Pressemitteilungen 2020 und 2019
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PM15/06.07.2020

Giftige Herkulesstaude breitet sich ungebremst aus:
Kreis ist gefordert, die Bestände zu erfassen und seine Gemeinden zu unterstützen - „Klein Kaukasus“ im Kreisgebiet von Segeberg muss beseitigt werden

Kiel, den 6. Juli 2020 – Offensichtlich gibt es im Kreis Segeberg größere Vorkommen des Riesenbärenklau. Der Landesverband NaturFreunde fordert die Verantwortlichen im Kreis Segeberg auf, neben einer Erfassung der Bestände schnellstmöglich Maßnahmen zur Bekämpfung der Herkulesstaude zu ergreifen und die betroffenen Gemeinden zu unterstützen.

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„Wir sind in Klein Gladebrügge wohl auf ein Epizentrum der Ausbreitung der eigentlich im Kaukasus heimischen Herkulesstaude, auch als Riesenbärenklau bekannt, gestoßen“, stellt Dr. Ina Walenda, Landesgeschäftsführerin der NaturFreunde fest. „Trotz engagierter Bemühungen wie dem mehrfachen Mähen ist es der Gemeinde bisher nicht gelungen, die Verbreitung einzudämmen. Inzwischen sind größere Flächen überwuchert.“

Besonders schwer wiege, dass die Samen der auch unmittelbar am Höltgraben von Klein Gladebrügge wachsenden Staude in die Trave transportiert würden. Von dort sei eine weitere Ausbreitung entlang des Flusses bis zur Ostseeküste nur schwer zu verhindern. Es bestehe dringender Handlungsbedarf, so Walenda.

Auf Bitten einer Gemeindevertreterin um Unterstützung waren die NaturFreunde S-H zu einer gemeinsamen Besichtigung der Herkulesstauden-Vorkommen am vergangenen Wochenende angereist und über das Ausmaß der Ausbreitung der Giftpflanze kaum mehr aus dem Staunen heraus gekommen. Der Neubürger aus dem Kaukasus hätte bereits auf Privatgrundstücken, öffentlichen Flächen - auch unmittelbar an von Fußgängern wie Kindern frequentierten Wegen – und an landwirtschaftlich genutzten Flächen imposante Dominanzbestände ausgebildet. Deren Bekämpfung stelle sich als eine Herausforderung dar, so der Landesverband NaturFreunde, sei aus Naturschutz- und Gesundheitsschutzgründen aber absolut notwendig.

Die über drei Meter hohen Pflanzen in der Region, deren Blütenstände bis zu einen halben Meter Durchmesser aufwiesen, verdrängten die heimischen Arten und gefährdeten Mensch und Tier durch ihre Giftigkeit. Eine Berührung führe zusammen mit Sonnenlicht zu einer fototoxischen Reaktion und verursache schwere Verbrennungen mit dauerhaften Narben. Besonders gefährdet seien Kinder, deren Haut besonders empfindlich reagiere. Die Pflanze verbreite sich allein durch ihre Samen – davon könne ein ausgewachsenes Exemplar bis zu 50.000 bilden.

Wie eine weitere Ausbreitung der Herkulesstaude umweltverträglich eingrenzt und letztlich beseitigt werden könne, hatte der Landesverband NaturFreunde den Gemeindevertretern und interessierten Bürgern erläutern und auch praktisch mit Macheten und Spaten demonstrieren können. Die Gemeinde wolle im nächsten Frühjahr neben dem Dorfputz auch eine Bekämpfung der Herkulesstaude durch Ausgraben angehen.

„Trotz allem großen Engagement ist die Gemeinde angesichts der Dimension der Bestände mit der Bekämpfung überfordert,“ meint der Landesvorsitzende Hans-Jörg Lüth, „Neben einer notwendigen Erfassung der Bestände sollte der Kreis seine Gemeinden bei der Bekämpfung der Herkulesstaude nicht allein lassen und ihnen konkrete Unterstützung anbieten.“

Die NaturFreunde haben es sich zur Aufgabe gemacht, über die Gefährdung von heimischer Artenvielfalt und Gesundheit aufzuklären und effektive Methoden zur Bekämpfung vorzustellen. Weitere Informationen/ Luftbilder/ Fotos unter: http://www.naturfreunde-sh.de/ und unter http://www.naturfreunde-sh.de/baerenklau-bekaempfen.html

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PM14/02.07.2020

Schleswig-Holstein übernimmt die Vizepräsidentschaft im Ostseeschutz/ NaturFreunde fordern Maßnahmen gegen „Todeszonen“ in der Ostsee

KIEL. 2. Juli 2020 Die Vizepräsidentschaft Schleswig-Holsteins im Ostseeschutz kann eine große Chance für Ostsee und die Förden Schleswig – Holsteins sein. Neben dem Schutz der marinen Biodiversität muß es vorrangiges Ziel sein, den Nährstoffeintrag in die Ostsee zu reduzieren, um die sauerstofffreien und – armen Bereich der Ostsee nicht weiter anwachsen zu lassen.

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„Insbesondere für die Förden und Buchten des Landesmuß der landseitige Eintrag von Nährstoffen minimiert werden“, fordert Oliver Wendenkampf (Meereskundler der NF SH). „Insbesondere die dramatische Situation in der Flensburger Förde kann nur so gebremst und mittelfristig zu einem guten ökologischen Zustand zurückgeführt werden“.

Auch die Absicht, das Projekt „Modellregion Schlei“ und die „Ostseestrategie 2100“, als „best-practice“-Beispiele bei HELCOM vorstellen und mit den Ostsee-Partnern weiterzuentwickeln, wird ausdrücklich begrüßt.

Ebenso begrüßen die NaturFreunde SH die Entscheidung der Landesregierung, endlich auch die Themen der Munitionsaltlasten und des Meeresmülls an zu gehen.

„Maßnahmen wie screening und Markierung genügen allerdings bei weitem nicht“, so Wendenkampf weiter. „Sie können nur die Voraussetzungen schaffen, um konkrete Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen. Mit jedem Tag, den wir länger warten, verrottet die nach den Weltkriegen versenkte Munition weiter und vergiften die austretenden Schadstoffe unsere Meeresumwelt. Die Altlasten müssen endlich geräumt werden, auch wenn das mit hohen Kosten verbunden ist. Aber Abwarten wird für die Zukunft nur um ein Vielfaches teuer!“

In diesem Zusammenhang regen die NaturFreunde SH einen runden Tisch „Ostseeschutz 2030“ an und erklären ausdrücklich ihre Bereitschaft, diesen mit Ihrer Expertise und konkreten Bildungs- und Informationsangeboten zu unterstützen.

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PM13/29.06.2020

Invasive Art bedroht Natur, Tiere und Menschen
Herkulesstaudenbekämpfung in Klein Gladebrügge

Kiel, den 29. Juni 2020 – Zusammen mit Vertretern der Gemeinde lädt der Landesverband NaturFreunde für Freitag, den 3. Juli 2020 um 16.00 Uhr zur Bekämpfung der Herkulesstaude in den Ohldenborger Redder nach 23795 Klein Gladebrügge ein. Treffpunkt ist das Feuerwehrhaus. Vor Ort dabei sein werden auch der Bürgermeister Volker Göttsche und Gemeindevertreter.

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Die Gemeindevertretung in Klein Gladebrügge bei Bad Segeberg möchte das Naturschutzproblem Herkulesstaude nach Jahren ihrer Ausbreitung unter fachlicher Anleitung des Umwelt- und Naturschutzverbandes NaturFreunde S-H jetzt angehen. Ein Großteil der Pflanzen befinde sich am Gewässer Höftgraben, das in die Trave fließt, sowie bereits auf Privatflächen. Die Ausbreitung der invasiven Art aus dem Kaukasus sei mittlerweile so groß, dass sich die Verantwortlichen von dem Gedanken verabschiedet hätten, den Bärenklau sofort vollständig entfernen zu können. Wie eine weitere Ausbreitung der Herkulesstaude umweltverträglich eingrenzt werden könne und warum dies erforderlich sei, solle gemeinsam vor Ort erläutert und praktisch demonstriert werden.

Die Gemeindevertretung und der Landesverband der NaturFreunde rufen alle Bürger und Bürgerinnen auf, sich an der Bekämpfungsaktion am kommenden Freitag zu beteiligen. Der späte Tageszeitpunkt der Aktion um 16 Uhr solle möglichst Vielen eine Teilnahme ermöglichen. Zudem dürfe eine Bekämpfung nicht in praller Sonne erfolgen. Da ein Kontakt mit der giftigen Pflanze bei Mensch und Tier zu schweren Verbrennungen führen könne, raten die NaturFreunde eine den Körper bedeckende Kleidung zu tragen. Wer praktisch mit anpacken möchte, solle zudem Handschuhe, eine Schutzbrille (Sonnenbrille) sowie eine Machete oder einen Spaten mitbringen und möglichst eine Kopfbedeckung tragen. Alles weitere solle vor Ort erläutert werden.

Für Rückfragen: Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116

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PM12/22.06.2020

Invasive Art bedroht Natur, Tiere und Menschen
Herkulesstaudenbekämpfung in der Gemeinde Molfsee

Kiel, den 22. Juni 2020 – Um eine fachgerechte Bekämpfung der Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum) durch eine Entfernung der großen Blütenstände zu demonstrieren, lädt der Landesverband NaturFreunde für Mittwoch, den 24. Juni 2020 um 9.00 Uhr nach 24113 Molfsee ein.

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Treffpunkt ist der Ortsteil Rammsee in der Straße Osterberg 2 (Kreuzung Osterberg/ Holm). Von dort geht es 200 Meter in Richtung Norden zu einer Senke. Dabei sein wird auch der Herkulesstauden-Experte Niels Jensen aus Kiel. Vor Ort wollen wir demonstrieren, wie sich die Herkulesstaude durch ein Abschlagen der großen Dolden fachgerecht bekämpfen lässt. r Bestand in Molfsee ist Riesenbärenklau-typisch. Die Pflanzen haben sich flächig ausgebreitet und weisen eine Größe von bis zu drei Metern auf. Der frühe Tageszeitpunkt der Aktion um neun Uhr ist der Giftigkeit der Herkulesstaude bei Hautkontakt in Kombination bei hoher UV-Einstrahlung geschuldet wie sie für die kommende Woche vorhergesagt wurde. Ein Kontakt mit den sogenannten phototoxischen Furanocumarinen kann bei Mensch und Tier zu schweren Verbrennungen führen. Eine Bekämpfung sollte daher idealerweise bei bewölktem Himmel, nicht jedoch in praller Sonne erfolgen.

Die Herkulesstaude sollte sowohl auf öffentlichen Flächen als auch auf Privatgrundstücken nach Sichtung umgehend vernichtet werden, um eine weitere Ausbreitung einzudämmen - allerdings nicht. Wie vielfach angenommen, aufgrund ihrer Giftigkeit, sondern aus Gründen des Naturschutzes. Alles weitere soll vor Ort in Molfsee erläutert werden.

Für Rückfragen: Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116

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PM11/15.06.2020

Invasive Art bedroht Natur, Tiere und Menschen
Herkulesstaudenbekämpfung in Preetz

Kiel, den 15. Juni 2020 – um eine fachgerechte Bekämpfung der Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum) zu demonstrieren, lädt der Landesverband NaturFreunde für Freitag, den 19. Juni 2020 um 11.00 Uhr nach 24211 Preetz ein. Treffpunkt ist der ehemalige Kompostplatz („Schredder“) nahe dem Postfelder Weg (Download Lageplan). Dabei sein wird auch der Leiter der Umweltbehörde der Stadt Preetz, Jan Birk.

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Die Herkulesstaude, auch Riesenbärenklau genannt ist eine gefährliche Giftpflanze. Um sich gegen Pflanzenfresser zu schützen, hat der aus dem Kaukasus eingeschleppte Doldenblütler Gift in fast allen Bestandteilen. Kontakt kann bei Mensch und Tier zu schweren Verbrennungen. Kinder sind besonders gefährdet, da die bei uns bis zu drei Meter große Pflanze geradezu einlädt, sich darunter zu verstecken oder mit den hohlen Stängeln zu spielen. Die Herkulesstaude stellt zudem eine Gefahr für die heimische Natur dar. Sie kommt vor allem an Verkehrswegen, auf Brachflächen, entlang von Gewässern und in Gärten, vor.

Die Pflanze ist trotz ihrer Gefährlichkeit zwar nicht meldepflichtig, sollte aber sowohl auf öffentlichen Flächen als auch auf Privatgrundstücken nach Sichtung umgehend vernichtet werden, um eine weitere Ausbreitung einzudämmen. Wie dies fachgerecht durchzuführen ist, möchte der Landesverband NaturFreunde vor Ort demonstrieren. Die Stauden sind in Preetz etwa einen Meter hoch und blühen noch nicht.

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PM10/05. Juni 2020

Neue Broschüre
Zigarettenkippen – ein brennendes Umweltproblem

Kiel, den 5. Juni 2020 – Weltweit werden jedes Jahr Billionen Zigarettenkippen gedankenlos einfach „weggeschnippt“ und in die Umwelt entsorgt. Vielen ist dabei gar nicht bewusst, dass Zigarettenkippen hochgiftig sind und eine erhebliche Gefährdung für Mensch und Natur bedeuten. Mit seiner 28-seitigen Broschüre möchte der Landesverband NaturFreunde umfassend aufklären und zu einer ordnungsgemäßen Entsorgung beitragen. Die Broschüre kann gegen eine Übernahme der Versandkosten von drei Euro unter naturfeunde@naturfreunde-sh.de angefordert werden. Die NaturFreunde wollen mit ihrer Broschüre bei den Rauchern um mehr Verständnis für die durch gedankenlos weggeworfene Zigarettenreste ausgelösten Umweltprobleme werben. Eine Entsorgung müsse ausschließlich über öffentliche Müllbehältnisse oder mitgeführte Taschenaschenbecher erfolgen.

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„Nach Lockerung der Kontaktsperre ist in die Städte wieder Leben einkehrt“, so Dr. Ina Walenda, Landesgeschäftsführerin der Naturfreunde S-H. „Damit finden sich leider wieder vermehrt Kippen in den Fußgängerzonen. Auch an den wieder stark frequentierten Stränden sammeln sich wieder nur schwer zu entfernende Zigarettenkippen an und tragen zur Belastung der Meere mit Mikroplastik bei“, so Walenda.

Unachtsam auf dem Boden entsorgte Kippen stellten in ihrer Summe eine immense Schadstoffbelastung für die Böden und Gewässer dar. Wie groß diese sei, was diese für die Umwelt im Detail bedeuteten und was dagegen unternommen werden könne, sei in der Broschüre ausführlich und leicht verständlich dargestellt.

Weitere Infos auf der Homepage der NaturFreunde S-H unter http://www.naturfreunde-sh.de/forderungen-naturfreunde.html

Anlage: Titelblatt Broschüre "Zigarettenkippen - ein brennendes Umweltproblem"

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PM09/26.05.2020

NaturFreunde organisieren Bekämpfungsaktionen
Standorte der gefährlichen Herkulesstaude melden

Kiel, 26. Mai 2020 - In den letzten Wochen drängt es wieder viele in die Natur. Doch dort lauern nicht nur gefährliche Zecken, auch von Pflanzen gehen Gefahren aus. Mit zu den giftigsten Pflanzen, so der Landesverband NaturFreunde, zähle der Riesenbärenklau.

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Der Neubürger aus dem Kaukasus verdränge zudem die heimischen Pflanzen, bedrohe damit die biologische Vielfalt und der direkte Kontakt mit ihnen könne Verbrennungen sowie Krankheiten auslösen.

Die NaturFreunde S-H und ihre regionalen Gruppen organisieren deshalb für Juni Bekämpfungsaktionen dieser schön anzuschauenden, aber gefährlichen Pflanze, für dessen Bestände gemäß § 40 Landesnaturschutzgesetz (LNatSchG) geeignete Maßnahmen zu treffen sind, um einer Gefährdung von Ökosystemen, Biotopen und heimischen Arten entgegenzuwirken. Die Bekämpfung erfolge je nach Wachstumsstadium der Pflanze durch Ausgraben oder mit einem Abschlagen der Blütenstände.

Der Landesverband möchte demonstrieren, dass selbst auf scheinbar problematischen Flächen auf den Einsatz von Pestiziden zur Beseitigung der Staude verzichtet werden könne. Zusammen mit ihrem Experten Niels Jensen, stünden die NaturFreunde vor Ort gern mit Rat und Tat zur Seite, um die Möglichkeiten und Vorteile einer mechanischen Bekämpfung zu erläutern. Zwar sei ein Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenbehandlungsmitteln zur Beseitigung des Riesenbärenklau seit Jahren in Gemeinden verboten, aber Ausnahmegenehmigungen würden aus Unkenntnis über alternative Methoden leider noch häufig beantragt.

Der Neubürger aus dem Kaukasus lasse sich an seinen gezackten, giftgrünen Blättern und den behaarten, purpurfarben gefleckten Stängeln erkennen und blühe je nach Witterung von Ende Juni bis in den Juli hinein.

Weitere Infos, Bilder und Kontakt unter http://www.naturfreunde-sh.de/baerenklau-bekaempfen.html


 


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PM08/12.05.2020

Invasive Art bedroht Natur, Tiere und Menschen
Herkulesstaudenbekämpfung in Gelting-Wackerballig

Kiel, den 12. Mai 2020 – Um eine fachgerechte Bekämpfung der Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum), auch Riesenbärenklau genannt, zu demonstrieren, lädt der Landesverband NaturFreunde für Freitag, den 15. Mai 2020 um 13.00 Uhr nach 24395 Gelting-Wackerballig in die Strandstraße (Radwanderweg) als Treffpunkt ein.

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Dabei sein werden auch Boris Kratz, Bürgermeister von Gelting, und Dr. Gunter Wolf, Arzt und NaturFreund, der über die gesundheitlichen Gefahren der Herkulesstaude informieren wird. Die NaturFreunde S-H möchten zeigen, wie diese bedrohliche invasive Art fachgerecht und nachhaltig auf natürliche Weise ohne den Einsatz von Giften beseitigt werden könne.

Aufgrund der bisher langen Trockenheit seien die Stauden noch vergleichsweise niedrig.  Gegensatz zum in Europa heimischen Wiesen-Bärenklau verursache der Riesen-Bärenklau beim Berühren schwerste Verbrennungen, so Dr. Wolf. Der Saft der Pflanze enthalte phototoxische Furancumarine. In Kombination mit gleichzeitiger oder nachfolgender Sonneneinstrahlung führe das zu den starken Verbrennungen, tückisch sei, das diese erst Stunden nach Hautkontakt auftreten. Die Blasenbildung könne derart stark sein, dass sogar Narben zurückblieben. Besonders gefährdet seien Kinder, die durch die imposanten Blütenstände angelockt würden und die Gefahren nicht kennen würden.

Der Riesenbärenklau ist äußert konkurrenzstark, besitzt keine natürlichen Feinde wie Fressschädlinge und Parasiten, hat einen riesigen Wuchs und eine gewaltige Samenproduktion“, erklärt Jürgen Klose vom Landesvorstand. „Eine einzelne Riesen-Bärenklau-Pflanze kann mehrere 10.000 Samen bilden, die im Boden etwa sieben Jahre keimfähig bleiben. Die Ausbreitung kann durch Wind, Gewässer oder Tiere erfolgen.“  Dies habe dazu geführt, dass sich der Riesen-Bärenklau schnell ausbreiten konnte. Er verdränge heimische Pflanzenarten und die daran gebundenen Tierarten, teilweise seien schon fast waldähnliche Bestände anzutreffen, in denen keine anderen Arten mehr vorkommen. Für die Natur, aber auch für den Menschen, sei diese Pflanzenart deshalb zu einem großen Problem geworden. Als Hundebesitzer merkt Klose an, dass die Staude auch für Vierbeiner zur Gefahr werden könne. Nur durch konsequente Gegenmaßnahmen sei eine schnelle, flächenhafte Ausbreitung noch zu verhindern.

Infolge der COVID19-Pandemie werden die NaturFreunde S-H die Ausgrabung selbstverständlich mit Mundschutz und den gebotenen Abstandregeln durchführen.

Weitere Infos unter http://www.naturfreunde-sh.de/baerenklau-bekaempfen.html

Für Rückfragen: Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116

 

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PM07/24.03.2020

Fortgesetztes Politikversagen beim Gewässerschutz - zu viel Gülle auf zu wenig Äckern

Kiel, 24.03.2020 – Der aktuelle Nährstoffbericht des Landes sei die Geschichte eines jahrzehntelangen Versagens beim Gewässerschutz, so der NaturFreunde-Landesverband Schleswig-Holstein. Eine Beratung der Landwirte, höhere Lagerkapazitäten für Gülle und längere Sperrfristen für die Ausbringung seien allesamt wichtige Maßnahmen gewesen, auch größere Abstände zu Gewässern und Vertragsnaturschutz wie Öko-Landbau. 

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Eine Trendwende zum guten chemischen Zustand unserer Gewässer und des Grundwassers konnte damit nicht annähernd erreicht werden, wie der jetzt vorgelegte Bericht belegt.Immer noch seien mehr als die Hälfte des Grundwassers in Schleswig-Holstein übermäßig mit Nitrat belastet. Ungeachtet gesetzlicher Vorgaben wie der seit 1991 geltenden Nitratrichtlinie und der im Jahr 2000 in Kraft getretenen EG-Wasserrahmenrichtlinie sei die Belastung der Gewässer mit Düngemitteln aus der Landwirtschaft unverändert dramatisch zu hoch, der Zustand habe sich in einigen Regionen sogar noch weiter verschlechtert. Das Nitratproblem sei seit spätestens seit den 80iger Jahren mit dem Aufkommen erster übermäßiger Belastungen bekannt. Das Handlungsversagen sei auch mit Fristverlängerungs- und Ausnahmegründen nicht zu rechtfertigen.

Zu lange habe man allein auf freiwillige Maßnahmen in den landwirtschaftliche Betrieben vertraut. Als diese auch nach Jahren keine messbare Wirkung zeigten, wurde seitens der Landwirtschaftslobby mit dem „langen Gedächtnis“ des Grundwassers argumentiert, also das Nitrat erst nach längerer Zeit abgebaut würde. Aktuell diskutiere man angebliche Ungerechtigkeiten bei der Erfassung von Nitratwerten.

Weder die Messstellen oder deren teilweise unzureichende Zuordnung zu Betrieben sind das Problem, sondern zu viel Gülle auf zu wenig Fläche“, stellt Dr. Ina Walenda fest. „Die Politik muss endlich dafür sorgen, dass nur so viel Dünger auf den Boden gelangt wie die Kulturpflanzen zum Wachstum tatsächlich benötigen. Dazu gehört auch, dass Nitratüberschüsse verursachergerecht reduziert werden.“

Für Rückfragen
Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116

 

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PM06/23.03.2020

NaturFreunde warnen vor Corona-Trittbrettfahrern

Kiel, 23.03.2020 - Angesichts von Forderungen der FDP und des Bauernverbandspräsidenten Rukwied, Umweltstandards zum Gewässerschutz zu verwässern, appelliert der Landesverband NaturFreunde an Landwirtschaftsminister Albrecht, sich nicht beirren zu lassen und keinem Aufschub und weiteren Aufweichungen der Düngeverordnung zuzustimmen.

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In der Diskussion um die neue Düngeverordnung muß es allein darum gehen, wie der Schutz unserer Gewässer und des Grundwassers umgesetzt werden kann,“ fordern die NaturFreunde mit ihrer Landesgeschäftsführerin Dr. Ina Walenda. „Das Land soll die Landwirte bei der Umsetzung unterstützen – nicht aber Standards verwässern. Hier ist die Landesregierung gefordert. Gehen Sie nicht Trittbrettfahrern auf den Leim, die die Corona-Krise für ihre Zwecke mißbrauchen wollen. Unsere Lebensmittelversorgung wird weder durch Corona noch durch die geplante Düngeverordnung gefährdet! Sauberes Grund- und Trinkwasser ist lebenswichtig.“

Die Böden in Schleswig-Holstein seien seit Jahrzehnten überdüngt, so die NaturFreunde. Hauptursache dafür sei als Folge der Massentierhaltung die massenhafte Ausbringung von Gülle in der Landwirtschaft, wodurch zu viel Nitrat ins Grundwasser gelange. Die EG-Wasserrahmenrichtlinie gelte seit dem Jahr 2000 und hätte spätestens in 2015 umgesetzt sein müssen. Ihr Ziel, die viel zu hohen Einträge an Nitrat in die Gewässer soweit zu verringern, dass 50 Milligramm pro Liter Nitrat nicht überschritten werden, wird auf über 50 Prozent der Landesfläche von Schleswig-Holstein nicht erreicht.

Die jetzt im Bundesrat zu beschließenden Vorgaben zum Gewässerschutz mit strengeren Vorgaben zur Düngung dürften nicht länger verschleppt werden. Dafür sei eine verschärfte Düngeverordnung unumgänglich. Freiwillige Maßnahmen, die auf Druck der Landwirtschaftslobby über zwanzig Jahre verbindlichere Gesetze verhinderten, hätten kläglich versagt.

Hintergrund:
Bis Anfang April 2020 muss eine Düngeverordnung bundesweit beschlossen sein, andernfalls drohen Deutschland empfindliche Strafzahlungen. Die EU-Kommission hatte Deutschland wegen zu hoher Nitratwerte im Grundwasser verklagt. Bereits 2002 stellte der Europäische Gerichtshof (EuGH) eine Vertragsverletzung fest. In 2017 legte der Bund eine Düngeverordnung vor, doch die reichte Brüssel nicht. In 2018 verurteilte der EuGH Deutschland, nicht länger gegen die Richtlinie zu verstoßen und verhängte Strafen für den Fall weiterer Verzögerungen. Nun muss die Bundesregierung zusätzliche Düngebeschränkungen beschließen. Es geht insbesondere darum, in besonders belasteten Gebieten den Einsatz von Düngemitteln, insbesondere Gülle, zu reduzieren.


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PM05/12.03.2020

Abschaffung durch Umstrukturierung:
UKSH plant Etikettenschwindel für die Toxikologie

Kiel, 12.03.2020 – Eines der letzten unabhängigen Institute für Toxikologie steht auf der Kippe. Nach Informationen des Landesverband NaturFreunde gibt es einen erneuten Anlauf seitens des UKSH, das Institut für Toxikologie als eigenständiges Institut abzuschaffen. Die Entscheidung ist für Montag anvisiert.

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Offensichtlich plant das UKSH einen Etikettenschwindel“, so Dr. Ina Walenda, Geschäftsführerin vom Landesverband NaturFreunde. „Das Institut verfügt über wissenschaftliche Geräte zur Forschung und Analytik im Wert von mehreren Millionen Euro, dies weckt offensichtlich die Begehrlichkeit anderer Professoren, die diese Ausstattung für ihre eigene Forschung zweckentfremden möchten.“ Zwar solle der Name Umweltmedizin unter anderem weitergeführt werden, inhaltlich sei jedoch eine Neuausrichtung mit Schwerpunkt der Forschung auf Digitale Medizin, Onkologie und Neurologie geplant. Die Umwelttoxikologie würde dadurch aber unter den Tisch fallen.

Schleswig-Holstein brauche angesichts der zunehmenden Belastungen unserer Umwelt und der damit verbundenen Gesundheitsgefährdungen nötiger denn je weiterhin ein Institut für Toxikologie. Gerade das Kieler Institut – eines der fünf letzten unabhängigen – habe sich bundesweit und darüber hinaus einen hervorragenden Ruf erworben: International anerkannte Experten wie Dr. Hermann Kruse und Prof. Dr. Edmund Maser hätten das Institut geprägt und mit ihren Forschungsergebnissen auf Umweltgefahren wissenschaftlich fundiert hingewiesen und sich damit um unserer Gesellschaft insgesamt verdient gemacht. Ohne das Institut wüssten wir weniger über zahlreiche Studien.

„Das Land Schleswig-Holstein trägt eine besondere Verantwortung“, so die NaturFreunde. Vor allem das Bildungs- und das Umweltministerium sei gefordert, sich für den Erhalt der Toxikologie als eigenständiges Institut einzusetzen und die Christian-Albrechts-Universität bzw. das UKSH auf ihre gesellschaftliche Verantwortung zu verpflichten.

„Wir appellieren an die CAU bzw. das UKSH, ihren guten Ruf nicht weiter aufs Spiel zu setzen, indem ein anerkanntes Institut der eitlen Selbstdarstellung und Eigenprofilierung einiger Professoren für deren eigene Forschung geopfert wird. Das Intrigenspiel an der CAU muss endlich beendet werden und die Toxikologie als eigenes Institut erhalten bleiben.“

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PM04/09.03.2020

Wahlen bei den NaturFreunden S-H
Neuer Schwung mit Vorstandsteam

Auf ihrer Delegiertenversammlung auf dem Priwall wählte der Landesverband NaturFreunde erstmals ein Team als Landesvorstand. Die Geschicke des 125 Jahre alten Vereins werden zukünftig drei Landesvorsitzende steuern: Hans-Jörg Lüth, ehemaliger Landesgeschäftsführer aus Bordesholm, Jürgen Klose, Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit aus Gelting und Katharina Uhlig, Studentin der Transformationstudien aus Flensburg.

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Komplettiert wird das Vorstandsteam durch die beiden Beisitzer Silke Zilz, IT-Anwendungsmanagerin aus Kiel, und dem Informatiker Jürgen Strack aus Neuwittenbek. Für zusätzliche inhaltliche Aufgabenbereiche wie Gewässerschutz, Kultur und Bildung, Natursport oder Hanseatenweg und Ochsenweg wurden Landesbeauftragte benannt.

Geschuldet ist diese neue, modernere Vereinsstruktur dem Wunsch der Aktiven nach zeitgemäßeren Arbeitsstrukturen und einer breiteren Arbeitsverteilung im Ehrenamt. Dafür wurden umfangreiche Satzungsänderungen beschlossen. Auch wird der Vereinssitz von Büdelsdorf nach Kiel verlegt, nachdem bereits 2015 im Lorentzendamm 16 eine Geschäftsstelle eingerichtet wurde.

Der Verein war in der Vergangenheit durch eine Konzentration auf seine eigenen Veranstaltungen und Aktivitäten der Ortsgruppen und eine Überalterung der Mitglieder geprägt. Der Modernisierungsprozess der letzten drei Jahre hin zu mehr Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen zu umweltpolitisch aktuellen Themen, Kooperationen mit anderen Vereinen und Initiativen verbunden mit mehr projektorientierter Arbeit hat bereits eine Trendwende eingeleitet: Jünger und weiblicher werden die NaturFreunde nun und auch die Mitgliederzahlen steigen wieder an. Neue Ortsgruppen, so in Flensburg und Itzehoe, befinden sich in Gründung. Dieser Weg soll nun weiter beschritten werden. Auch sollen die beiden NaturFreundehäuser in Kalifornien und auf dem Priwall enger in die landesweiten Aktivitäten der NaturFreunde einbezogen werden.

Zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde der aus dem Amt geschiedene Vorsitzende Dieter Neumann aus Büdelsdorf, der den Landesverband seit dessen Gründung geleitet hatte. Um seine Verdienste zu würdigen, war eigens der Bundesvorsitzende der NaturFreunde Michael Müller aus Berlin angereist.




 

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PM03/28.02.2020

Unsere Umwelt ist kein Aschenbecher - 
"Kippenkonferenz" im Wissenschaftspark Kiel

Mit einer Veranstaltung am 6. März 2020 im Wissenschaftspark Kiel möchte der Landesverband NaturFreunde auf Umweltprobleme durch unsachgemäß entsorgte Zigarettenkippen aufmerksam machen, so vermeidbare Boden- und Gewässerbelastungen. Bislang fehlen effektive Maßnahmen.

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Ihre Teilnahme zugesagt haben Umweltminister Jan Philipp Albrecht, der Kieler Toxikologe Prof. Dr. Maser, eine Vertreterin des Bundesverbandes der Tabakwirtschaft, die „müllfreie“ Stadt Groningen aus den Niederlanden, das Umweltschutzamt Kiel sowie Vereine und Initiativen.

„Zwar ist die öffentliche Aufmerksamkeit für das Umweltproblem Zigarettenkippe gestiegen“, auch Bußgelder für das „wegschnippen“ wurden in vielen Kommunen erhöht, Touristenstädte verteilen vermehrt Taschenaschenbecher und im Februar 2020 wurde ein landesweites Rauchverbot für Kinderspielplätze im Landtag beschlossen. Doch nach wie vor liegen die Kippen auf Gehwegen, in der Natur, so auch an den Stränden von Nord- und Ostsee“, stellt Dr. Ina Walenda, Geschäftsführerin der NaturFreunde S-H fest. Deshalb, so Walenda, sollen auf der „Kippen-Konferenz“ weitere Maßnahmen diskutiert werden. Die Ergebnisse möchten die NaturFreunde S-H den Kommunen, in deren Zuständigkeitsbereich die sachgerechte Entsorgung fällt, gern zur Verfügung stellen.

Im Vorfeld der ihrer Kippenkonferenz veranstalten die NaturFreunde S-H eine Zigarettenkippensammel-Aktion auf dem Asmus-Bremer-Platz in Kiel am 4. März 2020. Ab 12.00 Uhr geht es los miteine, Infostand. Ab 13.00 Uhr startet die Sammelaktion. Unterstützt werden die NaturFreunde S-H dabei von Schülern und Schülerinnen der Toni-Jensen-Gemeinschaftsschule aus Kiel-Dietrichsdorf sowie des Regionalen Bildungszentrums am Schützenpark (RBZ Kiel).

Für Rückfragen
Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116

 

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PM02/27.02.2020

Unsere Umwelt ist kein Aschenbecher - 
NaturFreunde informieren in Kiel

Mit einer Aktion auf dem Asmus-Bremer-Platz in Kiel am 4. März 2020 ab 12.00 Uhr wird der Landesverband der NaturFreunde auf das Umweltproblem Zigarettenkippen aufmerksam machen. Ab 13.00 Uhr startet eine Sammelaktion. Unterstützt werden die NaturFreunde S-H dabei von Schülern und Schülerinnen der Toni-Jensen-Gemeinschaftsschule aus Kiel-Dietrichsdorf sowie des Regionalen Bildungszentrums am Schützenpark (RBZ am Schützenpark in Kiel).

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Die Aufklärungsaktion findet im Vorfeld der Veranstaltung „Unsere Umwelt ist kein Aschenbecher – was tun gegen die Kippenflut?“ am 6. März im Wissenschaftszentrum Kiel statt, an der auch Umweltminister Jan Philipp Albrecht, der Kieler Toxikologe Prof. Dr. Maser, Vertreter des Bundesverbandes der Tabakwirtschaft und der „müllfreien“ Stadt Groningen aus den Niederlanden sowie Vereine und Initiativen teilnehmen werden.

Hintergrund von Aktion und der „Kippenkonferenz“ der NaturFreunde sind vermeidbare Boden- und Gewässerbelastungen durch unsachgemäß entsorgte Zigarettenkippen, aber bislang fehlende effektive Maßnahmen. „Zwar ist die öffentliche Aufmerksamkeit für das Umweltproblem Zigarettenkippe gestiegen“, auch Bußgelder für das „wegschnippen“ wurden in vielen Kommunen erhöht, Touristenstädte verteilen vermehrt Taschenaschenbecher und im Februar 2020 wurde ein landesweites Rauchverbot für Kinderspielplätze im Landtag beschlossen. Doch nach wie vor liegen die Kippen auf Gehwegen, in der Natur, so auch an den Stränden von Nord- und Ostsee“, stellt Jürgen Klose vom Vorstand der NaturFreunde S-H fest. Deshalb, so Klose, sollen auf der Veranstaltung am 6.3. weitere Maßnahmen diskutiert werden. Die Ergebnisse sollen den Kommunen, in deren Zuständigkeitsbereich die sachgerechte Entsorgung fällt, zur Verfügung gestellt werden.

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Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116

 

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PM01/07.01.2020

NaturFreunde S-H laden ein zur Kippen-Konferenz in Kiel

Unsere Umwelt ist kein Aschenbecher - 
was tun gegen die Kippenflut?

Einladung

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Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116

 

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PM13/11.09.2019

Zur Anhörung im Landtag
Klimaschutz gehört in die Landesverfassung

Klimaschutz habe, so der NaturFreunde-Landesverband, eine grundsätzliche Bedeutung für die Gesellschaft und sei vielen anderen Zielen mindestens gleichrangig. Eine Aufnahme als Staatsziel in die Landesverfassung sei daher ein folgerichtiger Schritt. Auch in der EU gehöre der Klimaschutz zu dem Primärrecht, eine Verankerung in der Landesverfassung sei nur konsequent.

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Auf der heutigen Anhörung im Innen- und Rechtsausschuss des Landtages zur Aufnahme des Klimaschutzes in die Landesverfassung erklärte die NaturFreunde-Landesgeschäftsführerin, Dr. Ina Walenda:

Klimaschutz ist eine Generationen übergreifende Aufgabe und gesellschaftliche Verpflichtung, Klimaschutz gehört als Staatsziel in die Landesverfassung. Neue Gesetze müssten dann immer auch unter dem Gesichtspunkt des Klimaschutzes betrachtet werden.“

Während weltweit Schülerinnen und Schüler für einen umfassenden Klimaschutz demonstrierten und bundesweit Politiker von Parteien wie Grüne, SPD und CSU eine Aufnahme des Klimaschutzes ins Grundgesetz forderten, dürfe sich der schleswig-holsteinische Landtag nicht einer Aufnahme in die Landesverfassung verweigern.

Klima als Staatsziel dürfe keine „Verfassungslyrik“ bleiben. Klimaschutz, so die NaturFreunde S-H, entscheide sich jeden Tag im konkreten Handeln, regional und lokal. Das schleswig-holsteinische Klimaschutzgesetz müsse mit ambitionierteren verbindlichen Ziele weiterentwickelt, wirksame Kontroll- und Sanktionsmechanismen zur Umsetzung verankert und mehr konkrete Maßnahmen umgesetzt werden. Das Land müsse mit gutem Beispiel den Klimaschutz auf allen Ebenen voranbringen - hierzu könne die Verankerung des Klimaschutzes in der Landesverfassung für den nötigen Rückenwind sorgen.

Ausführliche Stellungnahme unter http://www.naturfreunde-sh.de/stellungnahmen.html

Für Rückfragen:
Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116

 

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PM12/19.08.2019

Kinder haben ein Recht auf gesunde Spielräume:
NaturFreunde fordern vom Umweltminister Rauchverbot auf Kinderspielplätzen

Sandkisten dürfen nicht länger als Ascher genutzt werden, so die NaturFreunde S-H. Sie appellieren an die Landesregierung, das Rauchen auf Kinderspielplätzen landesweit zu verbieten. Die Gesetzgebungskompetenz dafür liege beim Umweltministerium.

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Im Gegensatz zu Bayern, Brandenburg, Bremen, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland habe Schleswig-Holstein ein landesweites Rauchverbot auf Kinderspielplätzen bisher leider versäumt. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen zu Umweltverschmutzungen durch Zigarettenkippen hervor. Worauf wartet der Umweltminister noch?“, fragt Dr. Ina Walenda, Landesgeschäftsführerin der NaturFreunde S-H. „Zigarettenkippen sind hochgiftig und gehören nicht auf Spielplätze und andere von Kindern genutzten Räume.“ Die Filter nähmen mit bis zu 50 Prozent des Teers aus dem Zigarettenrauch auf und seien mit giftigen und krebserzeugenden Substanzen wie Nikotin in hoher Konzentration angereichert.

Bei zahlreichen Gesprächen mit Passanten, Parteien und Behörden an ihrem Info-Stand - so am vergangenen Freitag auf dem Südermarkt in Flensburg - stießen die NaturFreunde S-H mit ihrer Forderung ausschließlich auf Zuspruch. Viele Besucher bestätigten den NaturFreunden bei ihrer diesjährigen Aufklärungskampagne mit Sammelaktionen, so in Bordesholm, Eckernförde, Falshöft, Flensburg, Gelting, Kiel und Schleswig, dass Kippen auf ein auf fast allen Kinderspielplätzen vorkommendes Problem seien.

Kleinkinder steckten gerne Zigaretten in den Mund, denn Kinder seien natürliche Nachmacher und ahmten die Großen gerne nach. So sei es nur allzu verständlich, dass Tabakvergiftungen zu den häufigsten Vergiftungen im Kindesalter zählten. Bei Kleinkindern könne schon eine verschluckte Kippe zu Vergiftungssymptomen wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen. Die bundesweiten Giftnotrufzentralen befassten sich häufig mit der Frage der Vergiftung von Kindern durch Verschlucken von ganzen Zigaretten oder Kippen. Nikotin sei nach Medikamenten die häufigste Ursache einer Vergiftung im Kleinkindalter.

Ein Verbot müsse grundsätzlich das letzte Mittel sein, so die NaturFreunde, aber die Gesundheit von Kleinkindern stehe über dem Wunsch, überall zu rauchen.

Kontakt: Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116


 

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PM11/12.08.2019

NaturFreunde informieren in Flensburg 
Zigarettenkippen – ein brennendes Umweltproblem

Über Zigarettenkippen als eine verkannte Umweltgefahr informiert der NaturFreunde Landesverband am Freitag, den 16. August ab 11.00 Uhr in der Flensburger Innenstadt auf dem Südermarkt. Das städtische Ordnungsamt sowie Vertreter der Lokalpolitik haben zugesagt ebenfalls vor Ort zu sein.

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Die NaturFreunde wollen aufklären, warum die Kippen nicht nur ein rein ästhetisches Problem sind, was Kippen und Plastiktüten gemeinsam haben und wie enthaltene Giftstoffe der weggeworfenen Stummel zurück auf unseren Teller gelangen. Veranschaulicht werden die von den Zigarettenkippen ausgehenden Umweltgefahren anhand einer kleinen Ausstellung. Mit konkreten Vorschlägen, was getan werden müsste, um das Problem zu lösen, wollen sich die NaturFreunde an Behörden und Kommunalpolitik wenden.

Ab 13.00 Uhr starten die NaturFreunde S-H zur Demonstration eine Zigarettenkippen-Sammelaktion. Interessierte wie Medienvertreter sind herzlich eingeladen, sich daran zu beteiligen.

Infos zu weiteren Aktionen unter http://www.naturfreunde-sh.de/zigarettenkippen.html
Anlage: Faltblatt

Kontakt: Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116


 

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PM10/29.07.2019

NaturFreunde informieren in Lübeck 
Zigarettenkippen – ein brennendes Umweltproblem

Über Zigarettenkippen als ein  leicht vermeidbares Gift auf unseren Straßen und in der Natur informieren die NaturFreunde Lübeck zusammen mit dem Landesverband am Samstag, den 3. August ab 11.00 Uhr in der Breiten Straße in Lübeck.

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Erläutert wird, warum die Kippen nicht nur ein rein ästhetisches Problem sind, was Kippen und Plastiktüten gemeinsam haben und wie enthaltene Giftstoffe unsachgemäß entsorgter Kippen zurück auf unseren Teller gelangen. Dazu werden konkrete Vorschläge gemacht, was zu tun ist, um das Problem zu lösen. Anhand einer kleinen Ausstellung wird über die Umweltgefährdung informiert. Für Interessierte liegen Infomaterialien zum mitnehmen bereit. Auch wer wissen möchte, wer die NaturFreunde in Lübeck sind, ist herzlich zum Gespräch am Stand in der Breiten Straße eingeladen.

Parallel zum Info-Stand starten die NaturFreunde S-H ab 13.00 Uhr eine Zigarettenkippen-Sammelaktion. Interessierte wie Medienvertreter sind herzlich eingeladen, sich daran zu beteiligen.

Kontakt:
Jörg Lambrecht, mobil 0174 6106596


 

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PM09/17.07.2019

NaturFreunde informieren über Zigrettenkippen in Gelting

Gelting, 17.07.2019 - Über Zigarettenkippen als leicht vermeidbares Gift auf unseren Straßen und am Strand informieren die NaturFreunde Gelting-Angeln-Flensburg auf den "Geltinger Festtagen" am Samstag, den 20. Juli von 11 bis 16.00 Uhr. Erläutert wird, warum die Kippen nicht nur ein rein ästhetisches Problem sind, was Kippen und Plastiktüten gemeinsam haben und wie enthaltene Giftstoffe der weggeworfenen Kippen zurück auf unseren Teller gelangen.

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Dazu werden konkrete Vorschläge, was getan werden müsste, um das Problem zu lösen, vorgestellt. Anhand einer kleinen Ausstellung wird über die Umweltgefährdung informiert. Für Interessierte liegen Faltblätter zum mitnehmen bereit. Auch wer wissen möchte, wer die NaturFreunde in Gelting sind, ist herzlich zum Gespräch am Stand eingeladen.

Weitere Infos unter http://www.naturfreunde-sh.de/zigarettenkippen.html

Kontakt:
Jürgen Klose, mobil 0160 90242558


 

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PM08/15.07.2019

Einladung an die Medien

Für Donnerstag, den 18. Juli 2019 um 11.00 Uhr laden Studierende am Geomar Institut Kiel, Kurs „Ocean Sustainability", sowie die NaturFreunde S-H nach Kiel an den Falkensteiner Strand ein, Treffpunkt ist der Fähranleger Falkenstein (Falckensteiner Strand, 24159 Kiel). Gemeinsam widmen wir uns dem Umweltproblem unsachgemäß am Strand entsorgter Zigarettenkippen. Von den Studierenden wurden eine eigens erarbeitete Infotafel und Aschenbecher zum Ausleihen für Raucher aufgestellt. Dabei sein wird auch der „High Spirits Hochseilgarten", der sich in Falckenstein befindet und das Schild finanziert hat. Ein zweites Schild ist in Planung, möglichst viele weitere - zusammen aufgestellt mit Aschenbechern zum mitnehmen - sollen folgen.

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.Eine Lösung der Kippenproblematik, die wir Ihnen gern erläutern möchten, erhoffen wir uns eher durch Aufklärung und weniger durch kaum kontrollierbare Rauchverbote am Strand.

Kontakt:
Dr. Ina Walenda (NaturFreunde S-H), mobil 0176 20508116
Shoshanna Dorany (Uni Kiel), mobil 0176 69731516


 

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PM07/28.05.2019

NaturFreunde fordern zum Weltnichtrauchertag:
Nicht wegschauen - handeln gegen die Kippenflut

Weltweit werden jährlich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 5,6 Billionen gerauchter Zigaretten rund 4,5 Billionen Kippen überall dort, wo sich Menschen aufhalten, achtlos weggeworfen. Kippen sind aber nicht nur ein ästhetisches Problem der Vermüllung, sondern eine unterschätzte gravierende Umweltgefahr. Anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai fordert der NaturFreunde Landesverband Rauchende und die Politik auf, drastische Maßnahmen gegen die Kippenflut in Städten, Kommunen, in der Landschaft und an den Stränden von Nord- und Ostsee zu ergreifen.

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„Wir appellieren an alle Rauchenden, ihre Kippen nicht achtlos auf die Straße oder in die Natur wegzuwerfen, sondern sie wieder mitzunehmen", so Dr. Ina Walenda vom Landesverband der NaturFreunde. "Dies geht bequem in Taschenaschenbechern, eine kleine Metalldose tut es auch. Zigarettenkippen gehören in den Restmüll, denn andernfalls gelangen die Gifte in unsere Umwelt und über die Nahrungskette auf unsere Teller."

In den Orten gebe es keine Straße, in deren Rinnstein oder Fußweg sich nicht Kippen finden. Besonders häufig würden Kippen offensichtlich auf öffentlichen Plätzen, in Rabatten oder angrenzendes Gebüsch sowie vor häufig besuchten Eingängen von Geschäften wild entsorgt. Die Rücksichtslosigkeit vieler Raucher sei erschreckend. Kippen fanden die NaturFreunde S-H bei ihren Sammelaktionen praktisch überall, oft nur wenige Schritte von einem öffentlichen Ascher entfernt, an den Stränden sind Kippen inzwischen der häufigste Müll.

Die Landespolitik fordern die NaturFreunde S-H auf, das Rauchen auf Kinderspielplätzen zu verbieten. Die Gesetzgebungskompetenz dafür liege beim Umweltministerium. Im Gegensatz zu Bayern, Brandenburg, Bremen, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland habe Schleswig-Holstein ein solches Verbot bisher leider versäumt. Auch sollte eine Aufklärung verpflichtend über die Schulen erfolgen. Die Kommunen sollten deutlich mehr Aschenbecher im öffentlichen Raum aufstellen, Geschäfte mit viel Publikumsverkehr wie Restaurants, Supermärkte oder Bäckereien sollten an ihren Eingängen Ascher mit entsprechenden Hinweisen anbringen. Dies müsse ebenso für Bahnhofeingänge, Veranstaltungsräume und öffentliche Gebäude gelten.

Das Wegwerfen von Zigarettenkippen ist laut Abfallgesetz eine „unzulässige Abfallentsorgung“, also verboten. Um so unverständlicher sei es, so der NaturFreunde Landesverband, dass diese Ordnungswidrigkeit von den Behörden eher selten verfolgt und nur der Müll teilweise mit großem Aufwand beseitigt würde. Dabei könnte vorhandenes oder zusätzliches Personal leicht aus den Bußgeldern finanziert werden.

„Die Naturfreunde fordern öffentlichkeitswirksame Kontrollen durch die Ordnungsämter ähnlich den landesweiten „Blitzerkontrollen.“, so Walenda. „Die Kommunen können die Höhe der Bußgelder selbst festlegen und sollte diese drastisch auf 100 Euro erhöhen, um uneinsichtige Umweltverschmutzer abzuschrecken. Das Wegschnippen von Kippen ist ein Umweltvergehen, kein Kavaliersdelikt.“

Insgesamt bedürfe es, so die NaturFreunde, mehr Aufklärungsarbeit über die Umweltgefahren. Die Filter bestünden aus Zelluloseazetat, also nicht abbaubarem Kunststoff, und sie schadeten der Umwelt damit ebenso wie Plastiktüten. Abgerauchte Filter enthielten über 4000 Chemikalien, darunter krebserzeugende Substanzen wie Nikotin, Arsen, Blei, Chrom, Kupfer, Cadmium, Formaldehyd, Benzol, Nitrosamine und polyzyklische Kohlenwasserstoffe (PAK). Werden sie einfach in der Umwelt entsorgt, könnten die Schadstoffe, über die Kläranlage oder direkt, in die Gewässer gelangen, dort von Wassertieren aufgenommen werden und so in unsere Nahrungskette gelangen. Die Umwelteffekte gingen zudem über die Giftwirkung hinaus - brennende Zigaretten trügen nicht unerheblich zur Feinstaubbelastung bei, auch seien sie für viele Waldbrände verantwortlich.

Weitere Infos, auch zu Zigarettenkippensammelaktionen der NaturFrunde S-H unter http://www.naturfreunde-sh.de/zigarettenkippen.htm. Die nächste Sammelaktion und Infostand zu den Umweltgefahren findet am 31. Mai ab 11.00 Uhr in der Fußgängerzone von Eckernförde statt.


Anlage: Faltblatt


Für Rückfragen:

Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116



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PM06/27.05.2019

Weltnichtrauchertag - NaturFreunde informieren in Eckernförde
Zigarettenkippen – ein brennendes Umweltproblem

Über Zigarettenkippen als eine verkannte Umweltgefahr informiert der NaturFreunde Landesverband am Weltnichtrauchertag, Freitag den 31. Mai ab 11.00 Uhr in der Fußgängerzone von Eckernförde.

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Erläutert wird, warum die Kippen nicht nur ein rein ästhetisches Problem sind, was Kippen und Plastiktüten gemeinsam haben und wie enthaltene Giftstoffe der weggeworfenen Kippen zurück auf unseren Teller gelangen. Dazu werden konkrete Vorschläge, was getan werden müsste, um das Problem zu lösen, vorgestellt. Anschaulich informiert wird zudem mit einer kleinen Ausstellung.

Parallel starten die NaturFreunde S-H ab 13.00 Uhr eine Zigarettenkippen-Sammelaktion. Interessierte wie Medienvertreter sind herzlich eingeladen, sich daran zu beteiligen.

Mehr Infos unter http://www.naturfreunde-sh.de/zigarettenkippen.html
Anhang: Faltblatt

Für Rückfragen:
Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116



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PM05/20.05.2019

NaturFreunde informieren in Bordesholm über Zigarettenkippen

Über Zigarettenkippen als eine verkannte Umweltgefahr informiert der NaturFreunde Landesverband am Freitag, den 24. Mai ab 13.00 Uhr in Bordesholm in der Einkaufszone vor der Drogerie Ilius. Erläutert wird, warum die Kippen nicht nur ein rein ästhetisches Problem sind, was Kippen und Plastiktüten gemeinsam haben und wie enthaltene Giftstoffe der weggeworfenen Kippen zurück auf unseren Teller gelangen.

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Dazu werden konkrete Vorschläge, was getan werden müsste, um das Problem zu lösen, vorgestellt. Dazu wird anhand einer kleinen Ausstellung und mittels Flyer informiert.

Ab 14.00 Uhr starten die NaturFreunde S-H eine Zigarettenkippen-Sammelaktion. Interessierte wie Medienvertreter sind herzlich eingeladen, sich daran zu beteiligen.

Infos zu weiteren Aktionen unter www.naturfreunde-sh.de

Kontakt:
Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116

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PM04/06.05.2019

Mehr biologische Vielfalt durch weniger Gift
Schleswig-Holstein muss endlich eine Pestizidreduktions-strategie umsetzen

Durch eine immer intensivere Landwirtschaft gehe unseren Tieren die Lebensgrundlage verloren, beklagen die NaturFreunde S-H. Der Artenschutzbericht vom Weltbiodiversitätsrat (IPBES) nennt den hohen mengen- und flächenmäßigen Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenbehandlungsmitteln als maßgeblich mitverantwortlich für den Artenschwund.

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Doch es gäbe Handlungsoptionen meinen die NaturFreunde S-H und fordern Umweltminister Jan Philipp Albrecht auf, einer Landesstrategie zur Reduktion des Pestizideinsatzes jetzt die gebotene Priorität einzuräumen. „Eine Landesstrategie zur Reduzierung des Pestizideinsatzes ist überfällig“, so Dr. Ina Walenda, Landesgeschäftsführerin der NaturFreunde S-H. „Wir fordern Umweltminister Jan Philipp Albrecht auf, diese Landesstrategie jetzt endlich zu beschließen und umzusetzen.“ Der Minister müsse seine Ankündigungen, den Pestizideinsatz „konsequent“ reduzieren zu wollen, nun in konkrete Vorgaben vor allem für den Hauptanwender Landwirtschaft umsetzen. Schleswig-Holstein sei allein schon aufgrund des bundesweit höchsten Anteils an landwirtschaftlich bewirtschafteter Flächen an der Landesfläche – rund 70 Prozent - besonders von Pestizidanwendungen und Artenschwund betroffen.

Verbesserte Kontrollen zur Pestizidanwendung mit mehr Personal, einen Ausbau der landwirtschaftlichen Beratung, mehr pestizidfrei bewirtschaftete Gewässerrandstreifen, eine Untersagung des Pestizideinsatzes in Natura2000-Gebieten und beim Vertragsnaturschutz, Alternativen zum Pestizideinsatz fördern zu wollen und einen Ausbau des Blühflächenprogramms würden von den NaturFreunde begrüßt – nur müsse endlich der Startschuss für die Umsetzung fallen. Der Minister habe diese und weitere Optionen im Februar auf einer Veranstaltung der NaturFreunde S-H im Wissenschaftszentrum in Kiel angekündigt. „Worauf wartet der Minister eigentlich noch?“, fragen die NaturFreunde.

„Wir brauchen keine aufwendigen Wohlfühl-Dialog-Veranstaltungen zur Landwirtschaft“, so Walenda. „Wir brauchen endlich eine Umsetzung des Machbaren auf Landesebene“, fordern die NaturFreunde. „Dazu muss es eine drastische Reduzierung des Pestizideinsatzes geben. Diese ist im übrigen eine bundesweit geltende gesetzliche Aufgabe, auf deren Umsetzung Schleswig-Holstein bis heute warten muss.“

Hintergrund:r intensive Einsatz hochwirksamer Breitbandherbizide wie Glyphosat und bestimmter Insektizide bewirke nicht nur die gewünschte Beseitigung sogenannter Unkräuter und Schadinsekten. Er führe zwangsläufig auch dazu, dass die Ackerbegleitflora verarme und vielen Tierarten der Agrarlandschaft die Nahrungsgrundlage entzogen werde. Nach dem Einsatz von Insektenvernichtungsmitteln bleibt Vögeln nicht genügend Nahrung, um ihre Brut hochziehen zu können. In der Folge sinken die Bestände. Diese indirekten Gefährdungen durch Pflanzenschutzmittel sind zum Beispiel bei Rebhuhn, Goldammer, Grauammer und Feldlerche wissenschaftlich belegt. Die Giftbelastung auf Ackerflächen (toxical loads) ist in den letzten Jahren sogar gestiegen.

Erst durch den Einsatz von Pilzbekämpfungsmitteln (Fungiziden) ist es möglich, Getreide so dicht wie heute üblich zu pflanzen. Die Ackervögel haben weniger Probleme mit den Fungiziden selbst, wohl aber mit den dichten Getreidebeständen, in denen sie keinen Platz mehr zum Leben finden. Betroffen sind vor allem die Vögel, die ihre Nahrung auf den Feldern suchen und sich überwiegend von Insekten und anderen Kleintieren ernähren.

Der Nationale Aktionsplan zur Reduzierung des Pestizideinsatzes (NAP) schreibt bundesweit als gesetzliche Aufgabe eine Reduzierung des Pestizideinsatzes verbindlich vor, die von den Ländern umgesetzt werden muss.

Kontakt:
Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116, Landesgeschäftsführerin NaturFreunde S-H.



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PM03/03.05.2019

Zigarettenkippen - eine verkannte Umweltgefahr

Kiel/ Falshöft, 03.05.2019 - Über "Zigarettenkippen als verkannte Umwelltgefahr" informieren die NaturFreunde Gelting und der Landesverband am 12. Mai von 11.00 bis 16.00 Uhr mit einer kleinen Ausstellung auf dem Naturerlebnistag in Falshöft (Gelting).

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Weggeworfene Kippen finden sich leider überall - auf der Straße, am Strand, in der freien Natur und selbst auf Kinderspielplätzen. "Zigarettenkippen sind nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern auch ein brenndendes Umweltproblem", sagt Jürgen Klose, Sprecher der NaturFreunde Gelting. 

Jede Kippe enthält über 200 Giftstoffe, darunter Nikotin, Formaldehyd, Nitrosamine, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe sowie zahlreiche Schwermetalle. Das Nervengift Nikotin ist eines der stärksten Pflanzengifte. Mit dem Regenwasser gelangen die Kippen und ihre Schadstoffe direkt oder über die Kanalisation in unsere Gewässer und können Wasserorganismen schädigen. 

"Wir appellieren deshalb an an Raucher, ihre Kippen nicht achtlos wegzuwerfen, sondern sie wieder mitzunehmen", so Dr. Ina Walenda vom Landesverband der NaturFreunde. "Zigarettenkippen gehören in den Restmüll, denn andernfalls gelangen die Gifte aus den Zigarettenstummeln über die Nahrungskette auf unseren Teller zurück ".

 

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PM 02/25.04.2019

Auftakt zur Atommüllendlagersuche in Kiel
Suche nach Endlager bleibt intransparent,
Meeresspiegelanstieg wird nicht berücksichtigt

Kiel, 25.04.2019 - Das Auswahlverfahren zur Suche eines Endlagers für Atommüll bleibe für die Allgemeinheit intransparent und das Verfahren selbst sei nach Ansicht der NaturFreunde S-H nur begrenzt geeignet.

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So finde der mit dem Klimawandel einhergehende Meeresspiegelanstieg an Nord- und Ostsee keine Berücksichtigung bei der Endlagersuche. Es werde ausschließlich nach rein geologischen Kriterien vorgegangen. Die NaturFreunde S-H halten die küstennahen Bereiche Schleswig-Holsteins aus Gründen des Meeresspiegelanstiegs für eine Endlagerung von hochradioaktivem Atommüll für nicht geeignet

„Es geht völlig an der Realität vorbei, den Klimawandel bei der Endlagersuche auszublenden“, kritisiert der stellvertretende Vorsitzende der NaturFreunde Schleswig-Holstein, Hans-Jörg Lüth, die Vorgehensweise des zuständigen Bundesamtes. „Bereits in etwa 50 bis 100 Jahren könnten tiefer gelegene Salzstöcke in Küstennähe geflutet werden. Das Endlager soll aber für eine Million Jahre sicher sein.“

Einen weiteren Hauptkritikpunkt sehen die Naturfreunde S-H darin, dass nur Standorte, an denen es eine tiefengeologische Untersuchung gegeben habe, im Verfahren berücksichtigt würden.

„Große Teile Deutschlands sind nicht untersucht, sodass ein möglicherweise besser geeigneter Standort gar nicht erst in die Auswahl gelangt“, so Lüth weiter. „Die Untersuchungsdaten sind zumeist Betriebsgeheimnisse, da sie zur Gewinnung von Rohstoffen durch Privatfirmen beauftragt wurden, z. B. zur Erdgaserkundung. Ein objektives Auswahlverfahrens ist daher unmöglich.“

Auch in punkto Mitwirkungsmöglichkeiten der Bürger sehen die NaturFreunde erhebliche Defizite. So liege es im Ermessen des Bundesamtes, welche Informationen es öffentlich zur Verfügung stelle. Die geologischen Abwägungskriterien zur Standortauswahl seien gleichrangig und die Gewichtung daher politischer Willkür unterworfen. Letztlich entscheide der Bundestag über den Standort mit einem Gesetz. Damit entziehe sich diese Entscheidung einer gerichtlichen Überprüfung, ob die Abwägung nach fachlichen und objektiven Kriterien vorgenommen worden sei. Der Beschluss Bayern, das Bundesland per Koalitionsvereinbarung als Standort auszuschliessen, spreche Bände.

"Der radioaktive Müll, der noch 25.000 Generationen belasten wird, ist eine Folge des blinden Technikwahns und verantwortungslosen Wachstumsdenkens aus der unseligen Geschichte der Atomenergie. Nirgendwo in der Welt ist das Problem gelöst. Aber der Umgang mit dem Atommüll ist eine Geschichte des Täuschens und der Trickserei. Deshalb muss es jetzt volle Transparenz, eine Bürgerbeteiligung auf Augenhöhe und eindeutige wissenschaftliche Grundlagen für die Suche nach einem Standort geben", fordert daher der Bundesvorsitzende der NaturFreunde, Michael Müller.

Für Rückfragen:
Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116

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PM 01/12.02.2019

NaturFreunde S-H und Bioland e. V. laden ein
Den Pestizideinsatz reduzieren – aber wie?

Kiel/ Rendsburg, 12.02.2019 - Die NaturFreunde S-H und Bioland e. V. laden für Freitag, den 22. Februar 2019 ab 13.30 Uhr bis 16.40 Uhr in das Wissenschaftszentrum Kiel, Fraunhofer Straße 13, ein, um über Möglichkeiten zur Reduzierung des Pestizideinsatzes in Schleswig-Holstein zu diskutieren.

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Nach Vorträgen von Experten, dem

Gutachter und Autor Lars Neumeister aus Stuttgart, der zum Pestizideinsatz in Deutschland und Wegen zu Reduktion referieren wird sowie dem
Toxikologen Dr. Peter Clausing von PAN Germany, der vorträgt, wie Pestizide unsere Gesundheit schädigen können, wird
Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht
Grundzüge einer Pestizidpolitik für Schleswig-Holstein vorstellen.

Vertreter und Vertreterinnen von Vereinen und Verbänden, so der NABU S-H, das Netzwerk blühende Landschaften, das Netzwerk Öko-Landbau S-H, die Verbraucherzentrale S-H, der Bauernverband S-H sowie die geladenen Experten werden dazu Stellung beziehen. Hierzu sind alle weiteren Teilnehmenden ebenfalls aufgerufen und herzlich eingeladen. Wir wollen dem Minister wichtige Impulse zur Umsetzung geeigneter Maßnahmen zur Reduzierung des Pestizideinsatzes in Schleswig-Holstein liefern. Der Koalitionsvertrag der Landesregierung für 2017 bis 2022 sieht bereits eine Strategie zur Pestizidreduktion vor. Diese und konkrete Maßnahmen dazu wollen wir diskutieren und einfordern.

Weitere Informationen und das ausführliche Veranstaltungsprogramm befinden sich in der Anlage sowie unter www.naturfreunde-sh.de. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Ansprechpartnerin:
Dr. Ina Walenda, mobil 176-20508116, ina.walenda@naturfreunde-sh.de

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PM12/19. Dezember 2018

Anhörung im Landtag
Dauergrünland muss gesetzlich geschützt bleiben
keine Pestizide zur „Grünlandpflege“

Kiel, 19.12.2018 - Auch wenn der Biogasboom ein Ende gefunden hat – ihm fielen zahlreiche Grünlandflächen zum Opfer – braucht Grünland weiterhin den gesetzlichen Schutz. Dies fordern die NaturFreunde S-H anlässlich der Anhörung im Umwelt- und Agrarausschuss des Landtags zum Entwurf für ein neues Dauergrünlanderhaltungs-gesetz.

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Grünland ist ein prägendes Element in der Agrarlandschaft, es hat daneben einen hohen ästhetischen Wert, dient dem Wasserschutz und dem Erhalt biologischer Vielfalt.“ stellt Dr. Ina Walenda, Landesgeschäftsführerin der NaturFreunde S-H, fest. „Grünland muss dauerhaft durch ein eigenes Landesgesetz geschützt bleiben.

Dies sei auch grundsätzlich von der Landesregierung so vorgesehen, allerdings halbiere sich die gesetzlich geschützte Grünlandfläche aufgrund neuer EU-Vorgaben. Danach seien nur noch die besonders wertvollen Standorte schützenswert. Für diese wenigen Flächen sollten, so fordern es die NaturFreunde, Mindeststandards für Düngung, Pestizideinsatz, Schnittnutzung und Umbruch gelten. Hierzu habe die Landesregierung leider nicht den Mut gehabt und so die Chance vertan, auf der verbliebenen Fläche Wertgrünland zu entwickeln. Vor dem Hintergrund dieser erheblich reduzierten Schutzkulisse üben die NaturFreunde Kritik auch an den vielen Ausnahmemöglichkeiten beim Umbruch des Dauergrünlandes aus Gründen der Grünlandpflege. Mit jeder selbst nur oberflächennahen Bodenbearbeitung sei die Gefahr der Freisetzung von Nährstoffen und von Bodenerosion verbunden.

Als „völlig inakzeptabel und nicht nachvollziehbar“ kritisieren die NaturFreunde, dass weiterhin für die Grünlandpflege“ zur Neueinsaat Totalherbizide wie Glyphosat erlaubt sein sollen. Dies stehe im Widerspruch zur jüngsten Ankündigung von Landwirtschaftsminister Albrecht, den Pestizideinsatz konsequent reduzieren zu wollen.


Mit der Ankündigung seiner 'Landesstrategie zur Reduzierung des Pestizideinsatzes' hätte der Minister gleich beim Dauergrünlanderhaltungsgesetz beginnen müssen“, kritisiert Dr. Ina Walenda scharf. „Grünlandumbruch an sich ist bereits ein schwerer Eingriff in die Bodenstruktur. Dort wo er erfolgt, darf dies nicht länger mit Pestiziden möglich sein, zumal mechanische Bearbeitung gängige Praxis ist.“


Totalherbizide vernichteten alles Lebendige auf dem Acker, breiteten sich in der Umwelt aus, gefährdeten Boden und Gewässer, reduzierten die biologische Vielfalt und die guten ökologischen Funktionen des Grünlandes würden zunichte gemacht.


Begrüßt wird dagegen die Aufnahme von winderosionsgefährdeten Bodenflächen in die Schutzkulisse des Gesetzes. Eine Gefährdung des Bodens durch Bodenverwehungen, mit Humusverlusten in Folge werde durch eine dauerhaft geschlossene Pflanzendecke erheblich reduziert. Die bereits vorhandenen Bewirtschaftungsvorgaben für entsprechende Bodenerosionsflächen allein nach bisheriger „guter fachlicher Praxis“ hätten sich als unzureichend erwiesen.



Für Rückfragen:

Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116


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PM 11/08.11.2018

Aktion "Schau ins Feld:
Verdummungsaktion der Agrarindustrie

Kiel, 08.011.2019 - Als „durchsichtigen Versuch, die Öffentlichkeit über die Folgen der Pestizidverwendung in der Landwirtschaft zu täuschen“ bewerten die NaturFreunde S-H die heute vom Industrieverband Agrar (IVA) präsentierte Aktion „Schau-ins-Feld“ an der sich auch rund 30 landwirtschaftliche Betriebe in Schleswig-Holstein beteiligen.

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Eine Landwirtschaft ohne Pestizide führe eben nicht, wie behauptet, zwangsläufig zur Verwilderung von Ackerflächen und in der Folge zu Hunger und Siechtum.

„Diese industrie-finanzierte Aktion verharmlost die Gefahren der Pestizidverwendnug für unsere Gesundheit, das Grundwasser und die Artenvielfalt aufs Gröbste,“, so Dr. Ina Walenda, Landesgeschäftsführerin der NaturFreunde S-H. „Die Kampagne dient ausschliesslich dem weiteren einträglichen Verkauf von Pestiziden, deren Folgelasten wir alle tragen müssen.“

Interessierte würden zu den ungespritzten, „verwilderten“ Feldern geführt als Beweis für die Notwendigkeit eines chemisch-synthetischen Pflanzenschutzes. Vom IVA werde allerdings bewusst verschwiegen, so Walenda, dass Landwirtschaft ohne Pestizide, nicht einfach im Weglassen von chemisch-synthetischen Pflanzenbehandlungsmitteln bestehe. Eine umweltverträgliche Landwirtschaft ohne Pestizide funktioniere über intelligente Fruchtfolgen, eine gut durchdachte Sortenwahl und standortgerechte Bewirtschaftungsmethoden. Dies erfordere personellen Mehraufwand, spare aber die Folgekosten für umweltgefährdende Pestizide ein. Der wachsende ökologische Landbau in Schleswig-Holstein und bundesweit sei der beste Beweis, dass auf Pestizide, die Mensch, Tier und Umwelt schaden können, verzichtet werden könne.

Allein in Schleswig-Holstein hätten sich in 2018 von Norderstedt bis Flensburg rund 30 landwirtschaftliche Betriebe an dieser fragwürdigen Art von Öffentlichkeitsarbeit beteiligt (https://www.die-pflanzenschuetzer.de/schau-ins-feld/schau-fenster-2018/). Die NaturFreunde S-H appellieren an das Land, mit einer eigenen Aufklärungskampagne für Alternativen zum Pestizideinsatz zu werben.

Wer sich über die Folgen des Pestizideinsatzes in der Landwirtschaft informieren möchte, kann gegen eine Erstattung von Portokosten unter naturfreunde@naturfreunde-sh.de die 2. Auflage der Broschüre “Pestizide reduzieren – aber wie“ kostenfrei bestellen.

Die Aktion „Schau ins Feld“ 2018 des IVA mit Standorten in S-H ist zu finden unter http://die-pflanzenschuetzer.de/schau-ins-feld/hof-finder/

Ansprechpartnerin:
Dr. Ina Walenda, mobil 176-20508116, ina.walenda@naturfreunde-sh.de

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PM 10/31.08.2018

NaturFreunde zu Ansprengversuchen:
Bundeswehr muss Naturschutz beachten!

Gelting/ Gammelby, 31.08.2018 - Bei den geplanten Ansprengversuchen an der Fregatte „Karlsruhe“ muss die Bundeswehr Belange des Natur- und Umweltschutzes ausreichend beachten und auf den Tourismus Rücksicht nehmen, fordern die NaturFreunde, die mit ihren Regionalgruppen Gelting und Gammelby vor Ort aktiv sind.

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„Bislang werden akustische Maßnahmen gegen Hörschäden bei Meeresbewohnern nicht ausreichend gemäß dem Stand der Technik berücksichtigt.“, kritisiert Jürgen Klose von der NaturFreunde Regionalgruppe Gelting-Schlei-Angeln. „Es wäre verantwortungslos, auf den Einsatz eines Blasenschleiers, der Hörschäden bei den Meeresbewohnern verhindern kann, offensichtlich aus Kostengründen, zu verzichten. Gerade Schweinswale, die häufig zu beobachten sind, würden mit ihren empfindlichen Sinnesorganen irreparabel geschädigt.“


Der Appell von Fraktionen des Kreistags Rendsburg-Eckernförde an die Bundeswehr wird deshalb von den NaturFreunden ausdrücklich unterstützt. Allerdings kämen die Forderungen nach einer Umweltverträglichkeitsprüfung zu spät und würden mindestens einen Zeitraum von einem Jahr umfassen, bis Ergebnisse vorlägen. Auch müssten die Ergebnisse veröffentlicht werden und nachprüfbar sein, vorher seien Umweltverbände und örtliche Kommunen zu beteiligen. Notwendig sei aber ein sofortiges, begleitendes Monitoring, um die Schadstoffe, die durch die Sprengungen entstehen und ihre Auswirkungen auf die Meeresumwelt zu erfassen..


Darüber hinaus halten die NaturFreunde mehr Transparenz für erforderlich. So solle eine Bekanntgabe der konkreten Termine über wasserwirtschaftliche Fachzeitschriften erfolgen. Die aber würde von den ggf. Betroffenen nicht gelesen, die einheimische Bevölkerung und die zahlreichen Touristen hätten ein Recht darauf, rechtzeitig öffentlich über die Sprengtermine informiert zu werden.


Grundsätzlich halten die NaturFreunde Gelting und Gammelby, die Ansprengversuche der Bundeswehr, bei denen es um die Wirkung einer Grundmine geht, vor Eckernförde für ungeeignet. Die Ostsee sei ein wesentlich sensibleres Ökosystem als ein Ozean wie der Atlantik und müsse so auch besser geschützt werden. Die Bundeswehr habe dort bessere Möglichkeiten, Ansprengversuche zu testen.


 

Ansprechpartnerin:
Dr. Ina Walenda, mobil 176-20508116, ina.walenda@naturfreunde-sh.de

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PM 09/21.08.2018

NaturFreunde S-H widersprechen Albrecht:
Die Massentierhaltung muss dringend reduziert werden!

Kiel, 21.08.2018 - Auf Kritik und Unverständnis sind die Äußerungen des designierten Landwirtschaftsministers Jan Phillipp Albrecht, eine Reduzierung der Tierbestände sei aus Klimaschutzgründen nicht unbedingt notwendig, bei den NaturFreunden vom Landesverband Schleswig-Holstein gestoßen.

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„Die Massentierhaltung schadet nicht nur dem Klimaschutz, sondern gefährdet ebenso unser Grundwasser, die Natur und die menschliche Gesundheit. Robert Habeck hat daher zu Recht eine Verringerung der Massentierhaltung gefordert.“ stellt Dr. Ina Walenda, Landesgeschäftsführerin der NaturFreunde fest. Die Produktion von beispielsweise einem Kilogramm Rindfleisch erzeuge soviel Kohlendioxid wie bis 1000 Kilometer Autofahren.


Gerade in Schleswig-Holstein wie in Niedersachsen sei die Konzentration der Tierhaltung ein Hauptproblem der Landwirtschaft. Das dabei erzeugte Methan sei um ein Vielfaches schädlicher für das Klima wie das Kohlendioxid, die Gülle wesentlich für die Überdüngung und die Belastung der Gewässer verantwortlich. So seien in Schleswig-Holstein nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums seit Jahrzehnten über 50 Prozent der Grundwasserkörper mit Nitrat belastet. Europäische Vorgaben zum Gewässerschutz könnten deshalb hierzulande nicht umgesetzt werden. Ein weiteres Problem sei der Einsatz von Antibiotika mit der Bildung von Resistenzen, die die menschliche Gesundheit gefährdeten. Die herkömmliche Massentierhaltung degradiere die Tiere zu Industriegütern und missachte das Tierwohl und stehe deshalb schon seit langen in der öffentlichen Kritik. Ebenso problematisch sind die Importe von Futtermitteln, die in anderen Teilen der Welt zur Ernährung fehlten oder zur Abholzung von Regenwäldern führten. Ein erheblicher Teil der heimischen Fleischproduktion werden außerdem als Billigfleisch auf den Weltmarkt exportiert.


Die von Jan Phillipp Albrecht als eine Alternative angeführte Digitalisierung bei der Düngung werde von den Landwirten übrigens allein schon aus Kostengründen bereits angewandt werden.

Ansprechpartnerin:
Dr. Ina Walenda, mobil 176-20508116, ina.walenda@naturfreunde-sh.de

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PM 08/26.072018

Ausstellung und Einladung Runder Tisch „Pestizide reduzieren“
Wie Pestizide ein Leben verändern können

Die NaturFreunde Schleswig-Holstein laden alle Interessierten für Donnerstag, den 2. August 2018 ab 18.30 Uhr zum Runden Tisch „Pestizide reduzieren“ in das Naturerlebniszentrum Kollhorst, Kolllhorster Weg 1, ein.

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Ab 18.30 Uhr wird die NaturFreunde-Ausstellung „Pestizide – Gefahr für Mensch, Tier und Umwelt“ gezeigt und erläutert. Sie soll insbesondere Personen erreichen, die sich bislang noch nicht allzu viele Gedanken zum Einsatz von Acker- und Gartengiften gemacht haben. Mit jedem der 24 „Rollups“ wird ein Aspekt zu Pestiziden plakativ dargestellt.

Ab 19.00 Uhr berichtet Christiane Dingler aus persönlicher Betroffenheit über Wirkungen von Pestiziden auf Mensch und Mitwelt. Gern möchte sie mit den Teilnehmenden ins Gespräch kommen, was für eine nachhaltige Zukunft zu tun wäre. Die Referentin kommt aus aus Flensburg und ist Initiatorin des bekannten Ökomarktes auf Schloss Gottorf und Buchautorin zu "Gesundheit im Fokus - Umgang mit Pestiziden".


Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung unter naturfreunde@naturfreunde-sh.de oder Tel. 0431-98282995 gebeten.


Ansprechpartnerin:
Dr. Ina Walenda, mobil 176-20508116, ina.walenda@naturfreunde-sh.de

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PM 07/04.07.2018

Wo bleibt der Pestizidreduktionsplan für S-H?

Kiel, 04.07.2018 - Noch vor wenigen Wochen verkündete Umweltminister Habeck, er wolle vor seinem Abgang nach Berlin im September diesen Jahres noch wichtige Projekte auf den Weg bringen. „Bei dem Pestizidreduktionsplan bleibt es offensichtlich bei Absichtserklärungen und vagen Ankündigungen“, stellt Dr. Ina Walenda, Landesgeschäftsführerin der NaturFreunde S-H, fest.

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Dabei, so die NaturFreunde, gäbe es mit dem „Nationalen Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln“ der Europäischen Union bereits seit dem Jahr 2013 den gesetzlichen Auftrag, konkrete Maßnahmen zur Reduktion des Pestizideinsatzes auf Landesebene umzusetzen. „Auch nach sechs Jahren im Amt sehen wir keine Ergebnisse“, so Walenda. Der Handlungsbedarf hingegen stünde in jedem Bericht der Landesregierung zu Pestiziden. „Minister Habeck hätte sich mit der Umsetzung eines konkreten Maßnahmenpaketes einen guten Wechsel nach Berlin verschaffen können.“


Von den schleswig-holsteinischen Fachpolitikern wurde bereits im Dezember 2017 auf einer Tagung der NaturFreunde im Landeshaus vor 150 Teilnehmenden in Aussicht gestellt, eine breit aufgestellte Arbeitsgruppe zu Umsetzung eines Aktionsplans einzuberufen - das ist leider bis dato nicht erfolgt. Auch erste Vorschläge für eine konkrete Umsetzung wurden im Dezember öffentlich diskutiert.


Der letzte Bericht der Landesregierung zu Pestizidrückständen in Gewässern aus dem Jahr 2015 stellte fest, dass die Daten der Pestizidbelastung für Schleswig-Holstein auf eine erhebliche ökotoxikologische Beeinträchtigung der Gewässerbiologie hinweisen. Auch im Grundwasser als unserer Trinkwasserquelle seien Rückstände von Pestiziden und ihren Abbauprodukten in relevantem Ausmaß zu finden. Danach befinden sich zehn Prozent der schleswig-holsteinischen „Wasserkörper“ gemäß der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie in einem nicht im guten Zustand. Der Handlungsbedarf stehe daher außer Frage. Dass ein Rückgang an Insekten, Feldvögeln und an biologischer Vielfalt insgesamt auch im Zusammenhang mit dem Einsatz von Pestiziden zu sehen sei, wäre vielfach belegt, so der Landesverband der NaturFreunde.


Ein gemeinsames Programm mit konkreten, verbindlichen Maßnahmen muss jetzt zusammen mit Vertretern aus Landwirtschaft, Beratung, Wissenschaft, Verbrauchern und dem Naturschutz auf die Beine gestellt werden, fordern die NaturFreunde.



Hintergrund Nationaler Aktionsplan Pestizide:

In den Mitgliedstaaten der Europäischen Union wird festgestellt, dass chemische Pflanzenschutzmittel und ihre Metabolite trotz aller rechtlicher Vorgaben und einer sachkundigen Anwendung in Gewässern zu finden sind, Schäden an Bienen oder Wirbeltieren auftreten und Rückstandshöchstgehalte für Pflanzenschutzmittelwirkstoffe in Lebensmitteln überschritten werden. Die immer noch anhaltende Abnahme der biologischen Vielfalt in unserer Kulturlandschaft wird neben vielen anderen Faktoren auch durch verschiedene Pflanzenschutzmaßnahmen beeinflusst. Diese Tatsachen haben den Gesetzgeber der Europäischen Union dazu bewogen, allen Mitgliedstaaten aufzuerlegen, einen Nationalen Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln zu erarbeiten, konsequent umzusetzen und bei Bedarf weiterzuentwickeln. Danach sollen die Nationalen Aktionspläne quantitative Vorgaben, Ziele, Maßnahmen und Zeitpläne zur Verringerung der Risiken und der Auswirkungen der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln auf die menschliche Gesundheit und den Naturhaushalt festlegen.


Ansprechpartnerin:
Dr. Ina Walenda, mobil 176-20508116, ina.walenda@naturfreunde-sh.de

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PM 06/20.06.2018

Invasive Art bedroht Natur und Menschen:
Herkulesstaudenbekämpfung in Pohnsdorf

Zur Demonstration einer fachgerechten Bekämpfung der Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum), auch Riesenbärenklau genannt, laden die NaturFreunde Schleswig-Holstein für Montag, den 25. Juni 2018 um 11.00 Uhr nach Pohnsdorf ein. Interessierte und Helfer sind herzlich willkommen. Der Treffpunkt und Standort befindet sich direkt am Rönner Weg zwischen Raisdorf und Kiel-Rönne etwa auf halber Strecke.

Zusammen mit dem Riesenbärenklau-Experten Niels Jensen und dem Förster Dirk Sauer der Försterei Rönnerholz wollen die NaturFreunde S-H zeigen, wie diese bedrohliche invasive Art fachgerecht und dauerhaft auf natürliche Weise ohne den Einsatz von Giften dauerhaft beseitigt werden kann.

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Im Gegensatz zum in Europa heimischen Wiesen-Bärenklau verursache der Riesen-Bärenklau beim Berühren schwerste Verbrennungen, so der Landesverband der NaturFreunde. Der Saft der Pflanze enthalte phototoxische Furancumarine. In Kombination mit gleichzeitiger oder nachfolgender Sonneneinstrahlung führe das zu den starken Verbrennungen. Dabei könne die Blasenbildung derart stark sein, dass sogar Narben zurückblieben. Besonders gefährdet seien Kinder, die durch die imposanten Blütenstände angelockt würden und die Gefahren nicht kennen.


Der Riesenbärenklau ist äußert konkurrenzstark, besitzt keine natürlichen Feinde wie Fressschädlinge und Parasiten, hat einen riesigen Wuchs und eine gewaltige Samenproduktion“, erklärt Hans-Jörg Lüth, stellvertretender Landesvorsitzender der NaturFreunde. „Eine einzelne Riesenbärenklau-Pflanze kann mehrere 10.000 Samen bilden, die im Boden etwa sieben Jahre keimfähig bleiben. Die Ausbreitung kann durch Wind, Gewässer oder Tiere erfolgen."


Dies habe dazu geführt, dass sich der Riesen-Bärenklau schnell ausbreiten konnte. Er verdränge zunehmend heimische Pflanzenarten und die daran gebundenen Tierarten, teilweise seien schon fast waldähnliche Bestände anzutreffen, in denen keine anderen Arten mehr vorkommen. Für die Natur, aber auch für den Menschen, sei diese Pflanzenart deshalb zu einem großen Problem geworden. "Eine dauerhafte Bekämpfung des Riesenbärenklaus ist dennoch ohne den Einsatz von Pestiziden möglich", so Lüth.


Die NaturFreunde Schleswig-Holstein laden Interessierte ein, sich an der Aktion zu beteiligen oder zuzuschauen. Nur durch konsequente Gegenmaßnahmen sei eine schnelle, flächenhafte Ausbreitung noch zu verhindern. Die Bekämpfung von sich aggressiv ausbreitenden invasiven Arten sei daher ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Biodiversität.


So finden Sie unsere Aktion:

B 76 von Kiel kommend bis Raisdorf – Höhe Klausdorfer Strasse abfahren auf die Bahnhofstr. (Richtung Bahnhof) – 150 m hinter der Bahnunterführung rechts abbiegen in den Rönner Weg – am Dorfplatz rechts bleiben und den Rönner Weg folgen – nach 1.200 m sind die 3 großen Krötenteiche links und der Forst fängt rechts an – nun sind es noch 250 m. Der RB-Standort ist am Ende den Weihnachtsbaumkultur auf der rechten (Nordwest) Seite.


Ansprechpartnerin:
Dr. Ina Walenda, mobil 176-20508116, ina.walenda@naturfreunde-sh.de


 

 

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PM 05/23.04.2018

Friedenspolitik und Fledermäuse

Gemeinsame Pressemitteilung
SPD | Arbeitsgemeinschaft 60plus im Kreis Segeberg   
NaturFreunde Deutschlands | Landesverband Schleswig-Holstein

Bad Segeberg/Mözen. Die Diskussion zum Thema „Entspannungspolitik ist das Gebot der Stunde“ brachte die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus im Kreis und der Landesverband Schleswig-Holstein der NaturFreunde am Donnerstag zusammen.

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Nach einer regen Diskussion um Geopolitik, Energieinteressen und die Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklungspolitik statt kriegerischer Auseinandersetzugen im Saal von Dunker‘s Gasthof wurde Vortragsredner Michael Müller, Bundesvorsitzender des „etwas anderen Naturschutzverbandes“, von Tierpflegerin Jasmin Bulang in die Geheimnisse der Bad Segeberger Welt der Fledermäuse eingeführt.

Das Foto zeigt die Gruppe am Eingang des Noctalis, darunter Dr. Peter Westendorf (2. von links) Stellvertretender Vorsitzender 60plus, Dr. Ina Walenda (3.v.l.) Landesgeschäftsführerin und Hans-Jörg Lüth (4.v.l.) Stellvertretender Vorsitzender der NaturFreunde Schleswig-Holstein und Michael Müller (5.v.l.), Bundesvorsitzender der NaturFreunde und Ex-Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium.

Hintergrund:
Diese gemeinsame Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft 60plus in der SPD Segeberg mit dem Landesverband der NaturFreunde fand im Zyklus der monatlichen 60plus-Zusammenkünfte statt. In ihrem Stammlokal diskutieren die SPD-Senioren immer wieder wichtige Themen sozialdemokratischer Politik. Sie werben mit dem Slogan „60plus – sozialdemokratische Erfahrung aus Segeberg“ und beteiligen sich an der Debatte zur Reform der Partei. Bereits im Januar starteten die monatlich jeden 3. Donnerstag ab 15:00 Uhr tagenden Genossen eine sechsteilige Themenreihe mit der Frage „Was ist ‚Strategie?’. Nach der Diskussion zur „Wirtschafts- und Finanzpolitik“ im Februar folgte eine „Rentendebatte“ im März. Es stehen noch „Organisationspolitk“ am 17. Mai mit SPD-Landesgeschäftsführer Götz Borchert sowie „Personal/Bilanz der Diskussionsreihe“ am 21. Juni auf dem Terminplan. Dann ohne Gast in eigener Runde.

 

Kontakt für die Medien:
Udo Fröhlich (SPD-SE, AG 60plus), mobil 0173 2400444
Dr. Ina Walenda (NaturFreunde S-H), mobil 0176 20508116

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PM 04/29.03.2018

NaturFreunde fordern Düngestopp in belasteten Gebieten

Die neue Landesdüngeverordnung wird nach Bewertung der NaturFreunde S-H an den viel zu hohen Nährstoffbelastungen der Gewässer in Schleswig-Holstein nichts ändern. Die bisherige Politik von freiwilligen Maßnahmen, halbherzigen Grenzwerten und laschen bis kaum durchgeführten Kontrollen ist als gescheitert anzusehen“, stellt die Landesgeschäftsführerin der NaturFreunde S-H Dr. Ina Walenda fest.

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„Damit drohen Schleswig-Holstein Strafzahlungen in sechsstelliger Höhe wegen Verstoßes gegen die im Jahr 2000 in Kraft getretene EG-Wasserrahmenrichtlinie.“ Ohne einschneidende Maßnahmen wird Schleswig-Holstein weiterhin auf rund 51 Prozent seiner Landesfläche gegen geltendes EU-Recht beim Grundwasserschutz verstoßen.

Die Landesregierung setze lediglich die Minimalvorgaben der bundesweit gültigen Düngeverordnung um, bemängeln die NaturFreunde S-H. Von 14 konkreten Maßnahmen zur Nährstoffreduktion wolle das Land lediglich drei Maßnahmen für Nitrat bzw. Phosphat umsetzen. In Schleswig-Holstein werde seit Jahrzehnten in mehr als der Hälfte des Grundwassers der EU- Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter überschritten. Damit habe die Landesregierung die Chance vertan, durch Auswahl einer Vielzahl an Maßnahmen zumindest ein Signal zu setzen, so die NaturFreunde.

Letztlich, so die NaturFreunde, seien es aber Regelungslücken der bundesweit gültigen DüngeVO, die in den Ländern ein „weiter so“ mit viel zu hohen Güllemengen geradezu legalisieren. Mit mehr oder weniger kreativer rechtskonformer Trickserei könnten Betriebe, die durch das Bundesrecht definierten Obergrenzen für Stickstoff leicht wegrechnen. Der eine oder andere Betrieb könnte sogar noch mehr düngen als bisher.

„Angesichts der zahnlosen Düngeverordnung des Bundes ist es umso wichtiger, dass das Land endlich handelt und die Grenzwertüberschreitungen nicht länger als Normalzustand akzeptiert,“ so Walenda weiter. „Notwendig sind eine flächengebundene Tierhaltung, die Ausweisung weiterer Wasserschutzgebiete mit einer zeitgemäßen Anpassung der bestehenden sowie endlich die Durchführung effektiver Kontrollen mit entsprechenden Sanktionen. Für mindestens eine Übergangszeit von fünf Jahren muss es ein Düngeverbot in den besonders belasteten Gebieten geben.“

Stellungsnahme Landesdüngeverordnung

Kontakt für Medien:
Dr. Ina Walenda, mobil 0176-20508116

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PM 03/23.03.2018

Einladung an die Medien

Am Mittwoch, den 28. März 2018 wollen wir um 19.30 Uhr im Schulweg 4 in Gammelby im Kreis Rendsburg-Eckernförde eine neue NaturFreunde-Gruppe gründen. Wir möchten uns vorstellen, über unsere Motive zum Beitritt zu den NaturFreunden S-H berichten sowie erste geplante Aktivitäten im Bereich Umwelt- und Naturschutz vorstellen.

Dazu laden wir Sie herzlich ein!

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Kontakt für Medien:
Alexandra Florek (Gammelby), mobil 0151 50380756
Dr. Ina Walenda (Kiel), mobil 0176-20508116

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PM 02/07.03.2018

Deutsche Umweltvertreter übergeben Papst Franziskus Diskussionspapier zur Enzyklika „Laudato Si“

Zur Generalaudienz und Teilnahme an der Vatikan-Konferenz „Radical ecological conversation after Laudato Si“ übergeben Vertreter und Vertreterinnen der deutschen Umweltbewegung Papst Franziskus das Diskussionspapier „Verantwortung im Zeitalter des Menschen“ zur Umwelt-Enzyklika „Laudato Si“.

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Kai Niebert, Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR), Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Michael Müller, Vorsitzender der NaturFreunde Deutschlands und früherer Umweltstaatssekretär, Bärbel Höhn, ehemalige Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen und NRW-Umweltministerin a.D. sowie Josef Göppel, ehemaliger CSU-Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender des Deutschen Verbands für Landschaftspflege (DVL), unterstützen die Bemühungen des Papstes hin zu einer „Humanökologie“, die eine ganzheitliche und nachhaltige Entwicklung möglich macht.

„Der Glyphosatskandal, die Dieselaffäre und der sich verstärkende Klimawandel zeigen, dass unsere Form Wohlstand auf Kosten von Mensch und Natur zu produzieren nicht zukunftsfähig ist. Wir sehen die dringende Notwendigkeit, in einem breiten, internationalen Dialog endlich zu einem Umsteuern zu kommen, in dem, wie wir arbeiten, leben und produzieren. Dass die katholische Kirche sich in der Enzyklika des Papstes in diesen Punkten so eindeutig für Leben und Umwelt positioniert, ist ein wichtiges Signal für einen großen Teil der Menschheit“, sagt DNR-Präsident Kai Niebert. „Seitens der deutschen Umweltbewegung freuen wir uns sehr, mit Papst Franziskus in die Diskussion zu kommen, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen.“

Die päpstliche Enzyklika knüpft an den Sonnengesang des Franz von Assisi aus dem Jahr 1225 an. Sie widerspricht der Lüge von der unbegrenzten Verfügbarkeit der natürlichen Güter der Erde und will die Menschen in dem Ziel vereinen, radikal umzusteuern. In der Lehrschrift heißt es: „Infolge einer rücksichtslosen Ausbeutung der Natur läuft der Mensch Gefahr, sie zu zerstören und selbst zum Opfer dieser Zerstörung zu werden.“ In diesem Zusammenhang hebt Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender hervor: „Von Seiten der Umweltbewegung begrüßen wir diese klare und deutliche Positionierung, die so von noch keinem Papst zuvor beschrieben wurde. Zu Recht kritisiert Papst Franziskus den ‚Anthropozentrismus‘, der immer mehr auf ein technisch-ökonomisches Wachstumsparadigma verengt wird. Eine ökologische Selbstvernichtung, die vor Jahren undenkbar schien, wird auch vor dem Hintergrund des aktuellen Artensterbens immer realistischer.“

 Auch in Deutschland gebe es einen eklatanten Widerspruch zwischen dem Wissen über die Naturzerstörung und den Konsequenzen, die daraus gezogen würden, kritisiert der Vorsitzende der NaturFreunde Deutschlands, Michael Müller. „Die Aufgaben im Bereich Umwelt- und Naturschutz werden immer größer, im Rahmen der Koalitionsverhandlungen aber wurde das künftige Umweltministerium deutlich verkleinert. Wir brauchen dringend eine Verkehrswende, stattdessen werden hier immer mehr spritfressende Geländelimousinen gebaut und zugelassen“, führt Müller aus. „Im Wahlkampf spielte die sozial-ökologische Transformation der Gesellschaft kaum eine Rolle. Auch deshalb ist es in Deutschland so wichtig, die vom Papst angestoßene Debatte offen und kritisch zu führen und die Antworten nicht im Altbekannten zu suchen.“

 Das Wichtigste aus Sicht der Autoren ist, dass die großen Zukunftsfragen in der Gesellschaft und in der Politik endlich ernsthaft und breit diskutiert werden. Die Vertreter fast aller Parteien sprächen zwar sorgenvoll über die großen Zukunftsaufgaben, doch ihre Lösungsansätze blieben an technisch-ökonomische Zwänge gebunden. Die Gestaltung der sozial-ökologischen Transformation werde als Ziel aus den Augen verloren. Deshalb wollen die Vertreter der deutschen Umweltbewegung Papst Franziskus bei der Umsetzung der Enzyklika „Laudato Si“ unterstützen, in Deutschland die Debatte konsequent vorantreiben und den Weg hin zu einer solchen Transformation beschreiten.

 Das umweltpolitische Diskussionspapier regt anhand von konkreten Punkten an, die päpstlich angestoßene und weltweit geführte Debatte fortzuführen. In einem ersten Ansatzpunkt widmen sich die Autoren der Gegenwart, in der der Mensch inzwischen zur stärksten geologischen Kraft im planetaren Maßstab geworden ist – dem sogenannten Anthropozän. Was muss heute in Zeiten der Freiheit getan werden, um künftiges Handeln in Unfreiheit zu vermeiden? Wie kann eine Welt aussehen, die weder Mangel noch Überfluss kennt? Des Weiteren äußern sich die Umweltvertreter zu dem Prinzip Verantwortung: Wie sieht Verantwortung aus, die eine Fortschrittsutopie bewahrt? Wie sieht Nachhaltigkeit in Zeiten des „Immer-mehr“, „Immer-weiter“ und „Immer-schneller“ aus? Und wie kann der Weg hin zu einer qualitativen Entwicklung beschritten werden, die Freiheit, Fortschritt und Gerechtigkeit auf Dauer miteinander verbindet?

 Darüber hinaus wird in dem Papier festgehalten, dass die Menschheit selbst bei den global voranschreitenden Umweltzerstörungen nicht in einem Boot sitzt. Es wirken gewaltige Zugkräfte zwischen Arm und Reich, die die Konflikte verschärfen. Letzten Endes, so schreiben die Autoren, geht es auch um die Frage: Wie sieht eine Weltinnenpolitik aus? In den Augen der Umweltvertreter sei es unumstößlich, ein globales Programm für Arbeit und Umwelt aufzulegen. Der ökologische Umbau ist eine große Herausforderung in allen Weltregionen. Das Programm sollte deshalb den Umbau der Industrie- und Schwellenländer mit dem Aufbau in den Entwicklungsländern verbinden. Schlussendlich fordern die Autoren ganz konkret den notwendigen und schnellen Ausstieg aus dem fossilen Zeitalter. Denn die Umweltschäden, die aus der Verbrennung von Öl, Kohle und Gas entstehen, sind unverantwortlich geworden.

Download: Diskussionspapier „Verantwortung im Zeitalter des Menschen“

www.naturfreunde.de/Umweltdiskussionspapier-Laudato-Si  

Gemeinsame Pressemitteilung von Deutscher Naturschutzring, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland sowie NaturFreunde Deutschlands

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