ein Landesverband besteht, gehören Orts- und Interessengruppen
    aus diesem Bundesland verpflichtend diesem Landesverband an. Die Mitgliedschaft der Gruppen
    im Landesverband muss Inhalt derjeweiligen Gruppensatzung sein.
  3. Personen, die nicht Mitglied einer Orts- oder lnteressengruppe sein können oder wollen,
    können Direktmitglied im Landesverband werden.
  4. Personen, die den Landesverband finanziell fördem wollen ohne Mitgliedsrechte in Anspruch
    zu nehmen, können Fördermitglied im Landesverband werden. Sie bestimmen ihren Mitglieds-
    beitrag selbst; er beträgt mindestens den Beitrag für Direktmitglieder.
  5. Körperschaften und andere juristische Personen, die den Landesverband fördem wollen,
    können korporative Mitglieder werden.
  6. Über die Aufnahme von Direkt-, Förder- oder korporativen Mitgliedem sowie von lnteressen-
    gruppen entscheidet der Landesvorstand auf schriftlichen Antrag.
  7. Die Mitglieder verpflichten sich durch ihren Beitritt, diese Satzung, die vom Bundeskongress
    genehmigten Richtlinien sowie die Beschlüsse des Bundeskongresses und der Naturfreunde
    lntemationale anzuerkennen. Aufnahme, Austritt und Ausschluss werden im § 9 dieser Samung
    geregelt.

§ 9 Aufnahme, Austritt, Ausschluss

  1. Der Beitritt zum Landesverband ist schriftlich gegenüber dem Landesvorstand zu erklären, der
    über die Aufnahme entscheidet. Ein ablehnender Bescheid kann vor dem Landesausschuss ange-
    fochten werden; dieser entscheidet dann endgültig.
  2. Orts- und Interessengruppen können unter Einhaltung einer Frist von sechs Monaten zum
    Schluss eines Kalenderjahres ihre Mitgliedschaft kündigen. Die Kündigung ist schriftlich dem
    Landesvorstand gegenüber zu erklären.
    Der Austritt einer Gruppe aus dem Landesverband kann nur in einer ausdrücklich zu diesem
    Zweck ordnungsgemäß einberufenen Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von drei Viertel
    der anwesenden Mitglieder beschlossen werden. Ein solcher Beschluss ist nur wirksam, wenn der
    Vorstand der Gruppe den Landesvorstand mindestens acht Wochen vor Abhaltung der Mitglieder-
    versammlung von diesem Tagesordnungspunkt schriftlich unterrichtet hat.
    Ein Austritt mit dem Ziel, die Gesamtorganisation der NaturFreunde Deutschlands zu verlassen,
    kommt einer Auflösung der Gruppe gleich. Bis zum Ablauf der Kündigungsfrist hat die Gruppe alle
    in der Satzung enthaltenen Verpflichtungen zu erfüllen.
  3. Direkt-, Förder- oder korporative Mitglieder können ihre Mitgliedschaft zum Ende eines Kalen-
    derjahres unter Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist kündigen. Der Austritt von Direkt-
    und Fördermitgliedem wird wirksam, wenn die Mitgliedskarte spätestens vier Wochen nach
    Jahresende beim Landesverband eingegangen ist.
  4. Eine Gruppe/ ein Mitglied, welche/welches das Ansehen des Vereins schädigt oder der Satzung
    zuwıderhandelt, kann ausgeschlossen werden. Das Schreiben zum Ausschluss aus dem Verein gilt
    zwei Tage nach Absendung an die letzte bekannte Anschrift als zugestellt.
    Der Ausschluss kann nur vom Landesvorstand oder einem Vıertel der Mitglieder des Landesaus-
    schusses beantragt werden. Über den Ausschluss entscheidet der Landesvorstand; bei Wider-
    spruch der Landesausschuss mit Zweidrittelmehrheit.
    Der Ausschlussantrag muss den Mitgliedem des Landesausschusses mindestens sechs Wochen
    vorher schriftlich bekannt gegeben werden. Gegen den Beschluss des Landesausschusses ist die
    Anrufung des Landesschiedsgerichts möglich. Mit dem Ausschluss enden die Mitgliedsrechte.
  5. Das ausgeschiedene Mitglied darf keine Rechtshandlungen im Namen des Vereins vornehmen
    sowie den Namen und die Symbole des Vereins nicht mehr führen.

§ 10 Finanzierung der Arbeit

  1. Die Finanzierung der Tätigkeit des Vereins erfolgt durch Einnahmen aus Beiträgen, Spenden,
    eigenen Veranstaltungen, Vermietung und Verpachtung, Zuschüssen und auf sonstige, gesetzlich
    zu ässige und mit dem Vereinszweck zu vereinbarende Weise.
  2. Über die Höhe der Beiträge entscheidet die Landeskonferenz.
  3. Über Einnahmen und Ausgaben ist vom Landesvorstand jährlich ein Haushaltsplan aufzu-
    stellen und zusammen mit einer Jahresrechnung dem Landesausschuss vorzulegen.

§ 11 Organe des Vereins

  1. Die Organe des Vereins sind:
    1. Die Landeskonferenz
    2. Der Landesausschuss
    3. Der Landesvorstand WN
  2. Die Tätigkeit der NaturFreunde, außer der der hauptamtlichen Mitarbeiter*innen, ist grund-
    sätzlich ehrenamtlich. Die Mitglieder des Landesvorstandes können eine pauschale Aufwands-
    entschädigung bis zu der gesetzlich zulässigen Höhe („Ehrenamtspauschale“) erhalten. Über Höhe
    und Personenkreis (Mitglieder des Landesvorstandes nach § 14) entscheidet der Landes-
    ausschuss im Rahmen der Haushaltsmittel.

§ 12 Die Landeskonferenz

  1. Die Landeskonferenz findet mindestens alle drei Jahre statt; sie ist mitgliederöffentlich.
  2. Eine außerordentliche Landeskonferenz ist innerhalb von sechs Wochen einzuberufen auf
    Beschluss des Vorstandes, der Revision oder auf Verlangen von einem Drittel der Orts- oder
    Interessengruppen.
  3. Die schriftliche Einladung ist den Mitgliedern der Landeskonferenz bis spätestens vier Wochen
    vor der Durchführung zuzusenden. Die Einladung gilt zwei Tage nach Absendung an die letzte be-
    kannte Anschrift als zugestellt.
  4. Anträge sind bis spätestens vierzehn Tage vor der Versammlung bei dem/der Vorsitzenden
    einzureichen. Sie können nur von den Organen des Vereins, den Orts- oder Interessengruppen,
    der Landesjugendleitung, der Landesjugendkonferenz und den Konferenzen der Fachgruppen
    eingereicht werden.
    lnitiativanträge sind bei Zustimmung eines Viertels der stimmberechtigten Mitglieder auf der
    Landeskonferenz möglich.
  5. Die Landeskonferenz setzt sich aus folgenden stimmberechtigten Mitgliedem zusammen:
    a) aus den Delegierten der Orts- oder Interessengruppen sowie den Delegierten der
        Gruppe der Direktmitglieder des Landesverbands.
        Jede Gruppe stellt für je angefangene fünfzig Mitglieder eine(n) Delegierte(n).
    b) aus den Mitgliedem des Landesausschusses,
    c) aus den Mitgliedern der Revision.
  6. Jede satzungsgemäß einberufene Versammlung ist beschlussfähig.
    Den Vorsitz in der Landeskonferenz führt der/die Vorsitzende oder ein durch die Versammlung
    gewähltes Mitglied.
    Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit, soweit die Satzung nicht eine andere
    vorschreibt, gefasst und werden in einem Protokoll festgehalten. Diese ist vom/von der Vorsitz-
    enden bzw. dem/der VersammIungsIeiter*in und dem/der ProtokoIlführerin*in zu unterzeichnen.
  7. Die Landeskonferenz entscheidet über:
    a) die Berichte des Landesvorstandes und der Revision zu den Berichtsjahren,
    b) die Entlastung des Vorstandes,
    c) die Wahl des Vorstandes
    d) Bestätigung oder ggf. Wahl der Jugend- und ggf. der Fachbereichs- und
        Fachgruppenleiter*innen,
    e) die Wahl der Revision,
    f) Wahl der Delegierten für den Bundeskongress,
    g) die Änderung der Satzung,
    h) die vorliegenden Anträge,
    i) die Höhe der Mitgliedsbeiträge,
    j) die Auflösung des Vereins.
  8. Gewählt und bestätigt werden können nur Personen, die Mitglied einer Gruppe oder Einzel-
    mitglied im Landesverband Schleswig-Holstein sind.
    Wählbar sind nur voll geschäftsfähige Personen.

§ 13 Der Landesausschuss

  1. Der Landesausschuss setzt sich zusammen aus:
    a) dem Landesvorstand,
    b) den Fachgruppenleiter*innen,
    c) den Vorsitzenden der angeschlossenen Gruppen oder deren StelIvertreter*innen,
    d) den Mitgliedern der Revision.
  2. Der Landesausschuss tritt nach Bedarf - mindestens jedoch einmal im Jahr - zusammen.
  3. Dem Landesausschuss obliegen folgende Aufgaben:
    a) Förderung der satzungsmäßigen Aufgaben,
    b) Planen gemeinsamer Aktivitäten der Orts- und Interessengruppen,
    c) Aufstellen des Haushaltsplans und Festlegung der Teilnehmerbeiträge sowie Fahrt-
        kostenerstattungen für die Gremien des Landesverbandes,
    d) Entscheidung über Höhe und Personenkreis (Mitglieder des Landesvorstandes
        nach § 14) einer pauschalen Aufwandsentschädigung.
  4. Der Landesausschuss ist beschlussfähig, wenn zu der Sitzung ordnungsgemäß eingeladen
    wurde und die Mehrheit der Mitglieder anwesend ist. Die Beschlüsse werden mit einfacher
    Stimmenmehrheit gefasst. Stimmengleichheit gilt als Ablehnung.

§ 14 Der Landesvorstand

  1. Der Landesvorstand besteht aus mindestens drei Personen:
    - dem/der Landesvorsitzenden,
    - bis zu zwei gleichberechtigten StelIvertreter*innen,
    - dem/der Kassierer*in.
    Für besondere Aufgaben oder Fachbereiche sowie die Landesjugendleitung können weitere
    Mıtglıeder von der Landeskonferenz gewählt bzw. bestätigt werden.
  2. Dem Landesvorstand nach § 26 BGB gehören der/die Landesvorsitzende*, die bis zu zwei
    Stellvertreter*innen sowie der/die Kassierer*in an. Sie vertreten den Verein gerichtlich und außer
    gerichtlich jeweils allein.
  3. lm Innenverhältnis gilt, dass jedes Vorstandsmitglied nur in seinem Aufgabenbereich ver-
    tretungsberechtigt ist. lm Falle der Verhinderung des Vorsitzenden soll dieser von einem der
    Stellvertreter*innen vertreten werden.
  4. Der Landesvorstand gibt sich eine Geschäftsordnung, die vom Landesausschuss genehmigt
    werden muss.

§ 15 Geschäftsführung des Landesvorstandes

  1. Der Landesvorstand kann zur Erledigung seiner Aufgaben hauptamtliche Mitarbeiter*innen
    einstellen. Er kann mit 2/3 Mehrheit eine*n Landesgeschäftsführer*in berufen, deren Rechte und
    Pflichten sich aus dem Anstellungsvertrag ergeben. Weitere Angestellte können vom Vorstand im
    Einvernehmen mit dem/der Landesgeschäfts-
    führer*in eingestellt werden.
  2. Der Landesvorstand kann für orts- bzw. interessengruppenübergreifende Projekte ehrenamt-
    liche oder besoldete Projektleiter*innen berufen. Die Vertretungsmacht eines/r solchen Vertreter*in
    erstreckt sich im Zweifel auf alle Rechtsgeschäfte, die der ihm/ihr zugewiesene Geschäftsbereich
    gewöhnlich mit sich bringt.
  3. Der/die Landesgeschäftsführer*in nimmt mit beratender Stimme an den Landesvorstands-
    sitzungen teil. Projektleiter*innen können bei Bedarf mit beratender Stimme zu Landesvorstands-
    sitzungen eingeladen werden.

§ 16 Die Revisionskommission

  1. Zur Ausübung der Kontrolle werden drei Revisor*innen durch die Landeskonferenz gewählt.
  2. Die Revisor*innen haben die Einhaltung der Satzung zu überwachen, die Kasse zu prüfen und
    der Landeskonferenz darüber zu berichten. Die Revisor*innen sind berechtigt, an den Sitzungen
    des Landesvorstandes mit beratender Stimme teilzunehmen.

§ 17 Funktionsenthebung

  1. Mitglieder des Landesvorstandes und Leitungsmitglieder von Gliederungen können ihrer
    Funktion enthoben werden, wenn sie das Ansehen des Vereins schädigen, gegen die Satzung
    oder Beschlüsse verstoßen oder ihren wesentlichen Pflichten zuwiderhandeln.
  2. Die Funktionsenthebung kann von jedem Mitglied des Landesausschusses beantragt werden.
    Uber den Antrag entscheidet der Landesausschuss mit Zweidrittelmehrheit der abgegebenen
    Stimmen. Vor Beschlussfassung sind die betroffenen Gliederungen zu hören.
  3. Bei der Funktionsenthebung von Mitgliedern der Landeskinder- und Jugendleitung oder einer
    Fachgruppenleitung stellt der Landesvorstand einen Antrag an den Landeskinder- und Jugend-
    ausschuss oder die betreffende Fachgruppenkonferenz. Wird dieser Antrag abgelehnt, entscheidet
    der Landesausschuss mit Zweidrittelmehrheit seiner Mitglieder.
  4. Die/Der Betroffene kann gegen die ausgesprochene Enthebung das zuständige Schiedsgericht
    anrufen. Bis zur endgültigen Entscheidung nach Maßgabe der gültigen Schiedsordnung ruht die
    Funktion der/des Betroffenen.
  5. Bei Anrufung der ordentlichen Gerichte ruht die Funktion der/des Betroffenen bis zum
    rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens.

§ 18 Vermögen, Naturfreundehäuser und Grundstücke

  1. Der Landesverband verwaltet sein Vermögen und seine Einnahmen selbst. Für Naturfreunde-
    Iiegenschaften ist ein dinglich gesichertes Vorkaufsrecht für die Bundesgruppe der NaturFreunde
    Deutschlands e.V. einzutragen.
  2. Die im Eigentum der Ortsgruppen befindlichen Grundstücke, Häuser und Heime dienen der
    Gesamtorganisation und dürfen nur mit Zustimmung des Landesverbandes belastet, verkauft oder
    anderen Zwecken zugeführt werden.
    Auch der Neuerwerb bedarf der Zustimmung des Landesverbandes.
  3. Für Naturfreundeliegenschaften ist ein dinglich gesichertes Vorkaufsrecht für den Landesver-
    band bzw. die Bundesgruppe einzutragen.

§ 19 Satzungsänderung

  1. Die Satzung kann nur durch die Landeskonferenz geändert werden. Der Beschluss bedarf der
    Zustimmung von 3/4 der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder.
  2. Satzungsänderungen, die eine Voraussetzung der Gemeinnützigkeit betreffen, sind unverzüg-
    lich dem Finanzamt zu melden.

§ 20 Auflösung des Vereins

Die Auflösung des Vereins kann nur in einer zu diesem Zweck einberufenen Landeskonferenz, in
der drei Viertel der stimmberechtigten Mitglieder des Vereins anwesend sind, beschlossen werden.
Der Beschluss bedarf einer Stimmenmehrheit von drei Vierteln der anwesenden stimmberechtigten
Mitglieder.

§ 21 Schiedsgericht

  1. Für Streitfälle innerhalb des Vereins ist - sofem diese Satzung nichts anderes regelt - ein
    Schiedsgericht auf Landes- und Bundesebene zuständig.
  2. Zusammensetzung, Aufgaben und Arbeitsweise der Schiedsgerichte regeln sich nach der
    jeweils gültigen Bundesschiedsordnung der NaturFreunde Deutschlands e.V.

§ 22 Weitere Bestimmungen der Bundesgruppe

Der Landesverband berichtet über seine Arbeit dem Bundeskongress der NaturFreunde
Deutschlands e.V.

§ 23 Schlussbestimmungen

  1. Der Verein hat seinen Sitz in Büdelsdorf.
  2. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
  3. Gerichtsstand ist der Sitz des Landesverbandes.
  4. Diese Satzung wurde von der Landeskonferenz am 6. Juni 2017 beschlossen. Die bisherige
    Satzung vom 25.04.09 verliert damit ihre Gültigkeit.
  5. Die geänderte Satzung tritt nach Eintragung ins Vereinsregister in Kraft. Die Satzung wurde in
    das Vereinsregister des Amtsgerichtes Kiel am unter der Nummer VR 708 RD eingetragen.
Weniger…