Unsere Aktionen zur Doldenbekämpfung

Riesenbärenklau mit Naturschutzverein Ruhwinkel/ Umgebung bekämpft

Ideale Wetterbedingungen zur Bekämpfung des Riesenbärenklau in Schönböken - ein stark bewölkter Himmel am frühen Abend. So besteht im Falle eines versehentlichen Kontaktes mit den fototoxischen Inhaltsstoffen keine Gefahr des Auftretens von verbrennungsähnlicher Blasenbildung auf der Haut

Schönböken, 19. Juli 2026 - der Riesenbärenklau hatte sich auf einem privaten Grundstück auf etwa 100 Quadratmetern ausgebreitet. Die Besitzerin ist Mitglied im örtlichen Naturschutzverein, der Vorsitzende Prof. Dr. Holger Gerth, ehemals u. a. Naturschutzbeauftragter des Landes. Da war das Interesse an einer Beseitigung der invasiven Staude groß. Zunächst gab es theoretische Erläuterungen durch die NaturFreunde S-H, dann ging es mit etlichen Macheten ins Gelände. Nach einer Demonstration der Technik der Doldenbekämpfung unsererseits griffen die Vereinsmitglieder selbst zur Machete. Sämtliche Dolden wurden abgeschlagen. Da die Samenbildung bereits eingesetzt hatte, wurden die Dolden von der Fläche abtransportiert, um sie sicher zu vernichten. In den Folgejahren soll die Bekämpfung nun fortgeführt werden bis der letzte Riesenbärenklausame ausgekeimt ist.

Prof. Dr. Holger Gerth, der Vereinsvorsitzende vom Naturschutzverein Ruhwinkel präsentiert hier seine abgeschlagene Dolde. In der Mitte zu erkennen ist, dass die Samenbildung bereits begonnen hat.

Alle Vereinsmitglieder packten an, bis die letzte Dolde abgetrennt war. In den blauen Tüten wurden sie zur Entsorgung abtransportiert. Vor der Samenbildung hätten sie zum Vertrocknen auf der Fläche verbleiben können. So wird es für das kommende Jahr geplant.

Arbeit erledigt - nur die Stängel bleinen stehen. Das erleichtert die Nachkontrolle auf mögliche Notblüten, die in zwei bis drei Wochen erfolgen sollte. Im nächsten Jahr wird man sich erneut hier treffen (müssen)

Was tun gegen den Riesenbärenklau in Grönwohld im Kreis Stormarn?

Riesenbärenklau-Bewuchs weit und breit in Grönwohld (Kreis Stormarn) unmittelbar angrenzend an ökologisch schützenswerten Flächen sowie einem Bach, der eine rasche Verbreitung der Samen garantiert. Zwei Stunden lang wurde gemeinsam mit allen Beteiligten beratschlagt, welche Methode einer Bekämpfung für den Standort am sinnvollsten sei.

Grönwohld, 6. Juli 2026 - Die NaturFreunde S-H haben diese Fläche mit Staunen in Augenschein genommen - der Riesenbärenklau  hatte sich über hunderte von Quadratmetern angrenzend an ein FFH-Gebiet und einen in die Trave entwässernden Bach ausgebreitet.  Der Unteren Naturschutzbehörde Stormarn, dem Ordnungsamt, der Bürgermeisterin von Trittau, dem Gemeindearbeiter von Grönwohld, dem Landschaftspflegeverband, Vertretern der Kommunalpolitik und Anwohnern hatten wir „Hilfe zur Selbsthilfe“ angeboten, das Ausgraben sowie die Technik der Doldenbekämpfung demonstriert. In Anbetracht der Größe und der Lage der Fläche käme allerdings hier besser eine Beweidung mit Rindern, Schafen oder Ziegen in Frage. Eine Einzäunung dafür wäre mit geringerem Aufwand umsetzbar. Alle Beteiligten wollen sich jetzt ohne weiteren Aufschub einer systematischen Bekämpfung widmen. 

Dr. Ina Walenda demonstriert die Methode der Doldenbekämpfung: Zunächst werden von unten nach oben die Blätter entfernt, danach wird in Schulterhöhe die Dolde abgeschlagen. Der Stängel bleibt für die Nachkontrolle stehen.

Riesenbärenklau an der Steilküste in der Eckernförder Bucht bekämpft

Trügerische Idylle - in Richtung Stand breitet sich der Riesenbärenklau aus, der verbrennungsähnliche Hautreaktionen hervorrufen kann und die heimische Pflanzenwelt zurückdrängt

Noer, 4. Juli 2026 - Es waren nur wenige Exemplare, die sich von oben im Wald bis fast hinunter an den Strand ausgebreitet hatten. Doch hätten wir die invasive Pflanze nicht sofort bekämpft, würde sie sich binnen weniger Jahre zu einem "Dominanzbestand" entwickeln. Die heimische Vegetation an der Küste würde verdrängt und wäre aufgrund der fototoxischen Inhaltsstoffe des Riesenbärenklau, die schwere verbrennungsähnliche Symptome an der Haut verursachen können, zudem nicht ungefährlich für Strandbesucher. Die gut schwimmfähigen Samen könnten sich zudem entlang der gesamten Küste der Eckernförder Bucht ausbreiten. Einen herzlichen Dank an die Bürgermeisterin Sabine Mues und ihrem Stellvertreter Dr. Ulrich Klostermeier für Ihren Einsatz!

v. l. Noer's Bürgermeisterin Sabine Mues, Dr. Ina Walenda (NaturFreunde S-H), Dr. Ulrich Klostermeier (stellv. Bürgermeister) packten mit an, um den Riesenbärenklau zu beseitigen

NaturFreunde beraten, wie sich der Riesenbärenklau in Büdelsdorf  bekämpfen lässt

Ein wassergesättigtern nährstoffreicher Boden und viel Sonnenschein - beste Wachstumsbedingungen für die fast vier Meter hohen Riesenbärenklaustauden

Büdelsdorf, 26. Juni 2026 - Wo der Riesenbärenklau wächst, verdrängt er unsere heimische Vegetation. Deshalb muss er bekämpft werden. In Büdelsdorf wuchert er am Regenrückhaltebecken. Droht dieses überzulaufen, können die schwimmfähigen Samen in die Obere Eider gelangen und sich entlang des Ufers verbreiten. Oftmals wird anstatt einer Bekämpfung gar nicht gehandelt oder viel falsch gemacht. Wie es mit der Machete geht, haben der Riesenbärenklau-Experte Niels Jensen und die NaturFreunde S-H dem Umweltamt, dem Yacht-Club, den Mitarbeitern des örtlichen Bauhofes und Interessierten anhand der bis zu 3.80 Meter hohen Stauden demonstriert.

Links: Dr. Ina Walenda, Landesgeschäftsführerin der NaturFreunde S-H, im Einsatz mit der Machete

Teilnehmer des Vor-Ort-Termins in Büdelsdorf vor den hohen invasiven Stauden, die sich hier rund um ein Regenrückhaltebecken ausgebreitet hatten und jetzt konsequent bekämpft werden sollen

Schleswig - Riesenbärenklau breitet sich von privaten Grundstücken aus

Der Riesenbärenklau – hier als sogenannter Dominanzbestand, der alle anderen Pflanzen verdrängt

Foto: Anna Pawlicki
Foto: Anna Pawlicki

Schleswig, 23. Juni 2023 - zwar hat die Schleswiger Kreisverwaltung dem Riesenbärenklau auf ihren eigenen Grundstücken seit einigen Jahren längst den Kampf angesagt und führt regelmäßig Bekämpfungsmaß-nahmen durch. Dennoch geht die Ausbreitung der invasiven Art im Stadtgebiet nahezu ungebremst weiter. Grund dafür sind Privatgrundstücke mit bereits ausgebildeten "Dominanzbeständen" von mehreren einhundert Quadrat-metern, um die sich niemand zu kümmern scheint. Zumindest deren Besitzer bleiben offensichtlich untätig. In der Folge haben die Samen über Wind und Verwehung das naheliegende Wohngebiet längst erreicht und keimen am Wegesrand und in den Gärten. Die Anwohner sind in Sorge und auch auf der Suche nach einer rechtlichen Handhabe.

Dr. Ina Walenda (links) und Hans-Jörg Lüth (mitte) haben ihre Macheten zum Abtrennen der  Dolden geschärft. Der Fotografin Anna Pawlicki (rechts) – für diesen Tag eigens aus Berlin angereist – haben wir die fachgerechte Bekämpfung des Riesenbärenklau vorgeführt. Sie wird die mit unserer Hilfe in Schleswig gewonnenen Erkenntnisse in einer Ausstellung zu invasiven Arten zusammentragen. Im Herbst 2023 wird diese in einer Berliner Gallerie zu sehen sein.

Schleswig - Riesenbärenklau umzingelt das Kreishaus

Schleswig, den 15. Juli 2021 - Donimanzbestände mit der giftigen Herkulesstaude fanden wir rund um das Schleswiger Kreishaus vor. Betroffen zeigte sich der gesamte Bereich der Pöhler Wiesen entlang der Gräben und der Grundstücksgrenzen im Norden (Thiessenweg) bis hin zu Teilen auf der gegenüberliegenden Seite der Schlossallee. Zusammen mit dem Experten Niels Jensen demonstrierten wir den Mitarbeitern vom Kreis und vom Grünflächenamt wie sich die invasive Art mit der Machete zurückdrängen lässt. Der Kreis zeigte sich entschlossen, die Bekämpfung jetzt konsequent anzugehen. Etwa 20 Interessierte verfolgten die Aktion, darunter neben zwei Medienvertretern auch ein Landwirt und eine Vertreterin des Kinderschutzbundes.

Niels Jensen zeigt den Blütenstand der Herkulesstaude. Es haben sich bereits Samen haben gebildet.

Kiel - Blühender drei-Meter-Riesenbärenklau unweit der Hörsäle

Kiel,  30. Juni 2021 - Der Landesverband Naturfreunde ludt auf das Gelände der Christian-Albrechts-Universität Kiel ein, um die Bekämpfung der hier mehr als drei Meter hohen Herkulesstaude  mit der Machete zu demonstrieren. Der Sender SAT1 filmte die Aktion: https://www.sat1regional.de/giftiger-riesenbaerenklau-verbreitet-sich-rasant-uni-kiel-startet-pestizidfreie-bekaempfung/, auch die Kieler Nachrichten und Interessierte waren dabei.

Dschungel hinter dem Hörsaal - Niels Jensen (oben)  kappt die Dolde mit der Machete, auch Geschäftsführerin Ina Walenda (unten links) arbeitet sich durch das Dickicht.

Dringender Handlungsbedarf: "Klein Kaukasus" bei Bad Segeberg

Hinter den Herkulesstauden fließt der Höftgraben, der die Samen des Riesenbärenklau über die Trave bis zur Ostseeküste transportiert. Eine vollständige Beseitigung erweist sich hier als eine Herausforderung, ist aus Naturschutzgründen aber dringend erforderlich.

Kiel, den 4.  Juli 2020 – In Klein Gladebrügge bei Bad Segeberg kamen wir aus dem Staunen nicht heraus, sind wir doch anscheinend auf das Epizentrum einer Herkulesstaudenausbreitung gestoßen. Die Pflanze hatte sich entlang am Gewässer Höftgraben großflächig öffentlichen Flächen, auch direkt an Wegen, auf Privatgrundstücken und landwirtschaftlich genutzten Flächen ausgebreitet - über drei Meter hohe Pflanzen undurchdringlich dicht an dicht. "Herkulesstauden-Wälder" trifft es wohl am ehesten. Wir sehen dringenden Handlungsbedarf für die Behörden aus Gründen des Naturschutzes, aber auch zum Schutz von Mensch und Tier vor dieser Giftpflanze.

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Besonders schwer wiegt, dass die Samen der Staude über den Höltgraben in die Trave transportiert werden, von wo eine weitere Ausbreitung entlang der Ostseeküste möglich ist.  Die Gemeindevertretung von Klein Gladebrügge, die wir beraten haben, möchte die invasive Art aus dem Kaukasus nun umgehend beseitigen, braucht aber weitere Unterstützung.

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Luftbild von einem der zahlreichen Dominanz-Bestände in Klein-Gladebrügge

Impressionen wie aus dem Kaukasus bei Bad Segeberg

Riesenbärenklau-Bekämpfung in der Gemeinde Lutterbek

Hans-Jörg Lüth ist 1.85 Meter groß.

Lutterbek, 26. Juni 2020 -  Bei einer gemeinsamen Veranstaltung des Landesverband NaturFreunde mit der Stiftung Naturschutz und dem Herkulesstauden-Experten Niels Jensen erklärten wir zweien Lokalredakteurinnen sowie dem Bürgermeister der Gemeinde Lutterbek, dass diese wunderschönen Pflanzen aus Gründen des Naturschutzes leider beseitigt werden müssen. Das etwa 400 Quadratmeter große mit dem Riesenbärenklau bewachsene Areal im Eigentum der Stiftung Naturschutz lag gut versteckt inmitten einer Waldlichtung neben einem Gerstenfeld. Ausgerüstet mit Schutzkleidung, um nicht mit dem Pflanzengift in Berührung zu kommen, und Macheten demonstrierten wir das fachgerechte Abschlagen der Dolden. Die Stiftung Naturschutz plant nun eine vollständige Beseitigung.

Riesenbärenklau-Bekämpfung in der Gemeinde Molfsee

Molfsee, 24. Juni 2020 - wir haben uns in Molfsee alle getraut. Unter Anleitung vom Experten Niels Jensen aus Kiel haben wir morgens um neun Uhr die großen Blütenstände der Herkulesstaude mit der Machete abgeschlagen. Der frühe Zeitpunkt am Tag war der vorhergesagten hohen UV-Strahlung und den hohen zu erwartenden Temperaturen geschuldet. Die zwei bis drei Meter hohen Pflanzen hatten bereits einen typischen Dominanzbestandausgebildet und waren von einer Vielzahl an Insekten besiedelt. Unten am Stengel beginnend haben wir zunächst alle Blätter entfernt, schließlich die Blüte geköpft. Alles ging gut, niemand hat sich verletzt, wir haben viel gelernt. Dabei umzingelt waren wir von den Kamerateams dreier Fernsehsender und einem Redakteur der Kieler Nachrichten. In drei Wochen muss nun eine Kontrolle erfolgen, um zu schauen, ob sich Notblüten ausbilden, die dann wiederum entfernt werden müssen. Den gesamten Bestand haben wir nicht beseitigen können, aber wir haben diesen deutlich reduziert.

Übrig geblieben nach getaner Arbeit in Molfsee sind nur noch die Stengel übrig - die abgeschlagenen Blätter und Blütenstände liegen zum Vertrocknen am Boden. Drei Wochen später muss nachkontrolliert werden.

Riesenbärenklau-Bekämpfungsaktion in Pohnsdorf (Kreis Plön)

Pohnsdorf, 25. Juni 2018 - Der Landesverband NaturFreunde lud nach Pohnsdorf ein. Interessierte und Helfer sowie Medien kamen zu Hauf. Der Standort befand sich direkt am Rönner Weg zwischen Raisdorf und Kiel-Rönne etwa auf halber Strecke. Zusammen mit dem Riesenbärenklau-Experten Niels Jensen und dem Förster Dirk Sauer der Försterei Rönnerholz zeigten die NaturFreunde S-H, wie diese bedrohliche invasive Art fachgerecht und dauerhaft auf natürliche Weise ohne den Einsatz von Giften dauerhaft beseitigt werden kann.

Trügerische Idylle in einer Waldlichtung in Pohnsdorf – Jens Nielsen enfernt die giftige invasive Art