Riesenbärenklau  - wirksam zu bekämpfen mit Spaten und Machete

Die NaturFreunde im Einsatz in Wattenbek an einem Feldrand - ohne Gift, aber mit Spaten, Gummistiefeln und Handschuhen.

Kiel, Mai 2026 - Bereits sei dem Jahr 2016 führt der Landesverband NaturFreunde Aktionstage zur Vermittlung der mechanischen Bekämpfung des Riesenbärenklau durch (Ausgraben und im Frühjahr und Herbst, Doldenkrmämpfung in Juni mit anschließender Nachkontrolle). Anlass ist eine auch in Schleswig-Holstein von der Elbe bis hin zur dänischen Grenze ungebremste Ausbreitung dieser aus dem Kaukasus stammenden invasiven Art. Zudem werden für eine dauerhafte und umweltfreundliche Beseitigung vielfach ungeeignete, umweltschädliche oder unnötig teure Methoden angewendet. Die NaturFreunde S-H wollen demonstrieren wie eine rein mechanische Bekämpfung des Riesenbärenklau mit Spaten und Machete effektiv und kostengünstig möglich ist. Das setzt Erfahrung voraus, die wir gern vermitteln wollen. So organisieren wir Bekämpfungsaktionen im Gelände für Gemeinden, Gartenbesitzer und Interessierte. Darüber hinaus informieren wir mit Vorträgen. Unterstützt werden wir zumeist vom Riesenbärenklau-Experten Niels Jensen aus Schwentinental. Interessierte melden sich gern unter naturfreunde@naturfreunde-sh.de.
Warum muss der Riesenbärenklau bekämpft werden? Der hohe Wuchs mit dichten Beständen verändert in auffälliger Weise das Landschaftsbild. Er ist zweifelsohne eine Schönheit und wäre zudem als Bienenweide eine Bereicherung. Gerade weil auf den Blütendolden so viele Insekten sitzen und Nahrung finden, halten Beobachter die Bekämpfunggelegentlich für falsch. Doch leider verdrängt dieser Neophyt unsere heimischen Arten. Sorgen bereitet zudem die phototoxische Wirkung der Pflanze, also die Gefahr einer schweren Verbrennung bei Hautkontakt mit Lichteinwirkung.

Ansprechpartner der NaturFreunde S-H: Herkulesstauden-Experte Niels Jensen (links) aus Schwentinental und NaturFreunde-Landesvorstand Hans-Jörg Lüth (rechts), hier bei unserer Herkulesstauden-Bekämpfungsaktion in Pohndorf im Kreis Plön.

Die großen Blütenstande werden hier am Stengel von Niels Jensen mit einer Machete abgeschlagen. Weniger Geübte sollten hier unbedingt eine Kopfbedeckung und Augenschutz tragen.